EB HC 260 mit Langlochbohrvorrichtung

Das ganze Thema rund um die Holzbearbeitung wird hier diskutiert. Die Grenzen sind hier deutlich weiter gezogen als im Handwerkzeugforum. Wenn Du nicht sicher bist, wo Dein Beitrag hingehört, ist er wahrscheinlich hier am besten aufgehoben.
Antworten
MarkusB
Beiträge: 1272
Registriert: Mo 15. Mär 2021, 07:21
Wohnort: Bad Laer / Remsede
Kontaktdaten:

EB HC 260 mit Langlochbohrvorrichtung

Beitrag von MarkusB »

Hallo zusammen,

ich habe seit kurzem eine EB HC 260 mit Langlochbohrvorrichtung.
Heute habe ich die Langlochbohrvorrichtung zum ersten Mal ausprobiert.
Ich habe dafür einen normalen 10 mm Holzbohrer benutzt, um einfach nur ein Loch zubohren, kein Langloch.

Ging eigentlich ganz gut, allerdings ist der Bohrer blau angelaufen und das Bohrloch war schwarz.
Hat natürlich ordentlich gequalmt.

Meine Fragen:
1.
Kann man die Drehzahl bei der Maschine irgendwie niedriger regeln?

2.
Kann ich mit der Langlochbohrvorrichtung mit einem Zapfenschneider / Zapfenbohrer in Stirnholz Zapfen bohren oder ruiniere ich damit den Zapfenschneider / Zapfenbohrer wie meinen 10 mm Bohrer, der blau angelaufen ist?

Viele Grüße

Markus
MaxS
Beiträge: 1682
Registriert: Sa 21. Jun 2014, 02:52

Re: EB HC 260 mit Langlochbohrvorrichtung

Beitrag von MaxS »

Hallo Markus,

sofern die Maschine keine Stufenscheiben hat, ist die Drehzahl eigentlich fest. Wenn man unbedingt möchte, kann man da natürlich mit einem Umrichter elektrisch eingreifen, aber ob das sinnvoll ist? Auf brauchbare Drehzahlen für normale Holzbohrer und Zapfenschneider kommt man damit auch kaum bei ausreichend Drehmoment und Motorkühlung.

Wenn es qualmt und das Loch schwarz ist, dann passt einiges nicht. Bei den hohen Drehzahlen sollte man wohl entsprechendes Werkzeug nutzen, das wenig Reibung erzeugt und entsprechend schnell arbeiten. Von Famag gibt es eine Serie aus HSS, die für höhere Drehzahlen gemacht ist - ansonsten HM-bestückte Werkzeuge nutzen und Vorschübe entsprechend anpassen (zügig!).

Einen normalen Zapfenschneider würde ich nie (!!!) mit der Drehzahl betreiben. Selbst eine normale Langlochbohrmaschine ist dafür eigentlich zu schnell unterwegs - ich nutze die auf der Tischbohrmaschine meistens bei gemütlichen 450 Umdrehungen und bei Hartholz ist das schon mehr als ausreichend.
Allerdings habe ich aktuell nur "billige" von Edessö, bisher war mir der hochwertige Satz von Stern, Famag oder Fisch noch zu teuer. Aber auch diese teuren Ausführungen reagieren da recht ähnlich - ich habe es vor vielen Jahren unfreiwillig mitbekommen, wie es sich anhört (und riecht), wenn jemand einen Zapfenschneider auf der Langloch entsprechend missbraucht. Das Ding war danach für die Tonne, zuvor irres Gequietsche und viel blauer Rauch.

Bei meiner Scheppach hmc3200 kann ich immerhin mit "nur" 3000/min arbeiten; damit lässt sich einiges erschlagen. Allerdings wäre mir eine eigene Langlochbohrmaschine deutlich lieber - mehr Anschläge und solche mit Raster, evtl. gar Bohren in zwei Ebenen, stehendes Werkstück, größerer Tisch...
Platz wäre eine feine Sache... ;-)

Gruß
Max
Antworten