Hobelschlag ADH1626 D

Das ganze Thema rund um die Holzbearbeitung wird hier diskutiert. Die Grenzen sind hier deutlich weiter gezogen als im Handwerkzeugforum. Wenn Du nicht sicher bist, wo Dein Beitrag hingehört, ist er wahrscheinlich hier am besten aufgehoben.
justus

Re: Hobelschlag ADH1626 D

Beitrag von justus »


guude,

ich habe schon einigen große dickten das tischkippen abgewöhnt, auch einer fast neuen!!! kölle. es kommt halt darauf an, ob und wie die führungen gebaut sind.
grundsätzlich halte ich ab einem gewissen qualitätsanspruch eine 4 spindlige ausführung für die einzig brauchbare.
bei 2 oder gar 1-spindlern kann häufig das kippen auf ein ganz geringes maß reduziert werden, sollten die führungen nicht einstellbar sein ist halt frust oder nachrüsten angesagt.
brauchbar ist noch eine blockiereinrichtung für die höhenverstellung, man muß halt an deren betätigung denken.

als notbehelf kann man ein oder zwei hölzer beim einlauf am freien ende relaiv stramm hoch halten, nachdem ~ die hälfte durchgelaufen ist hält man das/die andere/n ende/n hoch.

gut holz. justus.

gut holz. justus.


Jürgen zur Horst

Re: Hobelschlag ADH1626 D

Beitrag von Jürgen zur Horst »


Hallo Justus,

Manuel kann ja noch etwas dazu schreiben, aber die ADH1626 produziert den Hobelschlag nur am Ende des Hobelvorgangs.

Tschüß Jürgen


Dirk Boehmer
Beiträge: 2638
Registriert: Di 20. Aug 2013, 13:34
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Re: Hobelschlag ADH1626 D

Beitrag von Dirk Boehmer »

[In Antwort auf #46892]
Hallo Manuel,

ich habe zwar eine grüne Elektra Beckum HC260, aber ich kann hier das
Schlagen verhindern, indem ich das gehobelte Teil frühzeitig mit den
Händen greife (auf der Auswurfseite der Maschine) und leicht anhebe,
während der Vorschub den Rest des Werkstücks weiterschiebt.

Somit verhindere bzw. lindere ich das Problem, dass nach dem Verlassen der
ersten Andruckwelle das Werkstück etwas nach oben in Richtung Messerwelle
gehoben wird, was sich im Hobelschlag zeigt.

Probiere es doch einfach mal aus...

--
Dirk



Dietrich
Beiträge: 4727
Registriert: Mo 27. Okt 2014, 22:01

Re: Hobelschlag ADH1626 D

Beitrag von Dietrich »


Hallo,

Dirk hat natürlich recht, mit ein wenig anheben oder besser entlasten von der Gewichtskraft kann man den Hobelschlag oft lindern!

Überhaupt gibt es nur sehr wenige Maschinen die mit diesem sog. Antihobelschlagpatent ausgerüstet sind.
Von "Tisch-kippen" war nie die Rede, die Metabo ADH 1626 hat einen 4-Spindeln geführten Dickentisch.

Manuel, welches Ärger hattest Du denn noch?

Übrigens die ADH 1626 wurde 1983 vorgestellt. Nach wie vor behaupte ich das sie für ihre Größe und ihr rel. geringes Gewicht eine sehr robuste Maschine ist, es gab Tage an denen ich Dutzende Rohlinge kaum unter 10 kg durchgeschoben habe, 20 Säcke Hobelspäne an einem Samstag waren soo selten nicht.

Die Nachfolgemaschine die ADH 260 die dieses Antihobelschlag-Patent verbaut hat, zeigte dafür andere Schwachstellen, bspw. den Fügeanschlag aus lackiertem Stahlblech, der recht nachgiebig ist.
Dafür hat sie einen GG-Dickentisch.
Bei meinem Holzhändler stand eine resadagrüne Dickte, ob es Kölle oder Panhans war weiß ich nicht, sie hatte um 500mm Hobelbreite und bei robuster Spanabnahme, noch dazu bei großen Längen sah man einen nicht unerheblichen Hobelschlag.

Gruß Dietrich



Walter Heil
Beiträge: 1425
Registriert: Sa 28. Jul 2012, 21:17

Re: Hobelschlag ADH1626 D

Beitrag von Walter Heil »

[In Antwort auf #46894]
Hallo Justus,

bei meiner alten Hobelmaschine tritt ein Hobelschlag beim Dickenhobeln gelegentlich auf. Dabei ist der Abstand dieses Schlags vom Brettanfang/ende sowohl vorne als auch hinten gleich dem Abstand der Transportwalzen zur Hobelwelle. Der Dickentisch ist auf zwei Spindeln gelagert, die direkt unterhalb der Messerwelle sind. Vorne und hinten sind auf jeder Seite zwei Gleitflächen am Maschinenständer, die gegen entsprechende Flächen am Dickentisch diesen führen. Auf der Einzugsseíte sind diese Flächen einstellbar. Vor zwei Jahren habe ich eine elektronische Höhenmessung am Ende des Dickentischs angebracht, die eine Auflösung von 1/100mm hat. Beim anschließenden Probehobeln konnte man beim Durchlaufen des Holzes 2-3 hundertstel mm Höhenvariation am Messgerät beobachten. Daraufhin habe ich die Tischführungen nachgestellt. Seither "steht" die Höhenanzeige. Trotzdem stelle ich ab und zu eine Markierung, wie oben beschrieben, fest. Dies tritt vor allem bei breiten Holzflächen auf. Das sind in der Regel bereits verleimte Lamellen. Die schiebe ich immer gleich durch die Dickte. Da beim Ein/ausfahren in/aus einer Transportwalze sich die Anpresskraft verdoppelt/halbiert, könnte es auch sein, dass nicht vollständig gerade/ebene Holzflächen Ursache eines Hobelschlags sind. Was nicht heißt, dass kippelige Tische auch einen Schlag verursachen können.

