Hobelschlag ADH1626 D

Das ganze Thema rund um die Holzbearbeitung wird hier diskutiert. Die Grenzen sind hier deutlich weiter gezogen als im Handwerkzeugforum. Wenn Du nicht sicher bist, wo Dein Beitrag hingehört, ist er wahrscheinlich hier am besten aufgehoben.
Manuel
Beiträge: 166
Registriert: Di 24. Dez 2019, 13:41

Hobelschlag ADH1626 D

Beitrag von Manuel »


Servus,

ich weiß, das Thema existiert schon im Forum, trotzdem wurde die Frage nicht ganz zu meiner Zufriedenheit beantwortet und meine Ursachen sind etwas anders, als im Ursprungsthema...

Ich habe bei der ADH 1626D in der letzten Zeit den Dicktentisch, die Spindeln mit den Trapezgewinde-Hülsen und die gummierte Auszugswalze selbst getauscht. Dazu muss ich sagen, die Maschine hab ich gebraucht gekauft! Ich hab mich schon sehr geärgert, das gar so viel kaputt ist, aber was soll man machen, die Maschine muss funktionieren, sonst wäre es schade darum.

Also Perfektionist - ich denke, das können einige nachfühlen - war ich enttäuscht, dass ich trotz Säubern/Fetten der Einzugs- und Auszugswalzen inklusive der Lager immer noch einen, wenn auch geringen, Hobelschlag beim Dickenhobeln habe. Vorne wie hinten am Werkstück!

Nach Auskunft von Hr. Schwarzbeck bei Metabo inkl. des Technikers sei das bei der ADH1626D nicht auszmerzen!
Stimmt diese Aussage?
Es sind ja viele hier im Forum, die die gleiche Maschine besitzen. Ich denke aber, dass mit den neuen Teilen die Maschine auch wirklich wie eine "neue" funktionieren sollte.
Beim Abrichthobeln bekomm ich ein sensationell gutes Ergebnis, da gibt es keinerlei Probleme.
Die Messer sind auch noch sehr gut und super geschärft, ich hab sie gerade erst getauscht!

Der Techniker meinte, es könne noch an der Dicktentisch-Einstellung liegen, dass dieser nicht ganz parallel sei. Könnte das sein?
Was ist euere Erfahrung?
Die einzige Lösung, die ich noch sehe ist das nochmalige saubere Nachmessen des Dicktentisches in seiner Parallelität und das Tauschen der Metallfedern bei den Transportwalzen-Lagern gegen stärkere Federn, dass ich mehr Anpressdruck der Walzen bekomme.

Unklar bleibt jedoch immer wieder, wie der Hobelschlag entsteht, meiner Ansicht nach liegen die Walzen gut an, und ich hab den Hobelschlag bei kurzen, wie bei langen Werkstücken!!!

Über Tipps und Erfahrungsberichte würde ich mich sehr freuen!
Beste Grüße
Manuel



Dietrich
Beiträge: 4727
Registriert: Mo 27. Okt 2014, 22:01

Re: Hobelschlag ADH1626 D

Beitrag von Dietrich »


Hallo Manuel,

die Nachfolgemaschine der ADH 1626 die ADH 260 wurde damit beworben, das sie ohne Hobelschlag Dickenhobelt. Bei der 1626 war das noch nie anders als Du es erfahren hast!
Die 260iger hat zwischen Hobelwelle und den beiden zugehörigen Vorschubwalzen noch solche Druckbalken/Druckkämme, die das Werkstück unten halten auch nach Verlassen der 1. Vorschubwalze.

Vllt. solltest Du den Dickentisch mal im Werk einstellen lassen? Aber am Hobelschlag ändert es nichts, da stimme ich Herrn Schwarzbeck 100% zu. Ob der Dickentisch auf einer Seite hängt lässt sich leicht mit 2 Hobelleisten feststellen, eine Leiste links durch die andere rechts durch, beide sollten sich max. 0,1mm in der Dicke unterscheiden!

