Schepp(er)ach dmt 180 -Tuning

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Dieter Macher

Re: Schepp(er)ach dmt 180 -Tuning-Scheppach Zubehö

Beitrag von Dieter Macher »


Hallo Dietrich, na verkehrt rum hab´ich´s als gelernter Mechaniker garantiert nicht montiert - die von Scheppach bestätigten mir ja auch, das es so ist wie´s war.
Welches Schalenfutter hast Du auf deiner 180er?
Vicmarc? Strong hold? Eventuell mit den großen Außenspannsegmenten bis 45 cm Durchmesser?

Gruß DM

Dietrich
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Re: Schepp(er)ach dmt 180 -Tuning-Scheppach Zubehö

Beitrag von Dietrich »


Hallo Dieter,

an meiner 180er habe ich das deutsche Schalenspreizfutter 1000 im Einsatz, womit ich zufrieden bin. Das Teil habe ich vom Drechselzentrum Essen, wo auch die beiden Erweiterungssätze zum Futter her sind. Was mir noch fehlt ist eine Lünette, und die Teileinrichtung mit Bohrmöglichkeit.
Für mich als Gelegenheitsdrechsler reicht eine Anschaffung bei Bedarf.
Wenn ich mal was ganz Großes zu drehen habe, kann ich auch in unserer Werkstatt im Betrieb an die Metalldrehbank, allerdings nicht ohne meinen Kollegen, der von Beruf Metaller ist.
Dort habe ich Besteckeinsätze aus 130x130x400mm Buche gebohrt, anschließend auf 100mm ausgedreht, danach zuhause halbiert, so hatte ich 2 Einsätze mit halbrundem Boden, 6 solcher Einsätze füllen eine Besteckschublade.
Nein, 45cm passen auf die 180er nicht mehr drauf, bei 360mm ist schluß.
Die Spreizsegmente beim 1000, 4 an der Zahl beginnen bei ca. 22mm bis 104mm.
Natürlich hatte ich nicht vermutet das Du Dein Futter verkehrt herum montierst, sondern hatte ich spasseshalber erwähnt, das es Leute gibt die das Futter ans Spindelgewinde halten und dann die Maschine einschalten, und das Futter anschließend nicht mehr runterbekommen:-)
Das mit Deinem Futter, das sich beim Bremsen löst, ist der umgekehrte Weg. Was mir mit dem 1000er noch nie passiert ist, allerdings hat die Maschine keine automatische Bremse, sondern nur eine Handbremse, wobei das 1000er auch keine Sicherungsschraube hat.
Gruß Dietrich


Dieter Macher

Re: Schepp(er)ach dmt 180 -Tuning-Scheppach Zubehö

Beitrag von Dieter Macher »


