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Werkstatt von Thomas Sauer 09.05.2005

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Nachdem ich mehr als ein Jahr das Forum genossen haben, möchte ich als Anfänger ebenfalls meine bescheidenen Taten meinen Kollegen vorstellen.

Meine Holzwerkstatt hat gerade 16 m2, ist mit Handwerkzeugen, einer Tischkreissäge und einer Wippdrehbank ausgestattet. Hier mache ich alles, was so benötigt wird oder wozu ich gerade Lust habe - ein richtiger Ort der Entspannung.

In Zukunft Tische, Betten, Coach und Stühle herzustellen ist mein Ziel, aber soweit bin ich noch nicht - man lernt jeden Tag dazu.

Thomas Sauer

Die Hobelbank, ist aus feinjähriger, luftgetrockneter Fichte mit stehenden Jahresringen und mit eine Frontauflage aus Buche als Kantenschutz samt 2 Tischlerschraubstöcken.

Ein klassisches Beispiel der ersten Arbeits/Hobelbank für den Beginn, bevor man eine richtige baut. Sämtliche Teile, Untergestell und Platte sind mit der Hand gehobelt. Auf dem Tisch habe ich 2 Möglichkeiten, den Niederhalter von Rekord zu befestigen. Auf der Unterseite der Bankplatte habe ich im Bereich des Untergestells Gratleisten angebracht und mit dem Untergestell verschraubt. Die Verbindung der beiden Rahmen des Untergestells ist mit durchgehenden Gewindestangen, die in verdecken Nuten laufen, verbunden.

In Summe hat die Bank ca. 90 kg eine Breite von 650 mm und eine Länge von 2 m bei einer Arbeitshöhe von 1,07 m.

Die Griffe des Unterbautisches sind auf der Wippdrehbank hergestellt. Der Unterbau ist ebenfalls aus Leimholz Fichte zusammengezimmert, kein Prunkstück, sondern aus Platzmangel ein Ort, an dem ich meine Werkzeuge aufbewahre.

Thomas Sauer

Der Werkzeugschrank ist nichts besonderes, aus Leimholz Fichte verleimt. Größe 800mm x 800 mm x 300 mm. Vorteil ist,daß ich die Doppelhobel einfach nach jedem Arteitsgang hineinstellen kann bzw. jederzeit griffbereit habe. Die Hobeleisen und Ziehklingen im linken Teil sind ebenfalls immer griffbereit. Raubank von Clifton, mein Spezialist für astiges Holz, die ECE Raubänke für allgemeine Arbeiten auf großen Flächen (Grob 48mm Eisen und Feinbearbeitung 60mm Eisen). Im unteren Bereich, die No 4 und Doppelhobel mit verschiedenen Einstellungen zum Putzen und zur Grobbearbeitung etc.. Mehrer No. 4 zu besitzen finde ich angenehm, da man einmal das Hobeleisen für den Speziellen Zweck einstellt und nicht immer das mühsam eingestellte Eisen verstellen muß.

Im oberen Bereich ist ein kleiner Klüpfel aus Kirsche, sowie ein Holzhammer mit rundem Kopf, auf der Wippdrehbank hergestellt.

Thomas Sauer Der Schemel ist aus Birke mit gedrechselten Beinen. Einzige Schwierigkeit beim Hobeln war das Putzen der Oberfläche, da es immer wieder Aufriss gab, dies habe ich mit feinster Einstellung des Putzhobels, zufriedenstellend erledigt. Die Anmerkung meiner Frau zur Oberfläche war, ob ich nicht eine "Folie" aufgeklebt hätte, weil es wirklich spiegelt!!!
Thomas Sauer

An der Wippdrehbank seht Ihr die ersten Versuche eine Schale zu drechseln. Abweichend von den üblichen Methoden, arbeite ich mit einer langen Gewindestange M 16, die ca. 30 cm aus der linken Backe heraussteht. ( bei der nächsten Version werde ich auf eine M 24 Gewindestange übergehen)

Die Außenseite der Schale, habe ich mit einem Schweifhobel geschlichtet, unkonventionell, aber brauchbar. Ich finde, eine Wippdrehbank gehört in jede Hobbytischlerwerkstatt, wenn man keine richtige Drechselbank besitzt. Speziell für die Anfertigung von einfachen Klüpfel und Holzhämmern, Feilgriffe, Stemmeisengriffe, Düppel, Griffe für Gestellsägen etc. kann man sie gut einsetzen. Die wichtigsten Drechselwerkzeuge, wie eine Schruppröhre mit 31 mm, ein 40mm Stemmeisen zum Schlichten, eine Schalendrehröhre 12 mm, eine engl. Drehröhre mit 10 oder 13 mm, ein Schräger Drehstahl mit 19 bis 25 mm reichen, um das meiste anzufertigen.
Thomas Sauer Der Schleifplatz mit der Tomek steht noch auf meinem Metallarbeitsplatz. Die Tormek benutzte ich früher sehr oft, jedoch seit ich mit Wassersteinen schärfe bzw. einem Ledersteichriemen zum mehrmailgen Abziehen verwende, ist der Schärfaufwand wesentlich geringer geworden. Meine Hobeleisen ziehe ich 2-3 Mal mit dem Lederstreichriemen ab, Zwischenschärfen auf dem 1000er Cerax Wasserstein, den ich nur empfehlen kann. Mit meinem 6000er konnte ich mich bisher nicht recht anfreunden, aber zum Abziehen habe ich meinen Lederstreichriemen.

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