Öl für eine Hobelbank
-
- Beiträge: 1268
- Registriert: Mo 15. Mär 2021, 07:21
- Wohnort: Bad Laer / Remsede
- Kontaktdaten:
Öl für eine Hobelbank
Hallo zusammen,
ich würde gerne von euch noch eine weitere Empfehlung bekommen.
Womit würdet/habt ihr eure Hobelbank ölen/geölt.
Ich habe einiges im Netz schon gelesen.
Mein Favorit ist z. Z. von Kreidezeit das Hartöl (pure solid).
Viele Grüße
-
- Beiträge: 675
- Registriert: Sa 8. Aug 2015, 22:44
Re: Öl für eine Hobelbank
Hallo Markus,
klassisch wäre Leinölfirnis, kostet nicht so viel und ist gut zu verarbeiten. Nachteil es dauert etwas länger beim Trockenen.
Alternativ ein einfaches Hartöl, kein Hartwachsöl, es muss für die Werkbank wirklich nichts besonders sein.
Satt einölen, den Überstand nach einer Zeit gut abnehmen und das 2x wiederholen. Menge etwas über 1 Liter Öl für eine große Werkbank würde ich schätzen.
Grüße
Christoph
-
- Beiträge: 532
- Registriert: Mi 26. Jul 2017, 12:16
Re: Öl für eine Hobelbank
[In Antwort auf #145197]
Hallo,
So ist es. Ein Liter Leinölnis kostet so um die 10 EUR und ist für diesen Zweck vollkommen in Ordnung, da muss man keinen Film von drehen und erst recht kein Drehbuch für schreiben.
Wolfgang
Hallo,
klassisch wäre Leinölfirnis, [...] muss für die Werkbank wirklich nichts besonders sein.
So ist es. Ein Liter Leinölnis kostet so um die 10 EUR und ist für diesen Zweck vollkommen in Ordnung, da muss man keinen Film von drehen und erst recht kein Drehbuch für schreiben.
Wolfgang
Re: Öl für eine Hobelbank
Hallo Markus,
ich würde mich für Leinölfirnis entscheiden, günstig und gibt ein schönes Bild ab.
Gut Einölen und nach 30 min. den Überstand mit einem Lappen entfernen, nach dem trocknen das ganze
nochmal.
Baust du die Werkbank auch in dem zukünftigen Standort?
Dann im Winter auf die Verarbeitungstemperatur achten (15 Grad, meine ich aus dem Gedächnis).
Freundliche Grüße
Uwe
-
- Beiträge: 3390
- Registriert: Do 16. Mär 2017, 07:44
- Kontaktdaten:
Re: Öl für eine Hobelbank
[In Antwort auf #145196]
Hallo Markus,
meine Bank ist mit Ardvos Holzöl von Livos behandelt. Das hält jetzt all die Jahre.
Gruss
Rolf
Hallo Markus,
meine Bank ist mit Ardvos Holzöl von Livos behandelt. Das hält jetzt all die Jahre.
Gruss
Rolf
Re: Öl für eine Hobelbank
[In Antwort auf #145196]
Hallo Markus,
bei meiner Bank habe ich Tungöl verarbeitet.
Es hat gegenüber Leinöl den Vorteil, daß es wenn Du mal feuchtes Metall raufstellst keine schwarzen Ränder hinterlässt und wohl besser aushärtet.
Nachteil ist bei Ölen allgemein die längere Trockenzeit (Nicht Firnis). Hauptvorteil aus meiner Sicht, daß es eben auch ins Holz eindringt.
Ich würde aber auf jeden Fall empfehlen, die längere Trockenzeit in Kauf zu nehmen. Schließlich arbeiten wir nicht im Akkord.
Meine Bank bekommt dann und wann immer mal eine dünne neue Schicht spendiert (1-2 mal im Jahr)
LG Micha
Hallo Markus,
bei meiner Bank habe ich Tungöl verarbeitet.
Es hat gegenüber Leinöl den Vorteil, daß es wenn Du mal feuchtes Metall raufstellst keine schwarzen Ränder hinterlässt und wohl besser aushärtet.
Nachteil ist bei Ölen allgemein die längere Trockenzeit (Nicht Firnis). Hauptvorteil aus meiner Sicht, daß es eben auch ins Holz eindringt.
Ich würde aber auf jeden Fall empfehlen, die längere Trockenzeit in Kauf zu nehmen. Schließlich arbeiten wir nicht im Akkord.
Meine Bank bekommt dann und wann immer mal eine dünne neue Schicht spendiert (1-2 mal im Jahr)
LG Micha
-
- Beiträge: 154
- Registriert: Di 5. Jan 2016, 20:07
- Wohnort: NRW
Re: Öl für eine Hobelbank
[In Antwort auf #145196]
Ich nehme für den ersten Anstrich ganz gerne Halböl, also Leinölfirnis mit Terpentinöl. Dringt, weil es dünnflüssiger ist, tiefer ein als purer Leinölfirnis. Der zweite Anstrich dann mit purem Leinölfirnis.
Das ist günstig und seit einer kleinen Ewigkeit bewährt. Es gibt allerdings recht viele Menschen, die gerade auf Terpentinöl empfindlich reagieren, darum auf eine gute Belüftung bis zum Durchtrocknen achten. Viele sog. "Hartöle" enthalten leider nicht immer ganz unproblematische Härter, darum meide ich diese, wenn es nicht auf eine möglichst schnelle Trocknung ankommt.
