Hallo Zusammen
Ich bin bei der Suche nach einer eher kleinen, aber doch Präzisen Formatkreissäge für meine 20qm Werkstatt auf folgende Modelle Gestossen:
Holzmann TS250FL
Record Power TS250RS
Bernardo FKS 1250 N
Drei Verschiedene Marken, aber die Maschinen scheinen identisch zu sein. Kann jemand Erfahrungen mit dieser Maschine teilen? Ich würde sie in der 230v variante kaufen, für alle moglichen Sägearbeiten (Kleinere Massivholzprojekte, kleinere Platten zuschneiden, Überblattungen etc.) einsetzen.
Interessieren würde mich:
Präzision
Wie smooth läuft der Schiebeschlitten?
Wie hochwertig wirkt die Maschine?
Wie hat sich die Präzision im Laufe der Zeit verändert? lLaufen Sägeblatt, Schiebeschlitten etc. auch nach einiger Zeit noch gleich gut wie am anfang (bei Baukreissägen habe ich da schlechte erfahrungen gmeacht wie Wackelndes Sägeblatt)?
Falls jemand im umkreis von Zürich so eine Maschine hat, und ich mir diese mal ansehen / ausprobieren dürfte, wäre ich sehr froh!
Vielen Dank bereits vorab!
Fabio
Erfahrungen mit Formatkreissäge
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fabioleander
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Johannes M
- Beiträge: 1668
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Re: Erfahrungen mit Formatkreissäge
Hallo Fabio,
mit allen genannten Maschinen kann man arbeiten. Ich würde den Kauf davon abhängig machen, wo sitzt der Händler und bietet der auch Service nach dem Kauf an. Nichts ist ärgerlicher, als wenn man mit Problemen allein gelassen wird und bei diesen Budget-Maschinen kann immer was sein.
Es grüßt Johannes
mit allen genannten Maschinen kann man arbeiten. Ich würde den Kauf davon abhängig machen, wo sitzt der Händler und bietet der auch Service nach dem Kauf an. Nichts ist ärgerlicher, als wenn man mit Problemen allein gelassen wird und bei diesen Budget-Maschinen kann immer was sein.
Es grüßt Johannes
Re: Erfahrungen mit Formatkreissäge
Guten Morgen Fabio,
auch ich würde mich dem anschliessen: arbeiten kann man mit all diesen Maschinen. Meines Erachtens entsteht Qualität oder Genauigkeit in erster Linie durch die Person die arbeitet. Auch mit minderwertigem Werkzeug können schöne Dinge entstehen.
Wie Du schon schreibst sind alle drei Maschinen mehr oder weniger identisch - es ist denke ich ein offenes Geheimnis, dass sie alle aus dem selben Werk in China kommen und leiglich zum Schluss verschiedene Lackierung und Aufkleber bekommen.
Wenn Dir aber Begriffe wie 'Qualität', 'Langlebigkeit', 'Hochwertigkeit' und 'Genauigkeit' evtl. auch die langfristige Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Zubehör wichtig sind, dann lohnt es sich meines Erachtens sehr, ein paar (womöglich gar nicht mal so viele) Euronen mehr in die Hand zu nehmen und sich eine 'richtige' Maschine eines Europäischen Herstellers zu kaufen. Wenn es an den paar Euros, ah sorry, Franken fehlt, dann würde ich eine gebrauchte (aber eben 'echte') Maschine einer von Dir vorgeschlagenen auf jeden Fall bevorzugen.
Von diesen kleineren Maschinen konnte ich bisher einige Vergleichen - Robland, Hammer, Bernardo und Holzmann.
Die Unterschiede in Betracht auf die oben genannten Begriffe sind meines Erachtens vielleicht nicht unbedingt gravierend. Aber wenn es um die oben genannten Begriffe geht, dann gibt es doch deutliche Unterschiede, so deutlich, dass sich die mir bekannten Besitzer der China Maschinen regelmässig mit dem Gedanken spielen doch noch um zu steigen. Schon das alleine wäre mir Grund genug.
Mit meinen neu gekauften Maschinen (Hammer und Logosol) durfte ich die Erfahrung machen bei Problemen eine Techniker (einen, der diese Maschinen baut, nicht nur vertreibt) ans Telefon zu bekommen, der so lange drann geblieben ist, bis das Problem behoben war.
Wie auch immer Du Dich entscheidest, ich wünsch Dir viel Spass beim Sägen.
