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Bandsägenführungen

Dreirollenführung

Das bekannteste und heute in den meisten universellen Holzbandsägen anzutreffende System. Hier gibt es frappierende Qualitätsunterschiede.

Die hochwertigste und einzige bedenkenlos empfehlbare Führung dieser Bauart ist die APA - Führung (jetzt APA2), die sauber und präzise verarbeitet ist, eine exakte Einstellung ermöglicht und sich auch nicht während großer Belastung öffnet. Der Standard in der Profiklasse.

Auch recht weit verbreitet ist die italienische GL456 Führung. Diese ist nicht so präzise wie die APA verarbeitet, die Rückenrolle ist genauso klein wie die seitlichen Führungsrollen, was dem Band nicht wirklich gut tut. Die Seitenrollen sind mit Kontermutter einzustellen, bei hoher Belastung lockern sich diese jedoch, was mehr als nervtötend sein kann. Man nehme die Situation an, dass man gerade mit 30cm Schnitthöhe auftrennt und plötzlich lockert sich die Führung. Im günstigsten Fall kann man das Werkstück vorsichtigst zurückziehen und Führung wieder festziehen, im schlimmsten Falle reisst das Band. Diese Führung ist meiner Meinung nach nur für den eher leichten Einsatz oder für niedrigere Präzisionsanforderungen geeignet, für höhere Anspruche an Präzision und schwerere Einsätze sollte ein Austausch in Erwägung gezogen werden.

Dann gibt es noch eine Reihe wirklich schlechter Dreirollenführungen, die als Führungsrollen nur Standard - Rillenkugellager haben, welche bei der axialen Belastung recht schnell verschleißen. Dazu kommen unzureichende Einstellmöglichkeiten. Diese Führungen sind ein Fall zum Auswechseln.

Gleitführung mit Rückenrolle

Diese Führungen sind bei entsprechender Verarbeitung und Führungsmaterial sehr präzise und bei entsprechnd großer Rückenrolle bandschonend, erfordern jedoch einen etwas höheren Wartungs- und Einstellaufwand. Als Führungsmaterial kommen harte, evtl. selbstschmierende Hölzer (Pockholz), Spezialkunststoffe (Teflon, etc.) und spezielle Metallegierungen zum Einsatz. HEMA bietet die BANSO Führungen für normale Bandsägen an, für den Einsatz mit Vorschubapparat bietet Hema eine Führung mit dem gleichen System an.

Wer Erfahrungswerte mit diesem System hat und es empfehlen / davon abraten kann, möge diese Seite entsprechend erweitern.

Reine Gleitführung mit Abstützung des Bandrückens

Ebenfalls sehr präzise Führungen, die auch in sehr robusten Ausführungen erhältlich sind. Der Unterschied zu den oben Genannten besteht lediglich darin, dass die Abstützung des Bandrückens nicht durch eine Rolle, sondern durch ein Gleitelement erfolgt. Bekannt sind hier die MONOPOL - Führung (HM) von HEMA sowie die Laguna Space (Keramik) von ACM. Auch hier sind Erfahrungswerte herzlich willkommen.


Druckführung

Dieses anfangs etwas seltsam anmutende System ist der übliche Standard bei mittleren und großen Trenn- und Blockbandsägen. Selbst kleine mobile Sägewerke sind damit ausgestattet.Um die Reibung zu verringern,die Wärmeabfuhr zu verbessern und ein Verlaufen des Sägebandes zu verhindern, haben sich Druckblöcke allgemein durchgesetzt. Diese Druckblöcke können aus Hartholz(z.B. Pockholz ) oder aus Antifriktionsmaterial( cool-blocks) bestehen. Diese Druckblöcke drücken nur von einer Seite, nämlich von innen gegen das Sägeband. Damit wird dieses ca. 2-3 mm aus seiner Fall-Linie ausgelenkt und im Bereich zwischen oberer und unterer Führung zusätzlich gespannt. Bei den alten Canali HBSG sieht man diese Druckführungen sehr schön, sie sind kaum verdeckt.Mit Hilfe einer kontinuierlichen Dochtschmierung (Diesel,Heizöl,Petroleum )wird die Reibung weiter verringert. Bei mobilen Kleinsägewerken wird manchmal sogar reines oder entspanntes Wasser benutzt. Kugellagerfett ist nicht zu empfehlen, es verbindet sich mit Holzstaub zu einer üblen " Schmiere ". Bei enstprechend balligen Bandrädern und breiten Bändern ist keine Abstützung des Bandes am Bandrücken nötig.

Die zu sehende Führung von Peter Ambach hat Materialkosten von insgesamt 30 Euro verursacht und ist dabei für ihren Einsatzzweck (Auftrennen) effektiver und besser als eine APA, da z.B. jegliches Nachstellen beim Wechsel von verschieden breiten Bändern entfällt. Der Verschleiß ist minimal, die Druckblöcke können immer wieder nachgearbeitet werden. Eigene Versuche mit solchen Druckführungen sind recht einfach anzustellen, man wird überrascht sein, wie genau die Maschine dann läuft.


Links


http://www.hema-saegen.de

http://www.panhans.de

http://www.acmitaly.com

http://www.chaco.ch

http://www.moehringer.com

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Autor: Maximilian Schreiegg


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