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Bosch GET 75-150 Ersteindruck *MIT BILD*

Moin!

Ich habe den Schleifer gestern endlich abholen können:

Natürlich habe ich ein Starter-Paket von Mirkas Abra-Net (10Stk. je Körnung) mit Schutzauflagen für die Teller und einen weichen und harten Teller dazu gekauft. Ich dachte ich kaufe mir Politur-Zubehör, wenn es so weit ist, dass ich etwas polieren möchte.

Zuerst muss ich aber los werden, wie schlecht dieser Koffer doch ist. Ich war noch nie ein Fan von der L-Boxx. Ich habe schon einige beim Werkzeugkauf erhalten, aber alle bis auf eine verschenkt, da mein Boschhammer nicht in einen Systainer passt. Multimaster, Tauchsäge, Stichsäge, Hobel, usw. habe ich mittlerweile im Systainer. Und ich denke das ist auch gut so. Das Problem liegt aber nicht am Koffer selbst. Ich weiß nicht welcher Ingenieur diese Einlage konzipiert hat. Jeder, wirklich jeder im Netz hat eine abgebrochene seitliche Führung, da sie zu dünn für die Kräfte im Koffer bemessen wurde. Jeder andere Hersteller weiß, dass die Deckelpappen für Schaumstoffe ausgeschnitten gehören. Aber nein, Bosch lässt die Pappe lieber von der Maschine im Koffer einreißen. Und es ist für nichts Platz in diesem Koffer. Das mitgelieferte Zubehör ist natürlich super verstaut. Meine beiden dazu gekauften Schleifteller finden auch ihren Platz, aber beim Schleifmittel hört es schon auf. Dabei wäre mehr als ausreichend Platz dazu vorhanden. Gefühlt die Hälfte der Einlage unter der Maschine besteht nämlich aus Luft. Zudem hätte man die Maschine auch einfach ein wenig drehen können, um Raum für ein großes Fach zu gestalten. Die Einlage sitzt nicht einmal bündig an den Seitenwänden. Seitlich sind das Centimeter, die da klaffen. Das ist mehr als nur peinlich in meinen Augen. Immerhin wirkt Styropor hochwertiger als dieses fisselige Dünnplastik, welches sonst Verwendung findet. Da die Einlage nur wenige Millimeter größer als ein Systainer ist, kaufe ich mir demnächst einen T-LOC SYS-COMBI 3 mit einer Schublade, passe die Einlage ein und in der Schublade kann dann mein Schleifpapier und eventuelles Polierzeug noch seinen Platz finden.

So, jetzt aber genug gemeckert. Denn die Maschine an sich ist echt nett. Wirklich nett. Sie ist derzeit der mit Abstand handlichste Getriebeschleifer auf dem Markt. Ohne Zwangsführung ist das Schleifen Kinderleicht mit kaum Anstrengung und Mühe einhändig zu bewältigen. Dafür ist die Maschine trotz der Länge des Gehäuses überraschend gut ausbalanciert. Sie verhält sich jedenfalls wesentlich besser als mein alter Exzenterschleifer als er noch neu war. Der "Turbo"-Modus ist natürlich echt knackig. Ich weiß nicht, ob ich Fan von diesem anschraubbaren Griff in dem Modus werde, aber die Materialabnahme ist überraschend hoch. Ich traue mich in dem Modus gar nicht erst an eine 80er Körnung heran. Das ist vielleicht etwas für sägeraues Holz. 120er als Anfang reicht auch schon, um lackierte Möbel zu entlacken. Ich bin sehr glücklich mit dem Gerät. Es fühlt sich auch hochwertig an. Der Glasfaseranteil in den Kunststoffen ist hoch und die Zusatzteile wie der Schutzspoiler rasten satt ein und ich konnte keine Probleme feststellen. Einzig der Griff ist ein wenig mau. Ja, er ist leicht und wird wahrscheinlich halten, allerdings hätte ich mich über einen metallenen Kern gefreut. Zudem finde ich die Verschraubung mit dem durch den Offset entstehenden Hebel ein wenig unglücklich, zumal das Gewinde beim Verschrauben kratzt. Da ist wohl von der Produktion noch ein wenig Dreck darin versteckt gewesen. Laut ist er auch. Aber das sind leider alle dieser Geräte.

Im Vergleich zu einer Rotex ist der Tellerwechsel angenehmer. Dieser ist zwar nicht Werkzeuglos, aber dafür nicht so hakelig und fummelig. Makita hat da tatsächlich die beste Lösung. Das würde ich mir auch bei der Bosch wünschen: Eine Verriegelung der Maschine, sodass ich den Teller abdrehen kann. Doch leider ist das mit der Passung der Teller nicht möglich. Drei Stifte greifen in den Teller. Beim 125er sind das vier. Einfach nur als Sperre, damit man nicht die Teller untereinander tauschen kann. Schade... Dafür ist aber Leistung da. Da tun sich beide Maschinen nicht viel. Handlicher ist aber die Bosch. Da macht die Rotex im Vergleich absolut keinen Spaß mehr.

Jetzt hoffe ich einfach, dass die Maschine hält und nicht irgendein Hebel zu brechen neigt, weil an dem gespaart wurde. Und das nächstes Jahr bisschen mehr an Zubehör in die Regale kommt für dieses Gerät. Nicht alles Sonnenschein, aber Nachteile hat jede der Getriebeschleifer. Kurzum: Der neue Bosch ist ein sehr handlicher Handschmeichler, mit dem ich gerne arbeite.

Schicken Gruß,
Amadeus

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