Guten Morgen, Dietrich,
Das mit deiner Spass-Bemerkung habe ich schon richtig verstanden - vielleicht hätte ich ja vor einigen Wochen die jetzt von Dir beschriebene Methode der Futtermontage mit dem teuren Vicmarc probieren sollen.......gehalten hätt´s bestimmt! Aber wieder runter kriegen?........
Ich wollte noch einen, meiner Meinung nach einen gravierenden Vorteil der 200er Scheppach-Drehmaschine ( 180er auch ?! ) hervorheben, welcher vielleicht auch für einen Drechsel - Neueinsteiger ein wichtiges Argument für die Kaufentscheidung sein kann:In der Reperaturfreundlichkeit ist die 200er ( auf Grund Ihrer einfachen aber robusten Konstruktion ) schier unschlagbar - Beispiele:
Nachrüsten eines Betriebsstundenzählers: 1 Std.(- inkl. der Metallarbeiten an der oberen Trapezstrebe auf der Spindelstockseite )
Wechsel der Spindellager ( kleine hydr.Lagerpresse vorrausgesetzt - wenn nicht, jede gute Kfz-Werkstatt hat so eine Presse ) 20 Minuten
Wechsel des Motors mit. kompl. Verkabelung: 30 Min.
" Mehr " große Reps. hatte ich bis jetzt noch nicht - ging alles auf Garantie.
( Bis auf den Stundenzähler ) Die Orginal-Spindellager hatten nach knapp 100 Betriebsstunden keine Lust mehr, meine Drechsel-Ambitionen weiter zu unterstützen. Habe dann auf hochwertigere Rillenkugellager aus einheimischer Produktion zurückgegriffen - laufen bis jetzt einwandfrei. Die Sache mit dem Motorwechsel lag nicht am Motor selbst, sondern ( lt. Hersteller ) eher am Kondensator. Der Einfachheit halber bestand die Fa. Scheppach gleich auf Komplettwechsel der ganzen Antriebseinheit - Sowas nenne ich lobenswerten Kundenservice!!!! Ich rate übrigens jeden Neukäufer einer Maschine, diese gleich - wenn es möglich ist - mit Betr.-Std.-Zähler zu bestellen ( machen einige-gegen geringen Aufpreis ) oder diesen
w i r k l i c h ! vor dem ersten einschalten der Maschine einzubauen oder einbauen zu lassen. - Lohnt sich a.) bei eventuell auftretenden Schäden während
und nach der der Garantiezeit - und b.) beim eventuellen Wiederverkauf hat man - sofern der Std-Zähler nach dem Einbau ordnungsgemäß verplompt wurde ( machen einige Elektro-Firmen )einen Nachweis über die Laufzeit und somit auch eine kleine Wertsteigerung.Diese Betr.-Std.-Zähler gibt es in der einfachsten Form
( ohne " versteckten " Nullsteller - dies schliesst Manipulation im Vorfeld aus !) für rund 18.- Zecken ( Euros ) bei Conrad-Elektronic. Ich habe aus reinen Wissensdurst mal so ein Teil geöffnet, um zu sehen ob man das Zählwerk manuell zurücksetzen kann - aussichtslos. Sobald man das kleine Sichtfenster
"abhebelt" - springen einen schon winzige Kunststoffzahnräder entgegen.Auch so kann man 18 Nuggets "in den Wind schiessen".
Da es bis zum Kauf meiner neuen Gußbank ( Wema-Steinert ) noch einige Monate dauern wird, werde ich in Kürze die Rückseite des 200er Untergestells mit einer mehrfach gekanteten Metallrückwand stabilisieren.Ein Statiker aus dem Metallbereich hat mir versichert der geringe Aufwand würde sich lohnen, sofern man eine Abkantbank für Bleche zur Verfügung hat. ( Na, wer hat den keine? Meine z.B. steht unter meinem Bett! Ha....Ha...Ha....- Im Ernst: habe die Möglichkeit, mir so ein Blechteil in " meiner " Firma ( Arbeitheber ) machen zu lassen. Nur der Transport wird schwierig werden - auf dem Fahrrad )

Besten Dank für deine Antwort und schhönen F-Tag noch.

DM



Dietrich
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Re: Schepp(er)ach dmt 180 -Tuning-Scheppach Zubehö

Beitrag von Dietrich »


Hallo Dieter,

für einen Feiertagsmorgen bist Du aber früh!
Aber, was ich noch fragen wollte, da Du den Kondensator erwähnst, arbeitest Du mit der Wechselstromvariante der 200er?
Wenn ja, warum, wenn es möglich ist nehme ich immer die Drehstromvariante einer Maschine, hat einen einzigen Grund, Drehstrommotoren gleicher Leistung haben das dppelte Drehmomment.


Dieter Macher

Re: Schepp(er)ach dmt 180 -Tuning-Scheppach Zubehö

Beitrag von Dieter Macher »


Hallo Dietrich,

Grund für meine frühe Aktivität ist der, das ich zur Zeit Frühdienst habe
( öffentlicher Dienst - Arbeite in der Störungszentrale eines großen Energie-versorgungsunternehmens ) - stehe bei Frühdienst um 5.00 Uhr " auf der Matte"

Grund für die Lichtstrom-Variante meiner dmv 200 ist einfach erklärt:

