Handbehauene Raspeln von Liogier

Allgemeines Holzwerkerforum

Re: Küchenarbeitsbretter Holz/ Kunststoff?

Hallo Heiko,

ich bin in diesem Forum schon lange Zeit passiver Mitleser, nun habe ich auch mal etwas dazuzusteuern. Dieses stammt aus einem Beitrag der WDR Hobbythek über Hygiene im Haushalt:

"Hygienisch einwandfrei: Küchenbrettchen aus Holz

Wer glaubt, Schneidebretter aus Kunststoff seien hygienischer, der irrt. Das haben Forscher kürzlich erst mit einer Studie belegt. Die Wissenschaftler haben das Keimwachstum auf Kunststoff und Holz verglichen.

Sie haben Ahorn, Buche und Polyethylen untersucht. Auf dem untersuchten Holz lebten wesentlich weniger Bakterien. Natürlich wurden die Verhältnisse in der Küche genau nachgeahmt, die Brettchen waren also allesamt nass. Das ist doch zunächst ziemlich erstaunlich, vor allem, wenn man sich die Oberfläche von Holz unter dem Mikroskop anschaut. Die sieht nämlich aus wie eine wirre Kraterlandschaft, beste Verhältnisse für Bakterien, könnte man meinen. Eine Kunststoffoberfläche ist dagegen ziemlich glatt.

Der scheinbare Nachteil des Holzes ist aber in Wahrheit ein Vorteil: Weil das Holz so rauh ist, hat es auch eine größere Oberfläche und deshalb trocknet es schneller als Kunststoff. Außerdem zieht es die Feuchtigkeit nach innen. Die Keime sitzen außen also auf dem Trocknen und haben keinen Nährboden mehr. Die Wissenschaftler vermuten, dass die natürlichen Gerbstoffe von Holz diesen Effekt verstärken und Bakterien sogar richtig abtöten.

Nadelhölzer, wie z.B. Kiefer und Lärche, zeigen übrigens die höchste Resistenz gegenüber Bakterien. Allerdings sollten die Harze, die den Mikroben den Garaus machen, nicht mit Lebensmitteln in Kontakt treten sollten. Nadelhölzer sind außerdem relativ weich und damit als Schneidunterlage insgesamt ungeeignet.

Professor Gerhard Cerny vom mikrobiologischen Institut in Freising empfiehlt für die Küche Hainbuchenholz, auch bekannt als Weißbuchenholz, weil die Keime in dieses Holz besonders schlecht eindringen können. Die Bretter am Markt sind zwar nicht immer genau ausgezeichnet, Sie können sich aber einfach beim Schreiner eines aus Hainbuchenholz anfertigen lassen, das kostet etwa fünf Euro.

Übrigens noch ein Tipp. Gespülte Holzbretter stellen Sie zum Trocknen am besten senkrecht auf, so kann die Luft besser zirkulieren. Gelegentlich können Sie die Bretter einmal gründlich entkeimen und zwar in der Mikrowelle." Ein Holzbrett mit großen Rissen sollte ausgemustert werden.

Der gesamte Beitrag ist hier zu finden: http://www.hobbythek-online.de/dyn/3116.phtml

Ich hoffe, ich konnte Dir mit den Infos helfen. Eine Suche nach Prof. Cerny half leider noch nicht weiter im Hinblick auf eine wissenschaftliche Dokumentation.

Viele Grüße! Christopher

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