Gruß, Walter


Manuel
Beiträge: 166
Registriert: Di 24. Dez 2019, 13:41

Re: Hobelschlag ADH1626 D

Beitrag von Manuel »


Hallo Dietrich,
hallo auch an die anderen Leser.

Im Prinzip hab ich die ganze Maschine schon mehrmals auseinander genommen, die Spindeln/Spindelbuchsen und den Dicktentisch, nebst der Auszugswalze gewechselt. Das sind ja einige Ersatzteile, die auch ihren Preis haben...
Ich versuche mich jetzt mal daran die Federn der Walzenlager etwas strammer zu bekommen, entweder mit Unterlegscheiben, um den Federweg zu verkürzen oder evtl durch Einbau stärkerer Federn.
Meine zweite Vermutung ist ja, dass die der Hobelschlag hauptsächlich dadurch entsteht, dass die Hobelwelle selbst das Holzstück beim Schneiden minimal herunterdrückt und dann nach verlassen einer Walze durch die Rotation das Werkstück leicht angehoben wird. Man muss sich ja mal die Kräfte vorstellen, die Messer ziehen ja quasi das Werkstück zur Hobelwelle hin, wenn ich mir das richtig vorgestellt habe, allein schon wegen der Schnittgeometrie!

Aber da geb ich dir durchaus recht Dietrich, die Maschine ist äußerst robust gebaut, weswegen mich auch der notorische Hobelschlag sehr wundert. Ich habe mal die Teilelisten zwischen der ADH1626 und der HC300 verglichen, da sind gewaltige Unterschiede. Erstens mal ist die Maschine viel stabiler gebaut, das erkennt man schon an den Lagern für die Vorschubwellen, die sind 10x grob geschätzt größer! Total irre...! Und zweitens bekommt man nicht mal alle Ersatzteile für die HC, aber für die ADH1626 schon. Drum bin ich auch im großen Hoffnungsrausch der 1626 das "Schlagen abzugewöhnen"!

Die Tipps werde ich mal versuchen zu beherzigen, vielleicht ändert das ja was! Ich meine es wäre schade, weil beim Abrichten bekomm ich einen Spiegel auf das Brett gehobelt, da kann ich mich wirklich keineswegs beklagen.

Grüße
Manuel


Heiko Rech
Beiträge: 2715
Registriert: Sa 28. Jul 2012, 21:16

Über wieviel reden wir eigentlich?

Beitrag von Heiko Rech »


Hallo,

drück doch mal in Zahlen aus, über wieviel Hobelschlag wir hier eigentlich reden.

Gruß

Heiko


justus

Re: Hobelschlag ADH1626 D

Beitrag von justus »


guude,

klar, ein richtig! eingesellter 4 spindliger tischhub kann nicht wippen. klar muß auch sein, daß die federn der vorschubwalzen ein 100 x 160 mm kantholz von 6 mtr länge nach verlassen der einzugswalze nicht mehr 100%-tig auf den tisch drücken können. wie andere auch schon schrieben: werkstück unterstützen!

klar sollte auch sein, daß mit spänen zwischen werkstück und tisch kein präzises ergebnis erzielbar ist.

ebenfalls ist es möglich, daß auf der unterseite unplanes holz von beiden walzen "gerader" gedrückt wird als es eine alleine vermag.

gut holz. justus.


Manuel
Beiträge: 166
Registriert: Di 24. Dez 2019, 13:41

Re: Hobelschlag ADH1626 D

Beitrag von Manuel »


Naja, also wir reden hier schon von einem deutlich spürbaren und sehr gut sichtbaren Hobelschlag. Ich meine, es dürfte sich im 1/10 bis 1/100 mm Bereich liegen, aber das kann auch sehr ärgerlich sein, vor allem wenn man passgenaue Stücke verleimen möchte.
Bei mir tritt momentan der Hobelschlag noch kontinuierlich an Anfang und Ende des Werkstücks auf, vielleicht stimmt auch die Einstellung des Dicktentisches noch nicht, den habe ich ja gewechselt.
Ich denke ich passe eben die Einstellung nochmal genau an, messe mit der Schieblehre die Abstände sauber aus, so dass er zweifelsfrei parallel läuft.

Was mich nur wahnsinnig wundert ist, dass der Hobelschlag sogar bei KURZEN WERKSTÜCKEN auftritt, das kann doch nicht am Abkippen des Werkstücks liegen?

An den Messereinstellungen könnte es doch nicht liegen, wenn ich die Alu-Lehre am Tisch angepresst hab, wenn ich die Messer mit der Lehre einstelle, oder?

Irgendwie wurmt mich das alles zu sehr, nur schade, dass ich erst morgen wieder an die Maschien kann, momentan bin ich ja noch am Studienort, da geht nur die Theorie!

Vielen Dank schon mal.
Grüße
Manuel


Ulrich Bergmann

Re: Hobelschlag ADH1626 D

Beitrag von Ulrich Bergmann »


Kurze Werkstuecke wippen oder zittern stärker wenn sie von Ein auf Zwei-Walzen-Transport (oder umgekehrt) uebergehen.
Wie war das mit der Andruckstärke der Walzen, sind die eventuell zu agressiv eingestellt, und wie war das mit dem Hobelschlage bei unterschiedlicher Spanabnahme, siehst Du mehr wenn Du 3mm abnimmst im Vergleich mit'nem 10tel?
Gruss Uli


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