Juuma Einhand-Multizwinge - schnelles einhändiges Spannen von 0 bis 170 mm

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Re: E-Hobel - einzustellende Messer *MIT BILD*

Hallo Mirko, hallo Konrad, hallo Pedder, hallo Heinz,

mir hat es vergangenen Herbst auch die Messer an einem Elektrohobel zerlegt.
Konrad nennt das Gerät korrekterweise "Elektroflächenfräse" - alles was sich landläufig Dicken-, Abricht-, Vierseiten-, Elektrohobel usw. nennt, sind eigentlich Abricht-, Dicken-, Vierseitenfräsen usw., weil die Messer zur Spanabnahme rotieren. Hobelmaschinen im eigentlichen Sinn, sind nur sog. Putzhobel- oder Finiermaschinen (z.B. der Fa. Marunaka aus Japan), wo das Messer feststeht und nicht rotiert.

Zurück zum eigentlichen Thema - das Ganze ist bei einem Messerwechsel passiert.
Bin dabei sehr erschrocken, es ist auch der Abnahmetisch bzw. der der hintere Teil der Sohle kaputt gegangen, weil sich die neuen Messer beim Einschalten der Maschine daran verhakt haben.
Bei der Maschine handelt es sich um einen schon älteren Bosch-E-Hobel aus den 1980er Jahren.

Die Hobelwelle ohne Messerträger und dessen Abdeckung ist nicht komplett kreisrund, sieht ein bißchen aus, wie ein BG-Form-Werkzeug einer Tischfräse.
Habe hier mal ein paar Photos gemacht.

Hier sieht man den "Hobel" von unten, die Hobelwelle hat fünf Bohrungen zum Befestigen des Messerträgers und dessen Abdeckung. Der Messerträger und das Wendemesser (die gleichen, wie bei einer modernen Welle) liegen verkehrt herum (aus Montage-Sicht) auf der Abnahme"sohle".
Man beachte die Langlöcher im Messerträger. Im Bereich der Langlöcher erfolgt die korrekte Einstellung des Flugkreises des Messerträgers samt Messer. Und zwar auf Höhe Abnahmesohle. Das ist eine ziemliche Fummelei, weil man sehr leicht beim Anziehen der Schrauben die Einstellung wieder verstellen kann.

Im nächsten Bild sieht man den montierten Messerträger (ganz schön angerostet...).
Auf der Sohle liegt bereits die Messerträgerabdeckung.

Nachfolgend die montierte Messerträgerabdeckung, erst mit ihr auf dieser Hobelwelle ist eine weitgehend runde Form der Welle hergestellt.

Ganz sicher hat es zu der Zeit, als dieser E-Hobel gebaut wurde (1983), auch schon herkömmliche E-Hobel-Wellen gegeben, wo man das Wendemesser nur einschieben muß.
Vielleicht war meine Version billiger in der Herstellung?

Hier nochmal ein Bild auf die Welle von der Seite.
Auf der rechten und linken Seite der Hobelwelle sieht man jeweils Messer, Messerträger, und Abdeckung. In der Mitte die eigentliche Welle, an sich ein an zwei Seiten stark abgeflachter Metallzylinder.

Mein Fehler im Herbst war gewesen, daß ich einfach die Messer getauscht habe, ohne den Überstand über sie Sohle zu kontrollieren.
Das Gerät habe ich gebraucht bekommen und war schon stark benutzt. Evtl. waren die Messerträger vom Vorbesitzer auch nicht korrekt angezogen gewesen und sind bei meinem Messertausch verrutscht.
Ich habe das mangels Wissen und Überlegen nicht kontrolliert. Jedenfalls waren die alten Messer waren schon sehr abgenutzt, die neuen wohl etwas breiter. Dieses geringe Übermaß hat zum Verhaken am Sohlblech geführt. Und in der Folge zum Zerlegen der neuen Messer, Aufbiegen des Sohlbleches, sowie eines gehörigen Schreckes meinerseits.
Außer daß ich Hartmetallsplitter aus dem Kunststoffgehäuse popeln mußte, sowie zwei neue Messer und ein neues Sohlblech gebraucht habe, ist zum Glück nichts weiter passiert,

Gruß, Andreas

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