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Re: wieviel Drechselbank braucht der Einsteigerr?
Geschrieben von: reinhold Antwort auf: wieviel Drechselbank braucht der Einsteigerr? (Volker Hansen)
Datum: Donnerstag, 18. 12. 03, um 09:14
hallo,
als Hobbydrechsler mit 20 jähriger Erfahrung habe ich diese Frage schon sehr oft beantwortet.
leider gibt es keine allgemeingültige Anwort, sondern es hängt von den persönlichen Umständen ab und davon, was der angehende Drechsler herstellen will.
Ein Möbel- oder Baudrechsler, der auch einen Bett- oder Geländerpfosten drechseln will, braucht mind. 1,5 m Spitzenweite, einem Musikinstrumentenbauer reichen 50 cm.
Blutigen Anfängern, die noch gar nicht sicher sind, ob sie dabei bleiben, empfehle ich eine Baumarktmaschine, dann ist wenigstens nicht so viel Geld kaputt und lernen kann man mit diesen Geräten, wenn man sie nicht überlastet. (Die üblichen Prügel stecke ich für diese Meinung weg). Später steigt man dann um auf eine gute Maschine.
Wenn einer weiss, was er will, dann soll er sich eine gute Graugussmaschine kaufen. Die gibt es in verschiedenen Preisklassen und nicht nur bei dem genannten Versandhandel. Eine Spindel mit dem sogenannten DIN Gewinde M 33 ist empfehlenswert.
Aufspannvorrichtungen : unbedingt einen Zweizack oder Vierzackmitnehmer und einen mitlaufenden Körner für das Drehen zwischen den Spitzen.
2 Einschlagfutter ca 30 bis 40 mm und ca 50 bis 60 mm. Eine Planscheibe ca 150mm.Eventuell noch ein Schraubenfutter. Damit kommt man sehr weit. Schalenspannfutter kann man später kaufen, Schalen lassen sich sehr gut mit der Planscheibe oder einem Schraubenfutter spannen. Schalenspannfutter, die nach aussen spannen, sollte man meiden, sie haben einige Nachteile.
Einige Drechselstähle werden benötigt : für den ersten Anfang reichen ein Schrägmeissel von ca 20 mm und von 12 mm , eine Röhre , ebenfalls ca 20 mm und 12mm, und ein Plattenstahl ca 6-8mm, den man auch zum Abstechen nehmen kann.
Die HSS-Werkzeuge von Dieter (siehe oben) sind gute Qualität. Kirschen geht für einheimische Hölzer, aber HSS ist besser.
Als Anfänger sollte man sich im Klaren darüber sein, dass Drechseln ein sehr teures Hobby ist, bei dem man schnell mehrere tausend Euro für Maschinen, Werkzeuge und Zusatzgeräte investieren kann. Auch Holz kann teuer sein.
Am besten ist es, vorher einen Kurs zu machen, und zu lernen wie man die schlimmsten Anfängerfehler vermeiden kann.
gruss
reinhold
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