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Syteme und ihre Eigenarten ...
Geschrieben von: Christian Aufreiter Antwort auf: Re: Welche Stichsäge (Christian Aufreiter)
Datum: Samstag, 6. 12. 03, um 23:58
Hallo Dietrich,
um es zu verdeutlichen, ich wollte mit meinem vorherigen Beitrag keinen Konflikt zwischen uns beiden bzw. Festool und Metabo anzetteln. Wir bekennen uns beide zu "unseren" Herstellern".
Zur Erklärung:
Ich meine bloß, dass nicht Festo für die "Abhängigkeit" und die mangelnde Kompatibilität verantwortlich ist. Kein Hersteller, egal ob Bosch, Metabo, Festool, ... ist sichtlich bereit, über ein gemeinsames System nachzudenken. Das Festool System ist gut, die einzenlen Geräte sind auch nicht schlecht, wenn man sich also für Festo entscheidet, schlägt man keine schlechten Weg ein. Andere Hersteller sind nicht mehr oder weniger kompatibel als Festool, lediglich wird kein oder ein nicht so umfangreiches System angeboten, sodass man im Falle des Falles eher dazu geneigt ist, ein dem System fremdes Gerät zu kaufen.
Dazu ein (erfundenes) Beispiel:
Nehmen wir an, ich habe eine Bosch Kreissäge, für die nicht besonders viel Zubehör angeboten wird, nur ein paar Sägeblätter und ein oder zwei Schienen. Nun möchte ich eine OF, da ist mein Favorit Metabo, warum lassen wir jetzt einmal außer Acht.
Jetzt behaupte ich, was du, glaube ich, ähnlich siehtst, dass der Kauf der Metabo Fräse angesichts der Tatsache, dass Bosch nicht gerade üppig Zubehör bietet, verhältnismäßig leicht fällt. Habe ich aber statt der Bosch eine Festool Säge und möchte nun eine OF, wobei mein Favorit wieder Metabo heißt, dann erwäge ich vielleicht eher den Kauf der Festo OF, auch wenn mir die Metabo lieber wäre. Der Grund liegt auf der Hand, Festo bietet ein System, das man nicht gerne aufgeben möchte. Sicher sind manche Bestandteile des Festo Systems patentiert, aber grundsätzlich kann jeder Hersteller ein umfangreiches Schienen-und Zubehörprogramm entwickeln. Es ist ja nicht so, dass extrem komplizierte, hightech Elemente das Festool System ausmachen. Ein auf die Praxis ausgelegtes, klares, durchdachtes Konzept liegt dem System zu Grunde und das müsste eigentlich jeder Hersteller entwickeln können.
Dass sich die Hersteller in nächster Zeit auf eine einheitliche Führungsschiene einigen, halte ich für unwahrscheinlich.Ein einheitliches Akkusystem wäre auch nicht dumm. Meines Wissens gibt es drei oder vier Firmen, die die Akkuzellen für Werkzeuge bauen. Trotzdem hat jeder Werkzeughersteller dann eine andere Aufnahme, einen anderen Verschluss, damit bloß keine Kompatibilität erreicht wird. Da gibt es noch ein paar Stabakkus (bei Makita), den außergewöhnlich geformten Akku des Festo CDD Schraubers und die große Mehrheit arbeitet mit Blockakkus. Jetzt müssten lediglich alle Hersteller dieselbe Akkuform verwenden und schon könnte ich mit dem Metabo 14,4 V Akku nicht bloß den Metabo Schrauber sondern auch den von Festo, die Stichsäge von Bosch, den Hobel von Makita, die Kreissäge von Dewalt, den Schlagbohrer von AEG, ... verwenden.
Fröhliches Werken (mit Metabo, Festool und Co)!
Christian
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