Terrassendielenbohrer

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Re: Erste Erfahrungen mit der DW 622

Hallo Christoph!

Da muss ich vielleicht noch etwas klarstellen! Nun bin ich in Bezug auf Sägen generell nicht so der Held und Feinmotoriker. Einen Schnitt rechtwinklig in beiden geforderten Ebenen auszuführen fällt mir nicht so ganz leicht. (Wenn ich rechtwinklig schreibe, dann meine ich das auch so exakt wie möglich). Wenn schon Handsägen, dann nehme ich wegen der Schnittflächenqualität meine Kataba vom Hausherrn.

Das macht aber keinen rechten Spass bei z.B. einem 50 mm starken Brett und 250 mm Breite, auch wenns mit der Zugsäge recht flott geht. Für sowas nehme ich lieber die Stichsäge, säge ungefähr am Riss etwas im Wegfallenden und gut ists. Gleichzeitig verschwinden die meisten Späne noch im Sauger.

Jetzt ist aber der Schnitt der Stichsäge alles andere als sauber und zumeist auch nicht genau rechtwinklig. Und da kommt dann die Oberfräse ins Spiel.

Zuerst wird das Brett auf der Abrichte mit einer geraden Bezugskante versehen bzw auf einer Fläche abgerichtet. Danach im Dickenhobel auf Format gebracht. An der Bezugskante befestige ich mit einer Zwinge einen Schlosserwinkel, der mir als Führung für die Fräse dient.


Schlosserwinkel als Führungsanschlag

Die sägerauhe und mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht wirklich rechtwinklige Kante fräse ich dann mit einem 8mm aufwärtsschneidenden Spiralfräser nach. Das Ergebnis ist spiegelglatt und genau. Nur wenn das Brett mehr als 35 mm stark ist kommt ein Wendeplattenfräser (47,6 mm Länge, 19mm Durchmesser) zu Einsatz.


Die Fräse wird am Winkel entlanggeführt.

Geht es nur um dünnes Material geht erlaube ich mir auch schon mal, das Brett gleich mit dem Fräser abzuschneiden. Produziert natürlich mehr Späne als die Stichsäge, ist dafür schneller

Gruss

Rolf

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