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Re: Fries-Mindestbreite von Badezimmermöbeltüren

Hallo Dirk,

mit fünf bis sechs Zentimetern Rahmenbreite ist man in der Regel gut bedient. Und zwar aus optischen wie auch aus konstruktiven Gründen. Selbstverständlich kann man auch auf z.B. 3 bis 4 Zentimeter Rahmenbreite runter gehen. Das geht aber nur, wenn man für alle damit einhergehenden Probleme eine saubere Lösung hat, z.B. für diese: Wieviel cm von der Rahmenbreite ist für den Einschub der Füllung vorgesehen? Welche Scharniere (z.B. Topfscharniere?) kommen zum Einsatz, und wieviel Rahmenbreite wird dafür benötigt? Wie sollen die Rahmenecken hinreichend stabil miteinander verbunden werden (es muss sichergestellt sein, dass die Tür am Ende auch tatsächlich ein Rechteck und kein Parallelogramm bildet, was bei zu schmalem Rahmen und/oder zu schwachen Rahmenecken durchaus passieren kann)?

Also, wie Johannes bereits gesagt hat, eine standardisierte Mindestbreite gibt es nicht. Sie ergibt sich aus der Berücksichtigung der jeweils vorliegenden Anforderungen an die Konstruktion. Dazu gehören vor allem die Wahl der Scharniere wie auch die Wahl der Anschlagsart der Türen, die Füllungen, die Eckverbindungen, die Griffe usw.

Meine Empfehlung: den Querschnitt des Rahmens im Maßstab 1:1 aufzeichnen und darin alle Randbedingungen mit genauen Maßen darstellen. Auf diese Weise lässt sich die mindestens benötigte Breite gut ermitteln.

Wenn es allerdings nur aus optischen Gründen ein besonders schmaler Rahmen sein soll, kann man ihn ja auch so gestalten, dass er nur auf der Außenseite sehr schmal erscheint, während er innen (auf der Innenseite der Türen bzw. hinter der Füllung) die notwendige konstruktive Breite hat. Im Querschnitt wäre der Rahmen dann ein breiter Falz, dessen Breite man von außen aber nicht sieht.

Gruß
Bernd

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