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Re: Treppenproblem
Antwort auf: Re: Treppenproblem ()

Hallo Justus,

ja, das ist Alltag im Treppenbau, aber das würde ich nur machen, wenn man den Estrich nicht mehr zurück nehmen kann (z.B. wegen einer bis an den Rand verlegten Fußbodenheizung, was hier aber zum Glück nicht der Fall ist). Stefan hat uns ja auf einem seiner Fotos gezeigt, dass die Betontreppe ein Fertigteil ist, das mit der Geschossdecke nicht biegesteif verbunden ist, sondern nur aufliegt. Damit ist sie auf der Decke gelenkig gelagert und macht entsprechende Bewegungen.

Deine Lösung überbrückt nun das Gelenk mit einer steifen Verbindung zwischen Estrich und Holz. Diese Lösung geht in der Regel immer dann gut, wenn die Treppe vor Ort gegossen wurde und mit der Betondecke biegesteif verbunden ist. Hier haben wir aber ein Gelenk, das mittels der vorgeschlagenen Konstruktion (Verklebung mit Montagekleber) mehr oder weniger biegesteif überbrückt wäre. Das kann gut gehen. Es würde mich aber nicht wundern, wenn die Sache irgendwann irgendwo reißt. Der Riß - wenn er kommt - wird an der schwächsten Stelle auftreten. Das kann der Estrich sein, die Klebeverbindung oder das dünn gefälzte Holz. Wenn der Estrich reißt, sieht man das nicht sofort, weil der Bodenbelag darüber liegt (wäre aber trotzdem ein Schaden, der der Gesamtkonstruktion nicht gut tut). Wenn die Klebeverbindung oder das Holz reißt, sieht das Resultat weniger schön aus. Auch das ist leider viel zu häufig Alltag im Treppenbau.

Gruß
Bernd

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