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Allgemeines Holzwerkerforum

Bleichen von "Blaufäule"

Wieder einmal ein kleiner Erfahrungsbericht von meiner Seite:

Ich habe mir aus Palettenbalken einer unbekannten Holzart einen Rohling verleimt und gedreht. Als die Schale im " Rohbau" fertig war, hielt es diese für notwendig und unabdingbar, mir um die Ohren zu fliegen.
Die restlichen Teile der Schale, welche ich noch gefunden habe, waren teilweise sehr von " Blaufäule" befallen. Also probierte ich an diesen Trümmern das Bleichen aus.
Verfahrensweise wie folgt:
Wasserstoffperoxid 30 %ig in ein Glas
Amoniak 30 %ig in ein Glas

ACHTUNG: NUR IM FREIEN ARBEITEN! WINDRICHTUNG BEACHTEN!NICHT IM GEGENWIND BLEICHEN!
Zunächst die befallene Stellen satt mit Wasserstoff getränkt, und anschließend sofort satt Amoniak darüber auftragen. Wenn´s schäumt und raucht, ist die Bleichwirkung im Gange - danach das Ganze trocknen lassen - nachgewaschen oder neutralisiert habe ich nicht. Das Resultat war überraschend gut; die blauen Flecken waren weg - das so behandelte Holz an diesen Stellen hell bzw. fast schon weiss. Leider wurde stellenweise die natürliche Farbe mit entfernt.
Ein Schleiftest von Hand ergab eine nur geringe Bleichtiefe - nach 1 - 2 mm
waren die Flecken wieder in voller Pracht sichtbar - ebenso die natürliche Färbung des Holzes.
Fazit: Bleichen funktioniert - Die Reihenfolge der Arbeitschritte
( Bleichen - Schleifen - Bleichen feiner Schleifen usw.) bis zur Oberflächenbehandlung ergibt sich von selbst.

Grüsse

Dieter M.

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