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Werkstatt von Friedrich Kollenrott in Extertal    31.12.2003

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Meine Werkstatt im Keller unseres Einfamilienhauses ist 4x4 m groß (Deckenhöhe mit 2,30m deutlich mehr als üblich, darauf haben wir zum Glück beim Bau geachtet). Ich habe in den letzten Jahren meine Ausrüstung erheblich verbessert: Hobelbank durch neue ersetzt, zusätzliche (teils alte, teils neue) Hobel, Lochbeitel, bessere Kreissäge u.s.w.

Friedrich Die Kreissäge ist neben den Handwerkzeugen unentbehrlich, als weitere regelmäßig benutzte Maschine wäre noch die Säulenbohrmaschine zu nennen. Die Elektrohandwerkzeuge werden mit Ausnahme der Handbohrmaschine kaum noch gebraucht.
Friedrich Unter und vor der Hobelbank habe ich einen Fussboden aus OSB- Platten auf Weichfaser- Dämmplatten verlegt, gegen kalte Füße und Schäden an heruntergefallenen Werkzeugen. Um die Luftfeuchtigkeit in dem an sich trockenen Keller auch im Sommer niedrig zu halten, benutze ich einen Raumluftentfeuchter (Kältetrockner).
Friedrich Ich selbst bin Jahrgang 47, also (wie zweifellos auch der Augenschein bestätigt) im besten Alter für einen jungen Mann, außerdem Maschinenbauingenieur und Dozent an einer Fachhochschule in Lemgo.

Leider (oder glücklicherweise, wie man will) ist mir das Vertrauen in die segensreiche Wirkung des technischen Fortschrittes nur noch in Teilbereichen erhalten geblieben. Mit umso größerer Freude sehe ich, dass nicht nur rückwärtsgewandte alte Säcke sich für traditionelle Handwerksarbeit begeistern können.

Ich habe schon als Kind gern mit Holz gearbeitet und das auch im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten immer weiter betrieben. Modellflugzeuge, Spielzeuge, einfache Möbel....."Gepackt" (was Holzbearbeitung von Hand betrifft) hat es mich eigentlich vor etwa 10 Jahren mit den ersten japanischen Handwerkzeugen. Die herrschen in meiner Werkstatt aber nicht vor, japanisch sind da vor allem die Sägen, ein paar eher seltener benutzte Stecheisen und die Wassersteine. Meine Bevorzugung eiserner Hobel (meine Lieblingswerkzeuge) und mein Beharren auf der Benutzung des Messschiebers (Schieblehre) bei der Holzbearbeitung sind wohl auf maschinenbauliche Prägung zurückführbar.

Friedrich Besondere Freude macht es mir (das ist im Forum möglicherweise nicht verborgen geblieben), die Schärfe meiner Werkzeuge zu perfektionieren.
Meine Möbel sind Eigenentwürfe, nie Nachbauten, vor allem keine Nachbauten alter Möbel. Nach einer langen Leimholzperiode wage ich mich seit etwa zwei Jahren auch an die Verarbeitung von Sägeware. Brettflächen werden wo erforderlich aus selbstgemachtem Leimholz in der jeweils erforderlichen Dicke hergestellt. Mein aktuelles Werkstattprojekt (neben gelegentlichen anderen Kleinigkeiten) ist seit gut einem Jahr der Bau einer neuen Küchenmöblierung, alles aus Massivholz mit gezapften Gestellen, gezinkten Schubladen und was noch so dazugehört. Verwendete Hölzer sind Ahorn und Birke. Abgerichtet wird mit der Raubank, aufgesägt mit der Kreissäge, alle weiteren Arbeitsgänge dann mit Handsäge, Stecheisen, Hobeln. Es zieht sich hin.

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