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Re: Welche Stichsäge
Geschrieben von: Christian Aufreiter Antwort auf: Welche Stichsäge (Holger Nübel)
Datum: Samstag, 29. 11. 03, um 20:42
Hallo Holger,
eine objektive Hilfe kann ich dir leider nicht sein, da ich nicht über ausreichend Erfahrung verfüge. Konkret nutze ich eine alte Bosch Stichsäge meines Vaters, die aus meiner Sicht ein durchaus brauchbares Werkzeug darstellt. Allerdings gebe ich zu, dass ich mich nach einer Festool Säge sehne.
Erstens bin ich ein Festool Fan, zweitens halte ich recht viel von der CP-Führung, drittens schätze ich die gute Absaugwirkung der Festool Geräte und die Systemphilosophie. Metabo und Bosch sind in meinen Augen nur unwesentlich billiger, wenn man bedenkt, dass die Festool mit im Systainer kommt und besagte Führung hat, ist die Preisdifferenz in meinen Augen vernachlässigbar.
Makita und AEG wirken nicht zuletzt aufgrund des deutlich günstigeren Preises sehr attraktiv. Die AEG hat allerdings einen ziemlich ungewöhhnlichen Griff, für meine Begriffe ist er relativ dick und hoch angesetzt, fast wie ein dicker Bügelgriff. Es wird auf jeden Fall sinnvoll sein, wenn du zu einem Händler gehst und die unterschiedlichen Sägen in die Hand nimmst. Vielleicht hast du bei einer Hausmesse Gelgenheit, verschiedene Maschinen zu testen.
Wenn du dich für die Bosch entscheiden solltest, würde ich dir die GST 100 CE statt der GST 100 ans Herz legen.
In der Zeitschrift dds wurden vor einiger Zeit Stichsägen getestet. Nachlesen kannst du den Test unter http://www.dds-online.de/sixcms_upload/media/142/stichsaege.pdfWelches Zubehör suchst du? Alle Hersteller bieten einen sog. Splitterschutz, der mehr oder weniger wirksam ist. Der Festool Splitterschutz ist eine Besonderheit, da der Schlitz für das Sägeblatt vom Benutzer selbst gesägt wird. Somit wird erreicht, dass der Schlitz optimal an Sägeblatt und Schräge (z. B. bei 45° Schnitten) angepasst ist. Was nach meiner Erfahrung die Splitterschutzplättchen aller Marken bewirken, ist, dass sie die Sicht auf das Sägeblatt einschränken. Manche Hersteller bieten eine Führungsschiene für die Stichsäge an. Wie gut diese Kombination funktioniert, kann ich nicht beurteilen, für lange gerade Schnitte würde ich eine Kreissäge mit Schiene bevorzugen. Parallelanschlag und Kreisschneider bekommt man von allen von dir genannten Herstellern. Ich weiß nicht, wie lange es aus ist, dass ich dieses Zubehör zuletzt verwendet habe. Wenn man schnell und halbwegs gerade ein Brett kürzen möchte, ist ein T-Winkel praktisch. Den kann man einfach und billig selbst bauen. Zwei Holzleisten genau im 90° Winkel zu einem "T" verbinden, an eine Kante legen und den Schenkel des Winkels mit der Stichsäge kürzen. Somit kann man den Winkel für weitere Arbeiten exakt am Riss anlegen.
Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass keine der genannten Maschinen wirklich schlecht ist. Die objektiv beste Säge bringt dir aber nichts, wenn sie nicht gut in DEINER Hand liegt.
Mit freundlichen Grüßen
Christian
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