Grüsse aus dem Norden.
auch ich würde mich dem anschliessen: arbeiten kann man mit all diesen Maschinen. Meines Erachtens entsteht Qualität oder Genauigkeit in erster Linie durch die Person die arbeitet. Auch mit minderwertigem Werkzeug können schöne Dinge entstehen.
Wie Du schon schreibst sind alle drei Maschinen mehr oder weniger identisch - es ist denke ich ein offenes Geheimnis, dass sie alle aus dem selben Werk in China kommen und leiglich zum Schluss verschiedene Lackierung und Aufkleber bekommen.
Wenn Dir aber Begriffe wie 'Qualität', 'Langlebigkeit', 'Hochwertigkeit' und 'Genauigkeit' evtl. auch die langfristige Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Zubehör wichtig sind, dann lohnt es sich meines Erachtens sehr, ein paar (womöglich gar nicht mal so viele) Euronen mehr in die Hand zu nehmen und sich eine 'richtige' Maschine eines Europäischen Herstellers zu kaufen. Wenn es an den paar Euros, ah sorry, Franken fehlt, dann würde ich eine gebrauchte (aber eben 'echte') Maschine einer von Dir vorgeschlagenen auf jeden Fall bevorzugen.
Von diesen kleineren Maschinen konnte ich bisher einige Vergleichen - Robland, Hammer, Bernardo und Holzmann.
Die Unterschiede in Betracht auf die oben genannten Begriffe sind meines Erachtens vielleicht nicht unbedingt gravierend. Aber wenn es um die oben genannten Begriffe geht, dann gibt es doch deutliche Unterschiede, so deutlich, dass sich die mir bekannten Besitzer der China Maschinen regelmässig mit dem Gedanken spielen doch noch um zu steigen. Schon das alleine wäre mir Grund genug.
Mit meinen neu gekauften Maschinen (Hammer und Logosol) durfte ich die Erfahrung machen bei Problemen eine Techniker (einen, der diese Maschinen baut, nicht nur vertreibt) ans Telefon zu bekommen, der so lange drann geblieben ist, bis das Problem behoben war.
Wie auch immer Du Dich entscheidest, ich wünsch Dir viel Spass beim Sägen.
Grüsse aus dem Norden.
Re: Erfahrungen mit Formatkreissäge
Hallo Fabio,
Ich habe seit einigen Jahren die Bernardo FKS 1600N, die weit verbreitet ist. Man kann damit schon arbeiten, aber wenn ich damals gewußt hätte, was ich im Laufe der Jahre an kleinen und mittleren Fehlern herausgefunden habe, hätte ich sie mir nicht gekauft und wäre z.B. bei einer Hammer gelandet. Der Auslegertisch, der am Schiebetisch angebaut wird, war bei mir eine geschweißte Berg und Tal-Bahn, eigentlich nicht zu gebrauchen, ich habe mir den Auslegertisch aus Item Profilen neu aufgebaut. Außerdem schwenkt bei meiner Säge das Sägeblatt beim hochkurbeln nach rechts (ca 1-2mm), was den Freischnitt bei unterschiedlichen Sägeblatthöhen eigentlich nicht richtig einsetllbar macht (das ist der eigentlich größte Fehler an meiner Maschine).
Tu Dir einen Gefallen und kauf "eine Nummer" besser, sonst läufst Du Gefahr, dass Du so ein Montagsgerät erwischt wie ich.
Grüße
Ebe
Ich habe seit einigen Jahren die Bernardo FKS 1600N, die weit verbreitet ist. Man kann damit schon arbeiten, aber wenn ich damals gewußt hätte, was ich im Laufe der Jahre an kleinen und mittleren Fehlern herausgefunden habe, hätte ich sie mir nicht gekauft und wäre z.B. bei einer Hammer gelandet. Der Auslegertisch, der am Schiebetisch angebaut wird, war bei mir eine geschweißte Berg und Tal-Bahn, eigentlich nicht zu gebrauchen, ich habe mir den Auslegertisch aus Item Profilen neu aufgebaut. Außerdem schwenkt bei meiner Säge das Sägeblatt beim hochkurbeln nach rechts (ca 1-2mm), was den Freischnitt bei unterschiedlichen Sägeblatthöhen eigentlich nicht richtig einsetllbar macht (das ist der eigentlich größte Fehler an meiner Maschine).
Tu Dir einen Gefallen und kauf "eine Nummer" besser, sonst läufst Du Gefahr, dass Du so ein Montagsgerät erwischt wie ich.