Meine Werkstatt ( 18m2 - davon 4 m2 " begehbare Fläche" - Rest Maschinen und Holz ) ist nur angemietet - Mein Vermieter verbietet mir ohne Angabe von Gründen die Installation eines Kraftstrom-Anschlusses definitiv - selbst auf eigene Kosten keine Chanche.
Bin aber mit all meinen 220 Volt-Maschinen - ( Kreissäge, Tischfräse - Kapp-und Gehrungssäge - Bandsäge - div. Schleifmaschinen und Abricht & Dickenhobel )was die Leistung betrifft voll zufrieden - über ein mangelndes Drehmoment bei der dmv 200 kann ich nicht klagen - auch bei größt-möglichen Rohlingen nicht
( größter, spannbarer Durchmesser bei ausgezogenen Drehbankbett 62 cm - war bei mir allerdings ein nur 6 cm starker Rohling für eine kleine Schützenscheibe)

Drehstrommaschinen haben sicherlich Ihre Vorteile - aber dartüber brauche ich mir keine Gedanken machen - diese Alternative habe ich eben nicht. Bin froh, das ich diese kleine ( übrigens absolut schalldicht! Das TÜV-Gutachten habe ich für jeden nörgelnden Nachbarn deutlich sichtbar an der Innenseite der Stahltür " festgeschweisst " )Werkstatt habe, und zu jeder Tages und Nachtzeit ungestört arbeiten kann - was wiederum von Vorteil ist, wen man wie ich im Dreischicht - Wechseldienst beschäftigt ist.

Gruss DM



Dietrich
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Registriert: Mo 27. Okt 2014, 22:01

Re: Schepp(er)ach dmt 180 -Tuning-Scheppach Zubehö

Beitrag von Dietrich »


Hallo Dieter,

einleuchtende Erklärungen, vielen Dank!

Dann bist Du aber gut ausgestattet, maschinell meine ich, gibt es da auch Werkstattbilder, falls ja, könntest Du Dich einreihen in die Liste der zu bestaunenden Werkstätten?
Auch Bilder von Projekten sind gern gesehen!

Gruß Dietrich

Dieter Macher

Re: Schepp(er)ach dmt 180 -Tuning-Scheppach Zubehö

Beitrag von Dieter Macher »


Guten Abend Dietrich,
Naja, gut ausgestattet ist relativ - da ich - wie die meisten - nur ein beschärnktes Platz - Kontingent habe, mußte ich mich auf´s wesentliche beschränken - es würde schon noch einiges fehlen, um den Masch.-Park zu komplettieren.
Betreff Werkstattbilder: wird noch einige Zeit dauern - Erklärungen würden heute zu lange dauern - am 28.12. ab 13.00 Uhr folgt mehr.

Gruß Dieter

Dieter Macher

Re: Schepp(er)ach dmt 180 -Tuning-Scheppach Zubehö

Beitrag von Dieter Macher »


Guten Tag Dietrich,( und allen anderen)