Und bitte wie immer bei Ölen: Bitte die Gefahr der Selbstentzündung nicht vergessen! Lappen immer in einem verschlossenem Glas oder unter Wasser lagern, und aufpassen, dass keine herumliegenden Späne usw. mitgetränkt werden.
Ich nehme für den ersten Anstrich ganz gerne Halböl, also Leinölfirnis mit Terpentinöl. Dringt, weil es dünnflüssiger ist, tiefer ein als purer Leinölfirnis. Der zweite Anstrich dann mit purem Leinölfirnis.
Das ist günstig und seit einer kleinen Ewigkeit bewährt. Es gibt allerdings recht viele Menschen, die gerade auf Terpentinöl empfindlich reagieren, darum auf eine gute Belüftung bis zum Durchtrocknen achten. Viele sog. "Hartöle" enthalten leider nicht immer ganz unproblematische Härter, darum meide ich diese, wenn es nicht auf eine möglichst schnelle Trocknung ankommt.
Und bitte wie immer bei Ölen: Bitte die Gefahr der Selbstentzündung nicht vergessen! Lappen immer in einem verschlossenem Glas oder unter Wasser lagern, und aufpassen, dass keine herumliegenden Späne usw. mitgetränkt werden.
-
- Beiträge: 23
- Registriert: Mo 18. Jun 2018, 00:00
Re: Öl für eine Hobelbank
Hallo,
ich kann mich da nur anschließen. Ich habe meine Bank auch mit Tung-Öl behandelt und bin sehr zufrieden.
Es zieht wirklich tief ein und runter getropfter ausgehärteter Holzleim brauch oft nur den Fingernagel zur Entfernung.
Preislich sollte das minimal teurer sein als Leinölfirnis, diesen kannst du aber auch ohne weiteres nehmen.
Grüße aus Erfurt
Jörg
Re: Öl für eine Hobelbank
[In Antwort auf #145196]
Hallo Markus,
hier noch zwei Entscheidungshilfen:
Leinöl:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lein%C3%B6l
Tungöl:
https://de.wikipedia.org/wiki/Tung%C3%B6l
Hoffe es hilft dir. In jedem Fall kann man auf Trocknungsbeschleuniger gut verzichten! Hauptsache du wählst ein gutes Holz als Material für die Bankplatte.
Mit chemisch "veredelten" Produkten erhältst du eine schnellere Trocknung, aber des Produkt dringt nicht wirklich in den Werkstoff ein, sondern benetzt nur die
Oberfläche. Du solltest also bereit sein, Zeit zu investieren.
Bedenke immer, du baust mit einer Hobelbank ein Werkzeug. Wenn du, was vorkommen soll, beim Sägen mal abrutschtst und in die Platte sägst, ist an dieser Stelle
der Holzschutz meist eh im A..... und du kannst nacharbeiten. Das kann dann mit einem natürlichen Produkt oft besser gehen.
LG Micha
Hallo Markus,
hier noch zwei Entscheidungshilfen:
Leinöl:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lein%C3%B6l
Tungöl:
https://de.wikipedia.org/wiki/Tung%C3%B6l
Hoffe es hilft dir. In jedem Fall kann man auf Trocknungsbeschleuniger gut verzichten! Hauptsache du wählst ein gutes Holz als Material für die Bankplatte.
Mit chemisch "veredelten" Produkten erhältst du eine schnellere Trocknung, aber des Produkt dringt nicht wirklich in den Werkstoff ein, sondern benetzt nur die
Oberfläche. Du solltest also bereit sein, Zeit zu investieren.
Bedenke immer, du baust mit einer Hobelbank ein Werkzeug. Wenn du, was vorkommen soll, beim Sägen mal abrutschtst und in die Platte sägst, ist an dieser Stelle
der Holzschutz meist eh im A..... und du kannst nacharbeiten. Das kann dann mit einem natürlichen Produkt oft besser gehen.
LG Micha
-
- Beiträge: 1268
- Registriert: Mo 15. Mär 2021, 07:21
- Wohnort: Bad Laer / Remsede
- Kontaktdaten:
Re: Öl für eine Hobelbank
[In Antwort auf #145196]
Hallo zusammen,
vielen Dank für eure Antworten.
Ich habe noch viel gelesen und auch nach Preisen geschaut und werde wohl Leinölfirnis nehmen.
Es ist bewährt, leicht und schnell zu verarbeiten und für 7 bekomme ich einen Liter nach Hause geliefert.
Tungöl ist auch interessant, soll aber nach Schweinefett riechen und bildet auch eine Schicht.
Macht die Oberfläche aber sehr widerstandsfähig.
Am liebsten hätte ich reines Leinöl genommen, aber da ist mir die Wartezeit zu lange.
Es wird jetzt auch kälter, wer weiß, wie lange es zum Ölen noch warm genug ist.
Viele Grüße
Markus
Hallo zusammen,
vielen Dank für eure Antworten.
Ich habe noch viel gelesen und auch nach Preisen geschaut und werde wohl Leinölfirnis nehmen.
Es ist bewährt, leicht und schnell zu verarbeiten und für 7 bekomme ich einen Liter nach Hause geliefert.
Tungöl ist auch interessant, soll aber nach Schweinefett riechen und bildet auch eine Schicht.
Macht die Oberfläche aber sehr widerstandsfähig.
Am liebsten hätte ich reines Leinöl genommen, aber da ist mir die Wartezeit zu lange.
Es wird jetzt auch kälter, wer weiß, wie lange es zum Ölen noch warm genug ist.
Viele Grüße
Markus