Grüße
Ebe
Re: Erfahrungen mit Formatkreissäge
Eine youtube suche auf modifikatzionen ist oft das erste was ich mache wenn ich eine maschine suche. Es zeigt schwachpunkte. Hier ein video (English)
Wo die maschine gebaut ist ist weniger interessant als wie gut der vertieb ist, grosses teile lager, einfach nach bestellen. Record Power hat keinen schlechten namen, ist aber auch nicht das nonplusultra. Die maschine in dieser version gibt es mindestens seit 2010.
Wo die maschine gebaut ist ist weniger interessant als wie gut der vertieb ist, grosses teile lager, einfach nach bestellen. Record Power hat keinen schlechten namen, ist aber auch nicht das nonplusultra. Die maschine in dieser version gibt es mindestens seit 2010.
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fabioleander
- Beiträge: 2
- Registriert: Mi 25. Mär 2026, 18:30
Re: Erfahrungen mit Formatkreissäge
Vielen Dank schon mal für eure Antworten!
Habt ihr denn empfehlungen für Maschinen, die in der Qualität 1-2 nummern Besser sind, von der grösse her aber etwa dasselbe? Die meisten Gebrauchtmaschinen, die ich finde, sind mir einfach zu gross... Ich muss die Maschine durch 90 cm türen bekommen, daher sollte man sie Auseinandernehmen können, wie eben die von mir genannten Chinamaschinen. Am liebsten wäre mir, wenn der Schiebetisch etwas breiter wäre, der Auslegearm dafür etwas kleiner. Das ganze noch in 230 Volt, dann würde ich schon etwas mehr dafür bezahlen, wenn die Qualität auch anstöndig ist. Aber bei all diesen Ansprüchen fällt es mir schwer, ein geeignetes Gerät zu finden (Sowohl neu als auch gebraucht).
Danke und Gruss
Fabio
Habt ihr denn empfehlungen für Maschinen, die in der Qualität 1-2 nummern Besser sind, von der grösse her aber etwa dasselbe? Die meisten Gebrauchtmaschinen, die ich finde, sind mir einfach zu gross... Ich muss die Maschine durch 90 cm türen bekommen, daher sollte man sie Auseinandernehmen können, wie eben die von mir genannten Chinamaschinen. Am liebsten wäre mir, wenn der Schiebetisch etwas breiter wäre, der Auslegearm dafür etwas kleiner. Das ganze noch in 230 Volt, dann würde ich schon etwas mehr dafür bezahlen, wenn die Qualität auch anstöndig ist. Aber bei all diesen Ansprüchen fällt es mir schwer, ein geeignetes Gerät zu finden (Sowohl neu als auch gebraucht).
Danke und Gruss
Fabio
Re: Erfahrungen mit Formatkreissäge
Hallo Fabio,
eine 90er Tür (sprechen wir von der lichten Weite oder der Breite der Maueröffnung?) ist eigentlich kein großes Hindernis. Meine Maka KS1400, die doch etwas größer ist als die von Dir genannten, ist durch eine solche Tür mit etwas unter 90cm lichter Weite in den Keller gekommen.
Im Metallbereich gibt es Enthusiasten, die auch größere Maschinen "einfach" in Einzelteile zerlegen und dann nach der Einbringung wieder zusammensetzen. Wenn es der Durchgang erlaubt, sind übrigens Klavier/Tresortransportfirmen mit solchen Problemen gut vertraut.
Ich kann Dir auch nur dazu raten, eine Maschine anzuschaffen, die keine eigene Baustelle aufgrund ihrer Fertigungsqualität wird. Wenn Du etwas Geduld hast und den vermutlich langen Weg in Kauf nehmen magst - Ulmia hat mal sehr schöne kleine Formatsägen gebaut. z.B. die KS2. Die sind aber extrem gesucht. Neu gibt es von SCM/Holzkraft was kleines, von Hammer und Robland wohl auch und moretens, jetzt woodmizer, baut eine nette kleine Formatsäge (PS315). Die könnte aber evtl. schon zu groß sein.
Ist der 230V-Anschluss fest im Pflichtenheft? Und muss es eine Formatsäge mit Schiebeschlitten sein? Beides schränkt die Auswahl in der Kompaktklasse doch sehr ein, denn ohne Formatschlitten und mit 400V gibt es einige Maschinen von Frommia, Ulmia, Rapid und sicher noch einigen weiteren, die auch auf wenig Platz sehr soliden Maschinenbau bieten und dementsprechend dauerhaft funktionieren.