Gruß Dietrich



Jürgen zur Horst

Re: Hobelschlag ADH1626 D

Beitrag von Jürgen zur Horst »


Hallo Manuel,

aus eigener Erfahrung kann ich Dietrichs Aussage bestätigen, dass die ADH260 keinen Hobelschlag produziert. Das ist ausdrücklich als Verbesserung angepriesen worden. Deshalb und nach allem was ich gehört habe, wirst Du mit Hobelschlag leben müssen. Also niemals fertig abgelängte Werkstücke durch die Dickte jagen, sondern immer die Länge immer großzügig stehen lassen. So unbefriedigend das ist, mit Hobelschlag hast Du auch bei vielen anderen Maschinen zu kämpfen.

Tschüß Jürgen


Heiko Rech
Beiträge: 2715
Registriert: Sa 28. Jul 2012, 21:16

Re: Hobelschlag ADH1626 D

Beitrag von Heiko Rech »


Hallo,

auch meiner 1626 konnte ich den Hobelschlag bis heute nicht ganz abgewöhnen.

Gruß

Heiko


Helle

Re: Hobelschlag ADH1626 D

Beitrag von Helle »


Hallo alle zusammen,

erstaunt mich jetzt extrem ---- nach allem was man "wunderbares" über diese Maschine gehört hat. Sorry - es ist einfach für mich nicht nachvollziehbar - in dieser Preisklasse, mit deutschem Werk im Hintergrund ...

Bei meiner KITY habe ich nur "Hobelschläge" wenn ich mich "dappich" anstelle - also mit Ungeschick das Werkstück hinten aus der Dickte nehme (oft aus Ungeduld) ;^>

Es kann doch nicht sein, das ich keine Chance habe, etwas fertiges nochmal durch die Maschine zu lassen - ich hab bei meiner schon fertige abgelängte Balken durchgeschoben - allerdings mit genau ausgerichteten Rollenböcke - vorne und hinten - mit Alu-Richtscheid - und ehrlich, das gebe ich zu, auch mit gemischten Gefühlen - aber es hat super geklappt ...

Ich will hier nicht in einer Wunde "rumstochern" - aber mich würde das auf keinste Weise zufrieden stellen.

In der Hoffnung, ihr nemmt mir meine Stellungsname nicht krum,

Viele Grüße aus der Kurpfalz, Helle



Marc Hohnsbehn
Beiträge: 581
Registriert: Sa 28. Jul 2012, 21:17

Re: Hobelschlag ADH1626 D

Beitrag von Marc Hohnsbehn »


Hi,
das hat mit deutscher hersteller-gründlickeit erst mal nichts zu tun .
man darf die einzelnen Produktklassen(Heimwerker;Kity/Hammer; Felder; Industrieklasse) auch nicht überfordern(bezug Werkstückgrösse).
Nicht umsonst gibt sowiele Hobelmaschinen-klassen !
also Metabo,Mafell haben m.E. ein viel zu kurzen Aufnahme wie Abnahmetisch;
der konstruktive tischaufbau lässt doch trotz hoher Preise zu wünschen übrig-Werkstücke:also alles was länger als 1 m ist bei entsprechenden Querschnitt-wird ehe Hobelschlag kriegen
der Einzug wie Auszugmechanismus kannste mit Martin und Co. sowieso nicht vergleichen.
selbstverständlich gibts auch in der Industrieklasse teils gravierende Unterschiede je nach Herstellerland.
Gruß



justus

Re: Hobelschlag ADH1626 D

Beitrag von justus »


guude,

sind die tischführungen nachstellbar? meistens rühren die hobelschläge vom wippen des tisches in längsrichtung und ist bei nur zwei hubeinrichtungen auch kaum vollig zu elliminieren, außer man baut sich eine blockiervorrichtung der führungen.

gut holz. justus.


Helle

Re: Hobelschlag ADH1626 D

Beitrag von Helle »


Hallo Marc,

zuerst - es geht hier um die Dickte-Einheit: also hat der Aufnahme bzw. Abgabetisch nichts damit zu tun. Große Dickten haben auch keine so große Flächen; vereinzelt werden auf der Abnahmeseite der Dickte Verlängerungen eingehängt --- gesehen bei Herbert's nicht gerade kleiner FELDER AD 741.



