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Re: Schraubendurchmesser für Robinienstämme

Hallo Shorty,

Robinie solltest Du vor dem Verarbeiten schälen und ggf mit der Flex mit Fächerscheibe komplett von Rinde befreien. Wenn die etwas liegt, ruhig feucht, schält sie sich relativ gut. Nur bleibt dann eine dünne Schicht, die man in langen Streifen abziehen kann. Wo das nicht geht = schleifen. Die Brückenbauer (ABC-Team) haben die Robinie wohl aus Ungarn bezogen, fertig bearbeitet. Muß ne herrliche Schweinerei sein. Sauber arbeiten solltest Du zumindest in dem Bereich, der im Boden ist.

Auch würde ich die ganze Konstruktion vor dem Einbau mit einem guten Öl für den Außenbereich behandeln. Sieht erst mal gut aus und schadet sicher nicht.

Warum mit Kies und Steinen auffüllen? Bringt m.E. nicht viel. Und was ist mit den Kieslöchern wenn die Konstruktion abgebaut wird? Drei gut drainierte Flecken im Rasen über die sich viele Generationen freuen werden :-(( Und einschlämmen geht dann natürlich auch nicht. Salzimprägnierte Fichtestangen haben bei meiner Schaukel die Kinderzeit mehr als überstanden und die Fäulnis setzt zuerst am Übergang Luft-Erde an.

Ich wollte immer nur 15 -20 cm auffüllen und dann verdichten.

Das ist zu viel !! Allesfalls 10 cm und dann mit Schaufelstiel o.ä. gut feststampfen. Die Löcher würd ich auch nicht unnötig groß machen: Pfosten plus 7 - 8 cm rundum.

Zusätzlich Streben hinzuzufügen ist eine Überlegung wert. Ich würde das nur gerne vermeiden, da ich diagonale Verbindungen als unschön empfinde.

Das brauchst Du auch nicht wenn die Pfosten min. 7o cm im Boden sind. Bei der Brücke im Park sieht das anders aus. Da stehen auch schon mal Jugendliche drauf und schwingen seitlich hin und her. Du hast aber doch ein stabiles verschraubtes Dreieck und Kinder und keine fremden Jugendlichen.

Versenken geht doch mit Forstnerbohrer auch gut: Eine Seite erst Versenkung anbringen und dann mit langem Bohrer durch beide Hölzer bohren. Der Mittelpunkt ist ja gut markiert durch den Forstnerbohrer. Für die andere Seite würde ich mir ein dickeres Brett nehmen, darin mit dem Forstner ein Loch bohren, kleine Klötzchen aufnageln, so daß das Brettchen ohne wackeln am Pfosten mit Schraubzwingen befestigt werden kann. Wenn Du jetzt das Loch im Brett ausrichtest hast Du eine Führung für den Forstner. So weit der Maschinist, aber Handstemmen geht natürlich auch.

Und noch was: Versiegele die Enden der Stämme beim Ablagern. Robinie reißt stark beim Trocknen. Und etwas abgelagert sollte das Holz schon sein. Und die Köpfe der Ständer oben schön abrunden und versiegeln/gut ölen.

Dann luur, dat de en de Jäng küs.

Heinz

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