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HKS brutal *MIT BILD*

Verfasst: Sa 4. Aug 2018, 21:38
von Michael Abraham

Hallo zusammen

Habe mir mal vor einigen Jahren, aus Ärger darüber das im örtlichen Maschinenverleih nur HKSen mit max. Schnitttiefe von 55 mm im Angebot waren,
diese Säge in der Bucht ersteigert, natürlich wurde dann aber nicht mehr eine Säge dieser Größe (Schnitttiefe ca. !00 mm) von mir benötigt.
Habe sie meinem Bruder geschenkt der manchmal auch an Dachstühlen „rummacht“ ;-). Sie stammt aus der DDR Produktion der Firma Fritz Gross.

Hat jemand über diese Maschine Info’s? Besonderes Interesse gilt der markierten Schraube dessen Sinn uns vorerst verschlossen bleibt.
Vermutungen gehen in die Richtung ‚Schmierung’.




Würden uns über Rückmeldungen freuen,

Grüße Michi
denn Schreiner zimmern auch feiner



Re: HKS brutal

Verfasst: Sa 4. Aug 2018, 23:19
von martin

Hallo Michi,
wenn es die Höhenlage zuläßt, könnte es zum Blockieren der Welle dienen?
Gruß
martin


Re: HKS brutal

Verfasst: So 5. Aug 2018, 11:19
von Rainer Zinserling

Hallo Michael,

zum Feststellen der Welle? Zum Feststellen der Pendelhaube in geöffnetem/zurückgeklapptem Zustand (Vorsicht !!!)?

Rainer


Re: HKS brutal

Verfasst: So 5. Aug 2018, 11:27
von Michael Abraham
[In Antwort auf #88973]
Säge wird gerade (von meinem Bruder) demontiert, Schraube dient zum lösen der Schnitttiefenverstellung.


Re: HKS brutal *MIT BILD*

Verfasst: So 5. Aug 2018, 14:56
von martin

Hallo,

durch Zufall ist mir heute eine ähnliche Säge auf dem Flohmarkt begegnet.



Selbst hier ließ sich die Funktion nicht eindeutig klären. Es gibt eine Gestängeverbindung mit dem schwarzen Handgriff links und soll angeblich zur Befestigung auf einem Balken dienen. Alles nur Vermutungen, aber vielleicht hilft Euch das Bild

Gruß
martin


Re: HKS brutal

Verfasst: Mo 6. Aug 2018, 20:59
von Falk Herrmann

,,,falls Dich die Historie interessiert:

Fritz Gross gründete 1918 in Berlin die Gross-Motorenwerke.

1943 wurde ein Teil des Berliner Unternehmens nach Neustadt verlagert. Nach dem Zweiten Weltkrieg
stellte die Firma dann Elektrohandwerkzeuge, darunter Handkreissägen, her.

1972 wurde der Betrieb zwangsverstaatlicht, nach der Wende 1990 reprivatisiert. Die damals gegründete
Fritz Gross GmbH & Co. KG konnte sich allerdings nur knapp vier Jahre am Markt behaupten. Im Januar
1994 musste sie Insolvenz anmelden.

Zwei Jahre später wagte Peter Bürger, der schon vorher im Betrieb war, einen Neuanfang mit hochwertiger
Fußbodenschleiftechnik.

Der Nachfolger ist also die FG Floortec GmbH, einer der wenigen Hersteller von Parkettschleifmaschinen.
Die Firma agiert mittlerweile im benachbarten Bischofswerda. Peter Bürger ist als einer von zwei
Gesellschaftern noch immer in der Firma. und da er inzwischen schon über 60 sein dürfte, könnten die
Chancen gar nicht so schlecht stehen, dass er Deine Frage final klären kann...;)

https://www.fg-online.net/



Mehr als positive Erkenntnisse *MIT BILD*

Verfasst: Mo 6. Aug 2018, 23:05
von Michael Abraham
[In Antwort auf #88973]
Hallo zusammen,

@ Falk das ist ja eine super Recherchequelle, saubere Journalistenarbeit ;-).

Mein Bruder hat Maschine zerlegt und gesichtet, ein wenig verharztes Fett im Sekundärbereich und das Gewinde im Gehäuse für
die Schraube (war erst nicht klar) zur Höhenverstellung muss instandgesetzt werden. Das Sägeblatt wird über ein "halbes" Planetengeriebe
angetrieben. Bei der Schnitttiefenverstellung schwenkt das sägeblattseitige Ritzel um das Motorritzel. (wenn ich da an unsere kleinen Plastikmaschinchen denke -( ).
Farbe ist in der Innenseite auch noch dran. Elektrik ist jetzt auch OK, Maschine kam ohne Stecker. Der erste Probelauf (ohne Blatt) war erst irritierend, man hörte nichts...absolute Laufruhe
Lagertausch anscheinen nicht nötig.


zerstörtes Gewinde im Gehäuse

Arretierungsstift

Planetengetriebe

Motor mit Ritzel


Wir bleiben am Ball (Säge)

Gruß von Michi und Josef (repariert alles)


Re: Museal

Verfasst: Di 7. Aug 2018, 21:25
von Konrad Holzkopp

Guuden,

Ein schönes Museumsstück, aber von der arbeismäßigen Verwendung würde ich aus Sicherheitsgründen Abstand nehmen.

GuT Holz! Justus.


Re: HKS brutal

Verfasst: Fr 17. Aug 2018, 16:28
von Matthias Fischer
[In Antwort auf #88973]
Hallo Michael

Während meiner Tischlerlehre Anfang der 90-er in Ostdeutschland haben wir mit Tellerschleifmaschinen von Fritz Gross gearbeitet. Unverwüstliche Drehstrombrocken mit hohem Eigengewicht. Alles aus Druckguss ähnlich Deiner HKS. Wenn man die aufs Werkstück setzt, sollte man einen guten Stand haben ;-). Es gibt nur einen Staubsack, der aber kaum was genützt hat, man sah ständig aus, wie ein Mehlsack. Zum Ende der Lehre wurden diese Maschinen dann von Kontaktschleifmaschinen und dgl. abgelöst, wodurch ich eine der alten Gross-Maschinen "abstauben" konnte. Habe das Teil noch heute, auch wenn ich es nicht benutze. Es läuft aber und nach dem Einschalten ist auch hier quasi nichts zu hören - absolute Laufruhe ;-)

Grüsse
Matthias