Terrassendielenbohrer

Allgemeines Holzwerkerforum

Re: Im Prinzip ja, aber ...

Hallo Peter, hallo Alle,

erstens schönen Dank für die Tipps und Tricks. Wenn ich die eine oder andere Methode nicht praktizieren kann oder will, dann liegt es an mir oder an den Umständen und nicht daran, dass sie nicht interessant wären oder dass ich nur meckern will. Also der Reihe nach:

1. Die Methode mit dem Anzeichnen ist so einfach wie genial, wohl deshalb kam ich selbst nicht darauf - warum denn einfach, wenn's auch kompliziert geht ... An das Naheligende kommt man zuletzt. Das Sägen werde ich mir aber aus folgenden Gründen sparen:
- Ich bin ein Maschinenfetischist (jetzt höre ich, wie so Manche die Luft scharf einziehen - aber jeder muss seine Glücksseeligkeit auf eigenem Wege finden dürfen ...)
- Habe keine Zweimannsäge (und es bleibt wohl auch so)
- Ich bin zwar erst in wenigen Monaten 50, aber der körperliche Verfall schreitet voran, ich fange allmählich an, mit meinen Kräften zu wirtschaften. Das habe ich ein Leben lang nicht getan, jetzt rächt sich jeder Zementsack, jeder Baummstamm, jeder Rohrofen in der als Militär-Straflager mißbrauchten Zementfabrik mit 120 Grad in der Halle und -20 draußen bitter und unerbittlich
- Mein innerer Schweinehund ist wohl erheblich größer als Deiner ...

2. und 3. Ich habe mal ein paar Rohlinge auf meinem Scheppach 3200 abgerichtet. Abgesehen von den "Verstopfungen" ist es so'ne Sache mit den Baumstämmen - irgendwann geht dann die Schleiferei echt ins Geld.

4. Motorsäge: Ich werde mir demnächst einen "Timmerjigg" von Logosol zulegen (die haben grad' eine Preissenkung durchgeführt). Das Gerät wird am Baumstamm befestigt, die K'säge oben druff und (wie es dort heißt: mit etwas Übung ...) können dann aus dem Stamm Bohlen und Balken geschnitten werden. Im Zusammenhang mit den Rohlingen: a) Es ist nicht verkehrt, erst die Bohlen schneiden und dann daraus die Rohlinge (Bandsäge) und b) wenn der Timmerjigg am Stamm befestigt werden kann, dann wohl auch an der Kante der Hobelbank. Hier müsste dann das erdachte Prinzip umgekehrt werden: Der Rohling ist fixiert und die Säge bewegt sich, was wiederum die bereits angeschnittene Frage der Fixierung der Rohlinge zum Abrichten betrifft. Dürfte auch der BG auch eher zusagen.

Einen extra Dank für den Tipp für den Rezess mit der Oberfräse: Ich habe 2 Spreizfutter (Präz. 1000) und zwar keinen Bowlsaver aber dafür einen Riesen-Apparat von einem Spezialmesser für das Ausschneiden der Schale aus der Schale, meter lang, aus zwei Teilen zusammengeschraubt und gebogen (man kann ihn mit einem anderen Vorderstück auch als Risen-Abstecher benutzen) mit einem Griff wie der Oberteil einer Krücke und mit einer ellypsoider Wechselklinge von ca. 12x24 mm. Das Ding wird ca. an der Mitte mit der Hand gepackt, die "Krücke" am Oberarm gestützt und dann los geht's... Mir wurde erzählt, man müsse nebeneinander zweimal einschneiden, sonst verfängt sich das Messer gnadenlos. Bis Dato habe ich mich noch nicht daran gewagt, aus diesem Anlass werde ich es tun - und den Kopf immer schön aus der Flugbahn halten ...

Unlängst habe ich einem Freund eine Pappelschale angefertigt, die mit 5 kilo Äpfel grad' zu 2/3 voll war. dabei sind 2 Säcke voll Späne entstanden. Ich bin kein Schwabe, aber so manche Angewohnheiten der Schwaben können sich als äußerst
nützlich erweisen. Zumal muss ich neuerdings die Späne in den Hausmüll werfen (es tut einem in der Seele weh), angeblich verstopft sich die Hidraulik der Presscontainer an der Sammelstelle.

Zur Fixierung der Rohlinge: Die Idee mit einer Festhalte-Vorrichtung im Schraubstock oder so hat ganz konkrete Formen angenommen, als ich gestern ein ziemlich schweres Paket - Zusendeung einer Ebay-Laien-Verkäuferin - geöffnet habe: Es war eine Selbstbau-Kugelgelenk-Vorrichtung für Schnitzer o.ä. drinn', mit 2 festgeschweißten Schraubzwingen, einer Kugel vo ca. 50 mm und einer Auflageplatte von ca. 15x15 cm, mit einer Bohrung von ca. 16 mm. Das Naheliegendste wäre, darauf den Rohling nach dem Schraubenfutter-Prinzip festzumachen, da ich jetzt aber hierbei den Schwaben machen möchte, muss ich mir noch überlegen, wie ich an ein Adapterstück komme, das an der Vorrichtung festgeschraubt wird und auf der anderer Seite eine M33-Gewinde hat, um das Spreizfutter festmachen zu können. In dieser Konstellation wird es dann wohl kein Problem mehr sein, Rohlinge mit der K'säge, Arbortech etc. aus allen erdenklichen Winkeln und Richtungen zu bearbeiten.

Zusammengefasst: Nochmals vielen Dank für die "Befruchtung", einige Ideen werden jetzt spruchreif. Jetzt brauch' ich nur noch Zeit, Zeit und nochmal Zeit, und erst als Viertes ein bisschen Material und etwas Schotter, um das Ganze verwirklichen zu können. Es wird, wie üblich, erheblich länger dauern, als man meint, aber wenn's läuft, würde ich auch gerne berichten. Da ich dann auch gerne Bilder versenden möchte, komme ich wohl nicht umhin, eine Homepage aufzubauen - das ist dann wieder so'ne Sache mit der Zeit ...

Bis dahin wünsche ich viel Erfolg und Gut Holz, mit besten Grüßen
Tibor K.
(Jetzt wieder so, denn es geht im Forum noch ein Tibor herum ...)

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