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Allgemeines Holzwerkerforum

Re: Federkamm für Längsschnitte an der Kreissäge

Hallo Heinz,

Du hast schon Recht, das ist letztlich immer ein Kompromiss bei der Einstellung des Anschlags (bzw. dessen Führung) und der Ausrichtung des Schiebeschlittens. Ich habe den Längsanschlag bei mir nur dezent (also viel weniger, als die 0,5mm) aus der Parallelität gestellt - eben so, dass bei verzugsfreiem Holz der aufsteigende Zahn gerade nicht nachschneidet. Das verringert die Diskrepanz zwischen Schlittenlaufrichtung (auch etwas weg aus der Schnittlinie, aber nach links) und Richtung des Anschlags.

Beim Längsschnitt orientiere ich mich entweder am Längsanschlag (da liegt das Werkstück dann auch dauerhaft an, z.B: beim Zuschnitt von Leisten) oder das Material liegt auf dem Schlitten und wird dort ausgerichtet. Eine Ausnahme bilden Serienarbeiten, bei denen z.B. viele gleich lange Kleinteile abgelängt werden müssen.

Was die Ausgangsfrage betrifft: Einen Druckkamm besitze ich bis jetzt nicht, obwohl er sicher manchmal ganz praktisch wäre. In der Regel arbeite ich mit Schiebestock und Nachschiebeholz (gerade bei schmalen Abschnitten sehr hilfreich), den Anschlag stelle ich meist so ein, dass er - vermutlich nicht den Empfehlungen der BG entsprechend - beim Längsschnitt ungefähr bis zur Mitte des Sägeblattes geht. Je nach Dicke und Breite der Werkstücke ergibt sich nämlich sonst genau das erwähnte Phänomen: Auf den letzten Zentimetern fehlt die Führung und der Schnitt driftet. Das versuche ich zu vermeiden.

Bei stark unter Spannung stehendem Material, also z.B. beim Grobzuschnitt von ungedämpfter Buche und ähnlichem, ziehe ich den Anschlag natürlich wo weit wie möglich zurück.

Viele Grüße
Max

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