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Grenzerfahrungen
Antwort auf: Re: Roteiche und Akazie ()

Hallo

Die Aktivitäten mit den beiden Stämmen haben mich arg beanspruchten, so nahm ich mir einige Auszeiten, was bei der schönen Aussicht auch sehr angenehm war, von diesem Standpunkt hat man eigentlich mehrheitlich französisches Gebiet im Auge, direkt vor mir über dem Grenzfluss liegt der kleine Ort auf französischer Seite, aus der meine Mutter stammt, als kleiner Junge erlebte ich die Grenze als sehr undurchlässig und gerade mich schickte man einige Male auf Schleichwegen über den Fluss, um Kontakte zu Pflegen, meist ging es da um kleine Dinge die es in Frankreich schon gab, bei uns noch nicht, als Knirps lernte ich, die Franzosen hatten den Krieg im Gegensatz zu uns nicht verloren, ein unvergessener Moment, die erste Apfelsine und die erste Banane.
Dass die Grenze im weiteren Verlauf der Jahrzehnten immer mehr an Bedeutung verlor empfand man vor allem hier in Grenznähe als richtig und angenehm, Corona hat nun wieder einiges ins Negative gerückt, wie sagte gestern ein franz. Bürger, Corona hätte die ganze deutsch-franz. Annäherung abrupt gestoppt, auf beiden Seiten hat man diese Entwicklung ins Auge gefasst und man will dagegen angehen, es wird wohl einige Narben hinterlassen.
Da sind zum einen die vielen Deutsche mit Wohnsitz in Frankreich, die es als selbstverständlich fanden, alle deutschen Annehmlichkeiten wie Gesundheit, Justiz, Schule in Anspruch nehmen zu können , Corona brachte zu mindest vorübergehend große Probleme auf diesem Gebiet.
Umgekehrt die vielen Grenzgänger die hier arbeiten, sie standen vor geschlossenen Grenzen.
Auch großen Druck erzeugten die Franzosen, die gewohnt waren hier einzukaufen, diese Problematik kann man auch daran erkennen, dass gerade in Grenznähe eine große Dichte von Discountern besteht.
Im Moment beobachte ich, die Grenzbarieren sind zwar weg, es findet auch wieder Grenzverkehr statt, auch an den kleinen Grenzübergängen, aber so wie ich es beobachte hauptsächlich nur von Franzosen, ich selber traue mich noch nicht rüber zu fahren, im Gegensatz zu uns, wo ich noch keinen Beamten an der Grenze gesehen habe, sind die Franzosen da aktiver und bekanntlich auch nicht zimperlich, wenn es um Strafen geht.
So richtig werde ich dann die Geschichte versuchen aufzuarbeiten, wenn ich wieder rüber fahren darf und mit meinen Verwanden in bei einem Glas Rotwein die Geschichte erörtern kann.

Gruß Franz

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