Es geht mir darum, darauf hinzu weisen, das es auch in einem niedrigeren Preissequment sinnvolle Aufbauten gibt ( hier beziehe ich mich auf KITY!) - und auch bei METABO hat man ja dann bei der Nachfolgerin AD260 reagiert.

Es hat nicht jeder Platz für Industriemaschinen - auch ich überlege mir schon länger, ob ich wirklich eine 60er ADH brauche oder auf dem Platz doch lieber eine Drechselbank stelle. Ich habe im Ort Zugriff auf zwei Industrieabrichten/Dickten und 5 km weiter ist mein Bau begleitender Zimmerermeister mit MARTIN Abrichte und PANHANS Dickte - wenn ich da frage, und ich nicht laufend komme - schiebt der mir die Sachen über bzw. durch die Maschinen. Man will halt alleine mit seinen eigenen Möglichkeiten arbeiten, das verstehen hier einige sicher ganz gut (unter anderem auch Dietrich) ...

Als Lösungsvorschlag hatte ich mal mich in einem älteren Bericht geäußert --- vielleicht interessierts jetzt jemand ...

Gruß, Helle



Ulrich Bergmann

Re: Hobelschlag ADH1626 D

Beitrag von Ulrich Bergmann »

[In Antwort auf #46877]
Hallo Manuel, ich hab' mich schon oft ueber Hobelschlag geärgert. Wie schon von Voerschreibern angesprochen, ist die Ursache irgeindein Wippbewegung, Z.B weil der Dickentisch wackelt oder das Werkstueck an den Enden federt. Komischerweise sind die Probleme seit einiger Zeit nicht mehr aufgetaucht, und ich weiss nicht warum. Mein Verdacht geht dahin, dass ich schlecht abgerichtete Bretter gehobelt hab, oder welche, die sich nach dem Abrichten verzogen haben, und die dann einen kleinen Huepfer machen, wenn sie and den Enden nur von einer Welle gezogen werden. Auch den riesigen Haufen Späne auf dem Dickentisch hatte ich in Verdacht, aber fuer verschärftes Säubern war mir der Verdacht dann doch nicht stark genug.
Vermutlich bringt Dich das nicht weiter, aber hast Du den Hobelschlag 100%ig immer und mit allen Werkstuecken oder nur reichlich häufig oder nur manchmal?

Gruss Uli



Manuel
Beiträge: 166
Registriert: Di 24. Dez 2019, 13:41

Re: Hobelschlag ADH1626 D

Beitrag von Manuel »


Soweit so gut,
ich denke auch, dass ich den Hobelschlag nicht ausmerzen kann bei meiner ADH1626. Allerdings bin ich da sehr enttäuscht, da ich mit meiner TKU1693D und der TF1690D sehr zufrieden bin, diese würde ich keinesfalls eintauschen wollen. Aber mit der ADH hatte ich seit Kauf im Mai nur Ärger, ich überlege mir sie schon jetzt wieder zu verkaufen, weil mich das ganze so ärgert! Jetzt habe ich extra das Ding mit elektrischer Höhenverstellung ausgestattet und dann das ständige Generve mit dem Hobelschlag.

Soweit ich das gehört hab, tritt das allerdings auch bei massiven 63er Maschinenn auf. Ein Freund von mir arbeitet in einer Schreinerei mit einer Kölle Dickte, er kennt das Problem auch... Also liegts wohl nicht nur am Hersteller. Oder seh ich das falsch?

Was bekomm ich für so eine Maschine wie die Metabo 1626 D noch? Wenn ich jetzt auch einen Haufen Ersatzteile reingesteckt hab?

Über Verlängerungen hab ich mir auch schon den Kopf zerbrochen, ich halte das für ziemlich machbar, die Tische mit Verlängerungen (Alu) auszstatten, oder wie seht ihr das?

Grüße
Manuel

PS. Die Felder 741 ist schon ein Gerät, aber das bleibt wohl bloß ein Traum, auch wenn ich sie mir leisten könnte, so viel Geld würde ich nie im Leben für eine Hobelmaschine ausgeben.
Da schau ich mich eher nach eine Hammer A341 um...



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