woodworking.de - werkstattbilder

 
klick Homepage Hauptseite Werkstattbilder klick Forum

Werkbank von Uli Schiekofer in Eichstätt 29.06.2005

Email Email an Uli Schiekofer
Uli Schieköfer Hier ein paar Bilder meiner soeben fertiggestellten Werkbank. Ich habe nach intensivem Studium des Workbench Book beschlossen, mir eine multifunktionale Werkbank, eben keine Hobelbank, zu bauen. Deshalb fiel als erstes die Beilade weg (auch Nestlade genannt, da sich zu einem abgelegtem Gegenstand sehr schnell viele andere gesellen und ein wunderschönes und sehr dauerhaftes Nest bilden, von Staub und Spänen ganz zu schweigen). Ich besorgte mir die geplante Hardware, zunächst die Emmert Kopie aus Taiwan und den Veritas Twin Vise.
Uli Schiekofer

Uli Schiekofer

Dann bekam ich nach einem Gespräch bei Dieter im Laden mit, in den ich mich zu meiner grossen Freude bei einer Schulfahrt abseilen konnte, dass die Record-Schraubstöcke nicht mehr gebaut werden, und so musste eines der letzten Exemplare dieser zu Ende gegangenen Ära in Form eines Record 52 1/2 mit zurück zu mir nach Bayern.

Nach Holzbeschaffungsmaßnahmen in Form von schönen Buchenbohlen ging es endlich ans Bauen.

Die Platte wurde 200x67x6,7 gross. Die Arbeitshoehe komfortable 94 cm. Die Fuesse wurden aus 6,7x6,7 Balken gebaut, lediglich der Fussbalken ist 14,7 x6,7, in den die vertikalen Balken komplett durchgezapft und mit Keilen verleimt wurden. Auch durch die obere Strebe wurde durchgezapft und verkeilt. Die Fussteile wurden mit 6,7x3,7 Verbindungstreben und den Veritas Bench Bolts miteinander verbunden.

Diese Emmert Kopie ist wirklich toll. Nicht nur, daß der Schraubstock um 360 Grad gedreht werden kann, er kann zusätzlich auch um 90 Grad gekippt werden, bis er quasi auf der Platte liegt. So gibt es praktisch keine Spannvariation, die der Emmert nicht abdecken kann. Zusätzlich kann man noch die Backen zueinander in beide Richtungen schräg stellen für konische Werkstücke.

Uli Schiekofer

Der Emmert wurde noch mit Holzbacken versehen. Die habe ich dauerhaft verschraubt, was zwar den Gebrauch der auf der Unterseite angebrachten, für Metallarbeiten gedachten Einheit verhindert, jedoch wird die für kleine bzw. filigrane Holzarbeiten benutzt. Und fuer Metallarbeiten ein Schraubstock oder ein Feilkloben verwandt.

Uli Schiekofer

Dann wurde der Veritas Twin Vise angebracht, die hintere Backe mit den mitgelieferten Bolzen in Langlöchern an die Platte geschraubt.

Uli Schiekofer Twin Vise im geöffneten Zustand.
Uli Schiekofer

Der Record wurde auf der gegenueberliegenden Stirnseite angebracht, um auch zusaetzlich in den Raum hineinspannen zu können oder so. Auf jeden Fall ist die Schnellverstellung genial und erklärt, warum dieser Tischlerschraubstock das Maß aller Dinge auf der ganzen Welt war. Auch den Record habe ich mit Backen versehen, die hintere Backe so, dass sie bündig und ohne Schlitz mit der Platte ist.

Uli Schieköfer

Dann ging es ans Bohren der 3/4 inch Löcher für die Veritas Bankhaken, sowie deren Wonder Dog´s und Hold Downs. Einen Teil der Platte habe ich nicht verlöchert um dort auch mal z.B zu zeichnen oder Elektronik Arbeiten zu machen ohne dass dauernd was durch Löcher kullert. Allerdings reichen die Loecher auch um alle gängigen Masse zu spannen.

Die Werkbank wurde schliesslich mit Leinos Hartoel oberflaechenbehandelt. Die Platte habe ich ähnlich wie die Ulmia Bänke (hier sind es allerdings nur 2 Duebel, mit zwei 12er Schrauben (also pro Fuss eine) verschraubt. Da das Gewicht der Schraubstoecke ziemlich Hoch ist und ich der Gefahr vorbeugen moechte, dass die Platte irgendwann durch die ca. 55 Kilo zu haengen anfängt habe ich noch einen Stützfuss unter den Schraubstoecken angebracht. Was noch fehlt ist der Unterschrank und noch ein verschiebbarer Halter für lange Werkstücke, aber man muss ja noch was vor haben. Jetzt kommen erst mal die Kinderzimmer dran sonst kriegt meine Frau einen Anfall ....

Archiv! Neue Werkstattbilder im Woodworking Blog