Vorstellung meiner letzten Holzprojekte

Hier werden Holzprojekte diskutiert, die vorwiegend mit Handwerkzeugen und nicht mit Maschinen realisiert werden. Hier ist auch ein Platz für traditionelle Oberflächenbehandlung von Holz. Ebenso geht es hier um klassische Handwerkzeuge zur Holzbearbeiteng, deren Bedeutung, Pflege und Gebrauch.
Andreas Winkler
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Re: Vorstellung meiner letzten Holzprojekte

Beitrag von Andreas Winkler »

Hallo ArmerHolzwerker,

beeindruckende Projekte zeigst Du, noch dazu von Hand gefertigt!
Da tropfen mir als überwiegender Spanplatten (vornehmer: Holzwerkstoff)- Schreiner schon ein wenig die Augen...
Verwendest Du Schleifpapier?

Soll keine Kritik sein, was mich jedoch immer wieder verwundert - im Netz findet man bei gezinkten Ecken sehr oft, daß Holzstärkenriß bei den Schwalben durchgeht. Und dann nicht weggeputzt oder verschliffen wird. Soll das eine Art "Gütesiegel" für Handarbeit sein?

Zu Deiner Frage mit der Rückwand:

Mußte erstmal nachschauen, was "shiplap" bedeutet, offensichtlich überfälzte Bretter.
Wie ich Dich verstehe, planst Du eine Rückwand aus einzelnen, überfälzten Brett"chen", etwa 10 mm stark, die sich seitlich in den Stollen und oben/unten in der Traversen, jeweils in einer Nut befinden.

Fände ich ungewöhnlich, als erstes habe ich an ein "Klappern" im Endzustand gedacht, dann daran, ob die Nutwange Montage und Zeit aushält.
Beides wahrscheinlich unbegründet, weil ich das so noch nie selbst gemacht und auch noch nie so gesehen habe.

Du schreibst, daß Dir die tradionelle Massivholzrückwand für eine solche Möbelgröße bekannt ist. Was hat dagegen gesprochen? Hätte sich ja in die Stollen integrieren lassen.

Gutes Gelingen!

Gruß, Andreas
Pedder
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Re: Vorstellung meiner letzten Holzprojekte

Beitrag von Pedder »

Hallo armer Holzwerker,

ganz tolle Sachen, die Du zeigst, das hat mir sehr viel Spaß gemacht beim Betrachten.

hast Du das Bild von dem Shaker Möbel selbst gemacht?
Wenn nicht, würde ich es löschen, damit hier kein Ärger droht.

Und irgend ein Name zum ansprechen wäre nett.

Liebe Grüße
Pedder
ArmerHolzwerker
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Re: Vorstellung meiner letzten Holzprojekte

Beitrag von ArmerHolzwerker »

flüsterholz hat geschrieben: Do 17. Sep 2026, 22:14 Ich sehe da keinerlei Probleme, die Rückwand als Nut und Feder zu bauen. Habe ich auch schon bei einem Bücherschrankoberteil gemacht.
Vielleicht noch als Anregung, das mittlere Brett fixieren. Oder gestalterisch, jeweils ein Brett seitlich nur genutet und eines rundherum mit Feder. Da ließe sich auch gestalterisch einiges umsetzen. Versetzte Fronten, etc
Wie wirst du die Schiebetürenführung realisieren? Japanisch?
Das mittlere Brett mit einem Holznagel oben und unten zu fixieren der durch Rahmen und Füllung geht? Danke für den Einwand mit der Gestaltung, da gibt es tatsächlich ein paar Möglichkeiten
Wenn du unter japanischer Schiebetürführung Holz-auf-Holz verstehst dann ja.
Andreas Winkler hat geschrieben: Fr 18. Sep 2026, 17:09
beeindruckende Projekte zeigst Du, noch dazu von Hand gefertigt!
Da tropfen mir als überwiegender Spanplatten (vornehmer: Holzwerkstoff)- Schreiner schon ein wenig die Augen...
Verwendest Du Schleifpapier?