Kurz zu den Bildern meiner Werkstatt: dies wird noch einige Zeit dauern, da ich absolut keine Ausrüstung habe, um vernünftige Bilder zu machen - habe mich nie für´s Fotographieren interessiert und besitze daher keine Kamera. Muß hierfür einen Spezialisten aus meinem Umfeld hinzuziehen - dieser hat die Möglichkeit digitale Bilder zu machen - allerdings sehr selten Zeit.
Meine Werkstatt hat gerade mal 18 m2 / davon noch begehbar ca. 4 m2 - der Rest der Platzes ist voll gestellt mit Drehbank, Kreissäge mit Anbautisch, Werkbank und Werkzeugschränken,Regalen, Arbeitstisch für feinere Arbeiten ( z.B. Glas schneiden usw.. Darüber hinaus sind in den Raum noch Kapp-und Gehrungssäge, Tischfräse, Abricht- und Dickenhobel,kleine Bandsäge,kleine Tischbandschleifmaschine und jede Menge Zusatzwerkzeug wie Handkreissäge usw. untergebracht.Regal für Holzmustersammlung und Rohlingen zum Drehen hängt auch noch drin, garniert von 5 Hängeschränken unterschiedlichster Größe. Den wichtigsten Platz in der Werkstatt hat um diese Jahreszeit ein Holz - und Kohleofen - damit ist auch im Winter angenehmes Arbeiten gewährleistet.Der größte Vorteil dieser kleinen Werkstatt ist der, das der Raum als solches absolut schalldicht ist - TÜV-Gutachten hierüber liegt vor.
( war teuer ) Dies hat den unschlagbaren Vorteil, das ich unabhängig von Tages - bzw. Nachtzeit arbeiten kann - für mich als " Schichtler " gibt es nichts besseres.
Was noch fehlt wäre eine gute Säulenbohrmaschine ( eventuell die Dualarm-Säulenbohrmaschine von Scheppach )und eine vernünftige Bandsäge, um auch dicke Rohlinge selbst auszusägen - diesbezüglich bin ich noch auf die Hilfe eines sehr hilfsbereiten Instrumentenbauers aus der Nachbarschaft angewiesen.
sehr problematisch wird es bei der Neuanschaffung dieser Maschinen mit dem Platz werden. Ich kann ja die Maschinen nicht mit nem´Kettenzug an die Decke hängen!
Einer meiner lohnenswertesten Anschaffungen war mit Sicherheit die kleine Tischbandschleifmaschine von Rexon ( BD 46 A ). dieses kleine Mschinchen ist sehr robust gebaut ( Gußgehäuse ) hat ein gutes Eigengewicht ( 18 kg ) und was das wichtigste ist: Auch gute Lager. Die Schleiffläche ist für kleine Gegenstände voll ausreichend, Motorleistung ebenfalls.Der zusätzliche runde Schleifteller
( d = ca. 125 mm )mit verstellbarer Auflage ergänzt das Teil wirklich bestens.
( z.B. zum verschleifen von Kanten und Eckverbindungen )

Gruss Dieter M.

Christian Aufreiter
Beiträge: 2209
Registriert: Sa 28. Jul 2012, 21:16

Re: (Rexon) Schleifmaschine

Beitrag von Christian Aufreiter »


Hallo Dieter, hallo Holzwerkergemeinde,

an einer kompakten Schleifmaschine könnte ich auch Gefallen finden.
Hat jemand Erfahrung mit der Scheppach bts 900 oder der Holzmann BT 1220 http://www.holzmann-maschinen.at/german/index/indexschleifmaschinen.htm ?
Kann generell jemand etwas zur Qualität der Holzmann Maschinen sagen?
Wie brauchbar ist die Staubabsaugung an so einer kleinen Schleifmaschine?

Danke im Voraus!

Christian

Dieter Macher

Re: (Rexon) Schleifmaschine

Beitrag von Dieter Macher »


Schönen Gruß nach Austria, Tag auch Christian.

Zum Thema Staubabsaugung: Würde ich bei jeder schleifenden Bearbeitung von Holz
empfehlen - bei toxischen Hölzern ( Mansonia - Cocobolo - Goldregen auch Buche! )sowieso. Im Regelfall reicht bei den kleinen MAschinen ein konventioneller Industriestaubsauger ( Baumarkt ) völlig aus. Bei der Rexon z.B. passt sogar der Anschluß für normale Wohnungsstaubsauger - sollte der Anschlußstutzen an den Maschinen nicht passen, provisorische Adapter kann man sich leicht aus festen Karton selbst anfertigen ( besser ein thermoplastischer Kunststoff - ist dauerhafter)Staubmasken sind zwar sinnvoll und auch empfehlenswert ( wenn´s die richtigen sind z.B. Feinstaubmasken - ich persönlich ziehe eine Feststoffmaske mit auswechselbaren Filterpatronen vor), schützen aber nicht vor dem z.B. Tage später aufgewirbelten Reststaub in der Werkstatt.Auch gründliches Reinigen nach der Schleifarbeit entfernt nicht überall den feinen Schleifstaub. das beste wäre natürlich eine große, stationäre Absauganlage mit leistungsstarken Exsauster, doch wer von uns Hobby-
Enthusiasten hat schon das Geld ( obwohls da auch günstige gibt ) und/oder den Platz dafür. Tipp: wenn´s geht immer Maske, Absaugung und gute Belüftung.
Übrigens: Buchenholzstaub steht auf der Liste der krebserregenden
" Schleifstaubsorten " ganz oben auf der Liste.

Gruss DM


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