Handbehauene Raspeln von Liogier

Allgemeines Holzwerkerforum

Re: OT, Wellenschutz Abrichte

guude,

ich freue mich sehr, dass eine konstruktive diskussion stattfindet!

den klassischen gliederschutz halte ich für ein plazebo, obwohl alte maschinen im gewerblichen bereich noch nicht umgerüstet werden müssen!, immerhin ist die "Fügeleiste" zusätzlich zu verwenden.

die brücke ist der stand der technik, die theorie ist, dass die welle IMMER verdeckt zu sein hat.
in der luxusausführung ist die brücke sowohl senkrecht als auch waagerecht federnd gelagert, durch einen in zwei richtungen gebobenen "finger" wird der schutz vom werkstück angehoben, unmittelbar nach dem durchschieben senkt sich die brücke wieder ab.
der versuch, dieses mit weitgehend voher einzustellenden brücken ist gut gedacht, aber beim abrichten von stücken stark unterschiedlicher dimensionen wird es problematisch, natürlich ist auch der fehleinstellung tür und tor geöffnet.

als kompromiss verwende ich den "Segmentschwingschutz"
http://www.schreiner-seiten.de/maschinen/workshop-ahm-schmalestueckehobeln.php
im eigenbau.
dazu verleimte ich zwei sperrholzschichten mit einer mittellage aus leder oder dickem stoff. nach dem verleimen nutette ich das sperrholz bis kurz vor dem leder/stoff. als mechanik dient ein obentürschließer.
bei schmaleren maschinen lässt sich das einfacher als unsegementierte abdeckung verwirklichen.
dieser schutz hat gegenüber der brücke den nachteil, dass die welle von dem werkstück beim vorschieben bis zum zerspanungsbeginn freigelegt wird, wobei im moment der beginnenden zerspanung die rückschlagsgefahr am größten ist.

in allen fällen hat die wellenabdeckung hinter dem lineal vorhanden und richtig im einsatz zu sein! an solchen stellen lauern die besonders tückischen fallen!

gut holz! justus.

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