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Re: Kettensäge zum Holzstamm auftrennen

Hallo Volker,
ich habe das schon bei etlichen Stämmen gemacht und auf diese Weise gute Roh-Bretter und Balken gewonnen. Im Übrigen ist es nach meiner Erfahrung sehr teuer, in Sägewerken solche Mindermengen an Holz aufsägen zu lassen. Dazu kommen noch die Unwägbarkeiten, die in den weiteren Beiträgen schon genannt wurden. Weiterhin ist es zumindest bei mir so, dass ich Stämme nicht im Ganzen in entsprechenden Längen transportieren kann, die sind mir dann zu schwer und gehen nicht in meinen kleinen Kombi hinein. Da macht sich ein Aufsägen vor Ort sehr gut.
Also: Ich habe eine Stihl 044 und ein langes Schwert (so ca. 65 cm Arbeitslänge). Dazu gibt´s dann, allerdings m.E. sehr teuer, sogenannte Anbausägewerke zu kaufen (nicht unter 200 Euro, siehe auch Fa. Granberg, web-site: http://www.granberg.com/). Da wir uns aber ein wenig auch von Hand mit Holz beschäftigen sollten -:) habe ich mir eine solche Einrichtung aus einer alten Tischplatte und einigen wenigen Metallteilen selbst zusammengebaut. Mit einer entsprechenden Längsschnittkette (der Unterschied zur normalen ist der Anschliffwinkel, der hier bei etwa 10 grad liegt) sind dann schon sehr gute Schnittergebnisse zu erzielen. Ich habe (als Hobbydrechsler) die Erfahrung gemacht, das sich diese Investition sehr lohnt - ich gehe seit dieser Anschaffung mit offeneren Augen bezüglich möglicher Roh-Holzquellen durch die Welt und habe mir schon einiges an wunderbaren einheimischen Hölzern aufbereiten können.
Ende kommender Woche werde ich damit dann wieder im Einsatz sein. Wenn ich´s nicht vergesse, werde ich mir mal eine Digitalkammera borgen und ein paar Bilder machen.
Noch ein Tipp für´s Sägen: wenn man den Stamm im Kern teilt, dann neigt das aufgesägte Holz weniger zum Reißen. Natürlich erstzt dieser Trick nicht die sonst wichtigen Handlungsweisen beim Holztrockenen, er kann nur helfen, die Rißfreie Ausbeute zu erhöhen.
Ergo: ich rate Dir zu dieser Technologie, wohlwissend, das diese nicht der Weisheit letzter Schluß ist ....

Ach und noch was: Die Elektrosäge kannst Du dafür nicht nutzen. Ich habe sowas auch schon probiert (arbeite an diesem Projekt schon ca. 2 Jahre) mit dem Erfolg, dass ich bereits 2 solcher Elektromaschinen verschlissen habe - die sind dafür einfach zu schwach.

Viele Grüße und gutes Gelingen!
Der Frank aus Sachsen

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