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Re: Mit oder ohne Meistertitel ...

Verfasst: Mi 3. Nov 2004, 22:15
von Dietrich

Hallo Johannes,

stimme Dir zu, das schlimme ist, die Trickser kommen am weitesten!

Mittlerweile legen sog. "Ich-AG´s" für 8 € per m2 Fertigparkett!

Wobei es oft Leute ohne Meisterbrief sind, die sich selbst versklaven.

Gruß Dietrich



Re: Mit oder ohne Meistertitel ...

Verfasst: Mi 3. Nov 2004, 22:22
von johannes tuschy

hallo dietrich, wenn ich mich selbständig machen würde, würde ich es auch so ähnlich machen wie iches beschrieben habe. ich müßte ne familie ernähren und ich wollte nicht in schönheit sterben. ab und zu nen auftrag für die seele und für den guten ruf. aber mit dem ist kein geld zu verdienen. viele grüße johannes


Re: Mit oder ohne Meistertitel ...

Verfasst: Mi 3. Nov 2004, 22:37
von Christian Aufreiter

Hallo, zusammen,

@ Johannes: Deine Erläuterungen finde ich interessant und stimme ihnen großteils zu.

Grundsätzlich habe ich den Eindruck, dass Teilnehmer (Hobbytischler) aus diesem Forum, die dann und wann Gelüste verspüren, das eine oder andere Stück zu verkaufen, weder dem professionellen Schreiner Konkurrenz bieten, noch sich auf die von Johannes geschilderten Probleme einlassen wollen. Vielmehr dürfte es darum gehen, z. B. einem Arbeitskollegen/Bekannten/Freund/etc. einen Schreibtisch, einen Schrank oder eine Kücheninsel zu bauen und für den Aufwand im Gegenzug einen kleinen "Unkostenbeitrag" zu erhalten. Wenn ich einzelnen Stimmen richtig interpretiere, soll das ohne großen bürokratischen Aufwand, ohne Bindung an komplizierte Vorschriften und bis zu einem gewissen Grad idealerweise auch noch steuerfrei ablaufen. Dass es bereits jetzt Mittel und Wege dafür gibt, mag sein. Nur wenn man dazu eine Hürde an Institutionen, Vorschriften, Kosten etc. überwinden muss, interessiert das niemanden.
Dass man seinem "Kunden" nie die tatsächliche Arbeitsleistung in Rechnung stellen kann, ist wohl den meisten klar. Dass man im Regelfall schon zeitlich gar nicht in der Lage sein wird, wirklich große Projekte durchzuziehen, leuchtet auch ein. Schließlich hat man auch einen "normalen" Job, eine Familie usw.
Aber wenn mein Hobby die Holzbearbeitung ist und das ist bei vielen doch nicht nur deshalb der Fall, weil man keinen Handwerker in Anspruch nehmen will, sondern weil man einfach Freude an der Tätigkeit hat, wieso sollte man dann damit nicht zufrieden sein, wenn man neben der Erstattung der Materialkosten, noch einen schönes "Trinkgeld" bekommt?!
Damit kann man sich zumindest hie und da eine neues Werkzeug leisten, für das man schwärmt.
Angeblich, so habe ich gehört, soll es Leute geben, die sich in ihrer Freizeit beispielsweise auf ein Fahrrad schwingen und durch die Gegend kurven. Und das völlig freiwillig und unentgeltlich.
Da wäre die Vorstellung, dass jemand sich in eine Werkstatt stellt, für einen guten Bekannten etwas baut und dafür ein "paar Euro" bekommt, beinahe krankhaft.
Oder nicht?!

Herzliche Grüße

Christian



Re: Mit oder ohne Meistertitel ...

Verfasst: Mi 3. Nov 2004, 22:43
von johannes tuschy

hallo,nööööööööööööh. es gab wohl im finanzministerium die überlegungen sowas bis zu einem gewissen grad zu erlauben. ein paar 1000 € pro jahr frei. sowas hab ich vor längerem mal in der zeit gelesen. dann könnten die nämlich auch von der umfangreichen blackwork die es gibt noch ein paar kröten abschöpfen. mir wärs egal und es wär legal wenn man seinem nachbarn nen balken zuschneidet und aushobelt. außerdem kommt für solchen kleinkram , doch sowieso kein handwerker mehr raus. vielegrüße johannes


Re: Mit oder ohne Meistertitel ...

Verfasst: Mi 3. Nov 2004, 22:55
von Christian Aufreiter

Hallo, Johannes,

danke für deinen Kommentar.
Nur um etwaige Missverständnisse aus der Welt zu schaffen, der zweite Teil meines letzten Beitrags richtete sich nicht speziell an dich, sondern sollte bloß meine Eindrücke, die ich teils im Laufe der Diskussion hier gewonnen hatte, erläutern.

Herzliche Grüße

Christian


Re: Mit oder ohne Meistertitel ...

Verfasst: Mi 3. Nov 2004, 22:56
von Dietrich

Hallo Christian, hallo Johannes,

also dem Nachbarn einen Diel aufschneiden, für so was braucht es kein Trinkgeld und schon gar kein Finanzamt!!!

Es soll aber auch Bekannte und Freunde geben, die Ihrerseits ein Fach beherrschen, da wird auch mal ne Arbeitsplatte oder Werkbankplatte gebaut, oder auch ein Gästebett, im Gegenzug werden Untergestelle für Maschinen geschweißt, oder eine Holzlagerregal, Kopierflansche sind auch teuer:-)
Sowas geht ohne einen Schein, von irgendeinem Amt.

Gruß Dietrich


Re: Mit oder ohne Meistertitel ...

Verfasst: Mi 3. Nov 2004, 22:59
von johannes tuschy

hallo,ich glaube wir verstehen uns!!!!!!!!! viele grüße johannes


Re: Mit oder ohne Meistertitel ...

Verfasst: Mi 3. Nov 2004, 23:04
von Christian Aufreiter

Hallo, Dietrich,

meine Überlegungen gingen auch über das Sägen/Abrichten eines Balkens hinaus, beispielweise schrieb ich von einem Schreibtisch.
Natürlich ist der von dir erwähnte "Tauschhandel" bis zu einem gewissen Grad praktikabel, aber Vorraussetzung ist ein entsprechender "Markt". Also derjenige, der von mir einen Schrank möchte, müsste dann im Gegenzug zur Ausführung jener Arbeiten in der Lage sein, die nicht in mein Gebiet fallen bzw. an denen ich gerade Bedarf habe. Wenn sich die Richtigen finden, ist es schön und gut, aber ansonsten haben liquide Mittel durchaus einen Sinn:-)

Herzliche Grüße

Christian



Re: Mit oder ohne Meistertitel ...

Verfasst: Mi 3. Nov 2004, 23:13
von johannes tuschy

hallo christian, es gibt die sogenannten tauschringe, da geht sowas auch über dritte. du hobelst aus , bekommst soundsoviel punkte und kannst dir davon die haare schneiden lassen oder bei der lohnsteuer helfen lassen.hab bisher nur davon gehört soll aber gut funktionieren . grüße johannes


Re: Mit oder ohne Meistertitel ...

Verfasst: Mi 3. Nov 2004, 23:17
von Christian Aufreiter

Danke für den Hinweis. Momentan kommt für mich weder die eine, noch die andere Variante in Frage, aber eines Tages .....

Herzliche Grüße

Christian