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Allgemeines Holzwerkerforum

Re: Abrichte / Dickenhobel im Raum Frankfurt

Ob Hobby oder mehr ist für mich schwer zu beurteilen. Vielleicht kann man es mit dem Einsatzgebiet etwas besser einsortieren. Ich habe mit meinem bekannten Besprochen und auf ein Jahr gesehen sind Holzprojekte im Volumen "ein Schrank, ein Regal, 2-3 Kästchen" vorstellbar. Selbst wenn ich die Maschine gelegentlich mitbenutze - ich bin ja eher der stromlose Werker - geht es nicht darum 5 Regale aus Buche im Monat zu bauen.

Ich habe heute mit Johannes telefoniert und sein Fachwissen bei Maschinen ist groß und ich war tief beeindruckend. Er hat mir geholfen, das ein wenig zu ordnen. Der Maschinenhandel Mayer hat ja eine nette Bewertung 0 - 10 Punkte, um die Maschinen grob einzusortieren.

Meine erste Idee waren als preiswerte Option mobile Maschinen wie zum Beispiel Metabo DH 300 oder ähnlich von Makita. Da liegt man bei 600,- EUR. Diese sind reine Dickenhobel und man kann mit Keilen und Co grob etwas abrichten. Wie ich nun weiß, macht das für Werkstatteinsatz nur bedingt Sinn, weil es für ca. 300 EUR mehr Abrichten - Dickenhobel gibt. Einziger Vorteil ist die Mobilität und die extreme Kompaktheit der Maschinen. As Kombimaschinen gibt es beispielsweise Record PT260 oder ADH 260. Beide muss man umbauen, also einen Teil des Abrichttisches entfernen. An anderer Stelle war bereits zu lesen, dass man danach die Teile möglicherweise neu einstellen muss. Die Maschinen sind ca. 70 kg schwer, leicht zu bewegen, die Wellen sind eher klein und haben zwei Messer. Für den Hobbyeinsatz vermutlich OK, aber keine perfekten Ergebnisse. Eine Alternative wäre zum Beispiel eine gebrauchte Elektra Beckum 260, die vom Aufbau ähnlich, aber etwas robuster ist. Die ist ja seit vielen Jahren bei vielen von Euch im Einsatz.

Der nächste Schritt wäre etwas schwerere Maschinen, die man auch noch mit 230 V bekommt. Record PT 107 oder ADH 26C sind Beispiele der Gattung. Diese sind mehr als doppelt so schwer, ca 170 kg haben größere Wellen und 3 Messer statt 2. Preislich ist man da bei 1400,- EUR Die Masse sorgt für Stabilität allerdings kann man das dann nicht mehr bewegen. Die Tische sind auch etwas länger. Die Kity 637 fällt auch in diese Kategorie. Die gibt es gebraucht und einige haben ja gute Erfahrung mit ihr gemacht.

Dann kommt man den Bereich von 2000,- EUR, Maschinen mit mehr Leistung, größere Tische, gewöhnlich Starkstrom und mehr Leistung und auch noch etwas mehr Gewicht. Das ist dann der Übergang vom Hobby zur beruflichen Nutzung. Für den geplanten Einsatz deutlich übertrieben.

Gebrauchte Maschinen sind für den Fachkundigen bestimmt eine gute Option. Die Firma Hammer wird ja auch häufiger genannt. Das kann ich mir aber nur vorstellen, wenn ich den Inhaber gut kenne oder ich diese mit Kurzzeitgarantie von einem Maschinenhandel beziehen kann. Das ist zwar vermutlich deutlich teurer als per Kleinanzeige von privat ohne Garantie. Ich wüßte bei einer alten Maschine aber auch nicht auf was ich achten muss.

Das ist der Stand meiner Forschung. Ich freue mich aber auch noch gerne auf weitere Hinweise.

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