Soll keine Kritik sein, was mich jedoch immer wieder verwundert - im Netz findet man bei gezinkten Ecken sehr oft, daß Holzstärkenriß bei den Schwalben durchgeht. Und dann nicht weggeputzt oder verschliffen wird. Soll das eine Art "Gütesiegel" für Handarbeit sein?

Mußte erstmal nachschauen, was "shiplap" bedeutet, offensichtlich überfälzte Bretter.
Wie ich Dich verstehe, planst Du eine Rückwand aus einzelnen, überfälzten Brett"chen", etwa 10 mm stark, die sich seitlich in den Stollen und oben/unten in der Traversen, jeweils in einer Nut befinden.
Hallo Andreas, danke für deine Rückmeldung. Letztendlich gibt es ja viele Wege. Ob Spanplatte oder Massivholz, Maschinen oder Handwerkzeugpuristen. Es geht ja darum was einem in den Lebensweg, in das Lebenskonzept passt und ob man Spaß dabei hat. Letztendlich möchte ich das Thema nicht moralisieren oder bewerten.

Ich reiße generell ziemlich viel mit dem Streichmaß und den Anreißmesser an weil ich dadurch die Genauigkeit ziemlich erhöhen konnte. Für mich hat das Stehenlassen des Risses zwei Gründe. Den einen hast du schon erwähnt. der andere ist dass es relativ aufwendig ist die ganzen Rissen zu entfernen/verputzen (im Verhältnis zum Bleistift) und ich mir auch die Arbeit damit spare.

Ich verwende die Schleifschwämme..dort gibt es ja 'nur' 3 Körnungen und mittlerweile benötige ich des öfteren nur noch die feinste Körnung.
Für mich ist das ein Prozess, bei dem es auch okay ist 'schlechtere' Oberflächenergebnisse hinzunehmen wenn es mit Ziehklinge, Stanley 80 und Putzhobel nicht so gut klappt, aber es zu probieren, anstatt immer wieder auf Schleifmöglichkeiten zurück zu greifen. Ich denke ich bin da aber auch nicht so anspruchsvoll. Wichtig ist es mir auch...eher staubfrei oder staubfreier zu arbeiten.

Genau es soll eine umlaufende Nut sein. In der dann keine Rückwand als durchgängiges Brett, sondern überfalzte oder gespundet (Nut und Feder) Bretter untergebracht sind. Ich habe aufgrund eurer Rückmeldungen noch mal Fachbücher durchstöbert und bin da auf etwas gestoßen.

Im Spannagel steht zur Herstellung von Brettflächen:
Überfälzung

Für die Herstellung von Flächen findet diese Art mehr in der Bau- als in der Möbelschreinerei Anwendung. Es werden mit ihr bei billigen Möbeln Rückwände gebildet, wobei die übereinandergeschobenen Bretter oben und unten verschraubt oder genagelt werden oder wie bei der oben beschrieben Nut- und Federverbindung als Füllungen im Rahmen liegen. auch hier ist es ratsam, die Kanten zu fasen und profilieren.
Da es ja auch Türen, Türrahmen gibt die Füllungen aus Nut und Feder haben ist es ja auch bei einer genuteten Rückwand möglich (wie ihr das ja schon angedeutet habt). Vielleicht untypisch, aber letztendlich von der Bauweise nichts anderes.
Pedder hat geschrieben: Fr 18. Sep 2026, 22:34 Hallo armer Holzwerker,

ganz tolle Sachen, die Du zeigst, das hat mir sehr viel Spaß gemacht beim Betrachten.

hast Du das Bild von dem Shaker Möbel selbst gemacht?
Wenn nicht, würde ich es löschen, damit hier kein Ärger droht.
Danke pedder für deine warmen Worte. Das Bild ist nicht von mir. Ich nehme es dann raus bzw. habe es heraus genommen.
Nachtrag: Ich kann den Beitrag nicht mehr bearbeiten, es besteht dann die Notwendigkeit dass du es für mich übernimmst.
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