Wenn die Maschine nicht nur für kurze Zeit genutzt werden soll, würde ich auf jeden Fall Ausschau nach einer solide gebauten Maschine halten. In der Schweiz baut Reinhard wohl das Beste, was man als kompakte Tischkreissäge bekommen kann und manchmal gibts sowas auch auf ricardo.ch.
Die von Dir genannten Modelle würde ich mir nicht antun. Ich verstehe, dass z.B. eine 60 Jahre alte Formatsäge, die schon viele Kubikmeter Holz gesehen hat, an einigen Stellen wirklich nicht mehr neuwertig ist und die Lager vielleicht auch mal getauscht werden sollten. Und eine günstigere Maschine fürs Hobby ist natürlich keine Martin mit zwei Tonnen Masse und 550er Blatt. Ich sehe aber nicht ein, dass eine Neumaschine so schlecht gefertigt ist, dass man selbst bei Messe-Ausstellungsmaschinen erst mal mit der groben Feile oder Flex Grate beseitigen sollte und der Schlitten läuft wie ein Sack Nüsse. Das kann nichts Gutes werden. Und klar, ein guter/erfahrener Anwender kann viele Unzulänglichkeiten ausgleichen, aber das kann nicht das Ziel einen Maschinenkaufs sein - und auch der beste Anwender stößt irgendwann an Grenzen.
Grüße
Max
eine 90er Tür (sprechen wir von der lichten Weite oder der Breite der Maueröffnung?) ist eigentlich kein großes Hindernis. Meine Maka KS1400, die doch etwas größer ist als die von Dir genannten, ist durch eine solche Tür mit etwas unter 90cm lichter Weite in den Keller gekommen.
Im Metallbereich gibt es Enthusiasten, die auch größere Maschinen "einfach" in Einzelteile zerlegen und dann nach der Einbringung wieder zusammensetzen. Wenn es der Durchgang erlaubt, sind übrigens Klavier/Tresortransportfirmen mit solchen Problemen gut vertraut.
Ich kann Dir auch nur dazu raten, eine Maschine anzuschaffen, die keine eigene Baustelle aufgrund ihrer Fertigungsqualität wird. Wenn Du etwas Geduld hast und den vermutlich langen Weg in Kauf nehmen magst - Ulmia hat mal sehr schöne kleine Formatsägen gebaut. z.B. die KS2. Die sind aber extrem gesucht. Neu gibt es von SCM/Holzkraft was kleines, von Hammer und Robland wohl auch und moretens, jetzt woodmizer, baut eine nette kleine Formatsäge (PS315). Die könnte aber evtl. schon zu groß sein.
Ist der 230V-Anschluss fest im Pflichtenheft? Und muss es eine Formatsäge mit Schiebeschlitten sein? Beides schränkt die Auswahl in der Kompaktklasse doch sehr ein, denn ohne Formatschlitten und mit 400V gibt es einige Maschinen von Frommia, Ulmia, Rapid und sicher noch einigen weiteren, die auch auf wenig Platz sehr soliden Maschinenbau bieten und dementsprechend dauerhaft funktionieren.
Wenn die Maschine nicht nur für kurze Zeit genutzt werden soll, würde ich auf jeden Fall Ausschau nach einer solide gebauten Maschine halten. In der Schweiz baut Reinhard wohl das Beste, was man als kompakte Tischkreissäge bekommen kann und manchmal gibts sowas auch auf ricardo.ch.
Die von Dir genannten Modelle würde ich mir nicht antun. Ich verstehe, dass z.B. eine 60 Jahre alte Formatsäge, die schon viele Kubikmeter Holz gesehen hat, an einigen Stellen wirklich nicht mehr neuwertig ist und die Lager vielleicht auch mal getauscht werden sollten. Und eine günstigere Maschine fürs Hobby ist natürlich keine Martin mit zwei Tonnen Masse und 550er Blatt. Ich sehe aber nicht ein, dass eine Neumaschine so schlecht gefertigt ist, dass man selbst bei Messe-Ausstellungsmaschinen erst mal mit der groben Feile oder Flex Grate beseitigen sollte und der Schlitten läuft wie ein Sack Nüsse. Das kann nichts Gutes werden. Und klar, ein guter/erfahrener Anwender kann viele Unzulänglichkeiten ausgleichen, aber das kann nicht das Ziel einen Maschinenkaufs sein - und auch der beste Anwender stößt irgendwann an Grenzen.
Grüße
Max