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Werkzeugschrank von Marc Waldbillig in Luxemburg 19.03.2005

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Anlass zu diesem Schrank war Platzmangel. Meine schönen Handwerkzeuge lagen auf der Werkbank rum und verstopften mir die Arbeitsfläche. Aus 4 Nussbaum-Brettern hab ich mir einen Korpus zusammengezinkt. Das Innere des Schranks ist flexibel eingerichtet, so kann ich die Rückwand, das Stechbeitelbrett und das Regal mit den Block- und Profilhobeln gegen anderes austauschen. Nach der Diskussion im Forum hab ich noch mal ein paar Bücher durchforstet und hab gemerkt, dass die Japaner ihre Beitel waagerecht lagern (s. Toshio Odate) Das hat mir gefallen und ich wollte sie auch schon jeweils auf 2 Dübel legen. Doch sollten die Beitel auch bei ausgeklapptem Rahmen zugänglich sein. Also mussten sie drehbar werden. Dazu hab ich ein Brett aufgetrennt und auf eine der Innenseiten Quernuten eingestemmt, die jede Schneide mit einem Millimeter Spiel einfassen. Danach hab ich das genutete Brettchen zu einer Längsseite hin abgeplattet. Da die Beiteleisen vorne dünner sind als hinten passen sie nur bis zu einem Punkt durch die Nuten und werden da gestoppt. Ach ja, die Nuten sind nicht rechtwinklig zur Längsseite, sondern ein paar Grad mehr. Die 2 Bretter wurden wieder miteinander verleimt und schon hat man Taschen durch die kein Beitel rutschen kann.
Dann werden in beide Hirnholzenden der "Taschenleiste" und in den Rahmen Löcher gebohrt und Dübel eingesetzt, so kann man die Leiste drehen. Ach ja, die Dübel werden nur unten angeleimt, d.h. der untere Dübel im Rahmen und der obere in der Leiste. Dann das Loch oben im Rahmen tiefer bohren. So kann man die Leiste bei Bedarf herausnehmen, indem man sie noch oben schiebt und dann das untere Ende seitlich am Rahmen nach unten zieht. Die nicht eingeleimten Dübelenden werden mit Wachs eingerieben.
Hier noch ein Bild. Es zeigt den Schrank mit ausgeklapptem Stechbeitelbrett. Wie man sieht, muss oben links noch kräftig Schätzchen gehortet werden. Die Bankhobel sitzen auf einer Querstrebe auf, deren obere Längsseite, leicht nach hinten angefast, die Hobelsohlen aufnimmt.

Die Blockhobel liegen in einzelnen Fächern, weil sie unförmig sind und so schnell und sicher untergebracht sind. Auf Höhe der Schneiden hat das Brett, auf dem die Blockhobel liegen, eine minimal tiefe Hohlkehle.

Der Korpus besteht aus 30 mm Brettern, die mit Schwalbenschwänzen gezinkt sind. Das Holz ist noch im Rohzustand und muss noch geputzt und geölt werden. Die Rückwand hab ich aus 12 mm Brettchen überfälzt und von hinten in einen Falz geschraubt, damit ich sie bei Bedarf auswechseln kann. Die Profilhobel stehen um das heraus, um das sie später in die Tür hineinragen werden. So wird der Korpus nicht unnötig tief und ich muss nicht zu viele Rahmen einbauen.

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