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Bezugsquellen für Geizhälse

Geschrieben von: Boris Ritscher
Datum: Dienstag, 27. 1. 04, um 12:51

Hallo Woodworker,
ich möchte all denjenigen unter euch, die mit einem finanziell eng gesteckten Rahmen ihr Hobby betreiben müssen einige "Einkauftips" geben.

1. Holz

Fragt bei Abbruchunternehmern nach, ob demnächst irgendwo ein Gebälk anfällt.

Bauunternehmer reißen oft bei Umbauten die alten Fußböden und Treppen raus.

Bei Speditionen kann man Paletten (manchmal aus Eiche) bekommen.

Bei Firmen die Baumfällarbeiten ausführen kann man manchmal ganze Stämme

bekommen (vorher abklären, sonst verscherbeln die das als Brennholz )

Zimmereien und Schreinereien haben oft ein Herz für uns Hobbywoodworker.

Der örtliche Kompostplatz ist gerade für Drechsler eine Fundgrube.

Die Gemeinden haben an den Müllabgabestellen fast immer Altholzcontainer

stehen,welche man als Sperrholz-u.Beschlägequelle nutzen sollte.

In Weingegenden lohnt es sich die Winzer nach alten Eichenfässern zu fragen.

Buche und Eiche gibts(am Stück) beim Brennholzlieferanten für 30-50€ je cbm.

2. Ersatzteile

Kugellager sind im Eisenwarenhandel oft um die Hälfte billiger als das

Ersatzteil des Herstellers.

Das gleiche gilt für Antriebsriemen, Netzschalter und Standardschrauben.

Riemenscheiben können aus Multiplex leicht selbst hergestellt werden,

wozu man keine Drechselbank braucht, sonder direkt den Rohling auf dem Motor

bearbeitet.

Wenn man an kein Maß beim Riemen gebunden ist, tuts auch einer aus einem

Schrottauto.

Elektromotoren finden sich haufenweise beim Schrotthändler die gibts zum

Kilopreis.

So manches Hobeleisen findet sich dort auch.

3. Werkzeug

Werkzeugstahl gibts auf dem Schrottplatz (Blattfedern).

Als Spindeln für Hobelbänke eignen sich Schieberspindeln (große Ventile),

die jedoch Linksgewinde haben.

Gebrauchte Hobel bekommt man günstig auf dem Flohmarkt, wobei das Preisniveau

deutlich unter dem des Internets liegt.

Hobelbänke werden oft als "Werkbank aus Holz" angeboten also nachfragen.

Wer keine Absauganlage hat, kann einen billigen Sauger vom Discounter kaufen

und ein 200 Liter Ölfaß als Behälter nutzen.

Schleifsteine bekommt ihr in jeder Form und Größe kostenlos beim Steinmetz,

der die Brocken sonst entsorgen müßte.

Ich könnte mir vorstellen, daß diese "Einkaufsliste" noch beliebig erweiterbar ist, (z.B. Versteigerungen) ich wollte aber nur die Mölichkeiten nennen, welche ich selbst ausprobiert habe.

Viel Erfolg Boris

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