Handbehauene Raspeln von Liogier

Handwerkzeugforum für Holzwerker

Re: selbstgemachte Holzgewinde an einer Hobelbank

Hallo Fabien,

danke für Deine Nachricht.
Das geschilderte Problem sowie die vermutete Ursache klingt plausibel, aber da bin ich mir auch nicht sehr sicher.
Ich denke die Spindeln zu hobeln ist gut machbar, ich habe mir selbst mal 19mm Rundstäbe für Aufsätze für die Hobelbank gehobelt. Ein konkaver Schabhobel könnte auch helfen. Das letzte Quäntchen zu schleifen, wäre meines Erachtens auch nicht verwerflich.

Ich bin dann nochmal mit dem Gewindebohrer von beiden Seiten durch und jetzt laufen die Spindeln schon wirklich gut. Ohne großen Widerstand, ohne quietschen. Ich stelle die Zwinge auch in Kürze noch vor, sobald sie die letzte Ölung erhalten hat.
Ob das Gewinde erst gut läuft und später dann klemmt, kann ich leider nicht sagen - obwohl ich das Werkzeug schon vor einiger langer Zeit gekauft habe, sind das nun meine allerersten Gewinde gewesen.
Ja ich habe die Spindeln in Öl eingetaucht. Dazu habe ich rohes Leinöl (kein Firnis) genommen - denke aber was anderes geht genauso, auf Youtube hab ich jemanden gesehen, der irgendein Weißöl genommen hat. Rein subjektiv ohne Vergleichsmöglichkeit hat das 2 tägige Tauchen sehr viel gebracht - ich hatte quasi keine Ausbrüche. Das Innengewinde ist nicht ganz so schön geworden. Das war aber auch nur einen halben Tag "getaucht". Da hab ich die Bohrungen mit Klebeband abgedichtet, was natürlich nicht dicht geblieben ist.

Ich benutze diese Wachsmischung:
1 Teil Carnaubawachs
2 Teile Bienenwachs
6 Teile Balsam-Terpentin

gefunden auf
http://www.wikidorf.de/reintechnisch/Inhalt/HolzOelenRezepte
Da gibt es allerlei Wissenswertes, wer gerne Text liest.
Nach einiger Zeit ist die Mischung recht fest, fast krümelig. Man könnte etwas mehr Terpentin nehmen, um wieder eine pastöse Konsistenz zu erreichen, man muss den Geruch mögen (und nicht literweise einatmen). Ich mag ihn.

also schönes Wochenende und bis bald

Johannes

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