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Re: Frage zum Fenster
Antwort auf: Re: Frage zum Fenster ()

Hallo Fabien,

vielen Dank für Deine Antwort (inkl. der Erläuterung zur dentrochronologische Bestimmung – ich habe aktuell ein entsprechendes Gutachten von meinem Fachwerkhaus vorliegen ;-)).
Miltenberg ist zwar in Bayern nicht in Hessen aber immerhin nahe dran. Und ja, ich bin in der Gegend unterwegs.

Es tut mir leid aber ich kann kaum Glauben, dass sich wirklich ein Fenster in einer Burg die mehrfach in Kriegen zerstört, geplündert und wiederaufgebaut wurde, erhalten hat.
Wenn es wirklich so alt wäre müsste es mit Butzenscheiben sein. In Burgen kamen Glasfenster erst deutlich später als in anderen Profanbauten auf, dann meist in den repräsentativen Räumen und nicht in einen Treppenturm.
Es ist schon schwer Sachen zu finden, die nachweislich aus der Zeit vor dem Dreißigjährigen-Krieg stammen. (In 400 Jahren wird vieles umgebaut, erneuert, verändert und an wechselnde Moden angepasst. Kann man wirklich schön sehen wenn man ein altes Fachwerk freilegt, saniert und rückbaut.)

Du schreibst, dass die Beschläge das eingeschnitzte Baujahr stützen. Hast Du entsprechende Quellen – ich suche schon lange weitere Informationen dazu.
Wenn es sich um ein zu öffnendes Fenster mit entsprechenden Flügeln gehandelt hat, die wurden meines Wissens nach erst später gefertigt.

Sollte jemand der Mitlesenden weitere Info / Quellen haben, bin ich sehr daran interessiert (leider hat selbst das hiesige Landesdenkmalamt kaum belastbare Informationen).

Gruß Daniel

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