Juuma Einhand-Simshobel

Allgemeines Holzwerkerforum

Re: Ein erster Vergleich

Zuerst die Raumgrössen vergleichen!

Das Schwimmbad sah grösser aus als es wirklach war. Die tatsächlich nutzbare Bodenfläche betrug

7,05 x 2,82 m = 19,88 m²

Der neue Raum misst

5,6 x 4,5 m =25,2 m²

Auch das Seitenverhältnis spricht deutlich für das Neue:
- alt: 1 : 2,5
- neu: 1 : 1,27

also wesentlich näher am Quadrat und damit leichter "möblierbar".

Lediglich die Raumhöhe von "alt" 3,65m zu "neu" 2,59m brachte bei sehr langen Werkstücken einem gewissen Vorteil im Schwimmbad. Dafür gestaltete sich dort das Beheizen - die Wärme steigt zu weit nach oben - bzw. die Beleuchtung schwieriger. (relativ kleines Fenster ca. 2,3 m über dem Beckenboden.)


Die neue Werkstatt im "Rohbauzustand"

Der Raum war früher einmal Gästezimmer, später Abstellraum für überflüssige Möbel. Zuerst wurden die alten Tapeten entfernt, dann auch die Wände - wie die Decke - weiss gestrichen, um eine möglichst gute und farbneutrale Lichtreflexion zu erreichen. Die grosse Fensterfläche ist zusätzlich ein Vorteil.

Nicht so optimal - der Fussboden mit den Keramikfliesen, bedingt durch die im ganzen Gebäude verlegte elektrische Fussbodenheizung. Man wollte nicht wissen, was an Schaden entstehen würde, fiele einem ein schweres Werkzeug, z.B. ein eiserner Hobel, vom Tisch. Das konnte so nicht bleiben, gleichzeitig sollte aber auch die Wärme der Heizung nicht zu sehr gedämmt werden.

Eine Spezialfirma für Bodenbeläge wurde befragt. Die sehr fachkundige Besitzerin riet zu Vinyl-Clicklaminat.

Als Farbe wurde ein helles, neutrales Grau gewählt, weil davon eine gute Lichtreflexion zu erwarten war. Mit dem OSB- Boden im Schwimmbad waren die Erafhrungen eher schlecht gewesen. Zwar sehr haltbar, aber optisch problematisch. Heruntergefallenen Kleinteile - z.B. Muttern etc. - liessen sich nur sehr schwer wiederfinden und das reflektierte Licht hatte dazu auch noch einen deutlichen Gelbstich. (Im Nachhinein ist man schlauer: Man hätte ihn weiss streichen sollen!)

Den Boden habe ich selbst verlegt. Anfangs tat ich mich mit schlechtem Baumarkt-Werkzeug schwer, der Bodenlieferant besorgte mit dann etwas Professionelles, was auch nicht teurer war als der Baumarktramsch. Danach ging die Arbeit flott voran. Der Boden selbst ist ca. 9mm stark, unterscheidet sich auch darin von den üblichen, wesentlich schwächeren Baumarktqualitäten.


Endergebnis

Bisher hat sich der Boden gut bewährt. Tatsächlich dringt die Wärme rasch durch, sobald die Heizung anspringt.

Die zusätzliche Stärke des Bodens auf dem Fliesen bedingte allerdings das Kürzen der Flurtür, vorgenommen mit der DeWalt DW 622 und Führungsschienen (Feine Werkzeuge bzw. Trend), sozusagen die erste "Schreinerarbeit" in der neuen Werkstatt.

Nach getaner Arbeit kann man die Aussicht geniessen:

Burg Freienstein

(Fortsetzung folgt)

Gruss
Rolf

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