Handbehauene Raspeln von Liogier

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Re: Verleimung von rundem Truhendeckel

Hallo Florian,

Ich würde nicht alle Segmente auf einmal verleimen, sondern eins nach dem anderen. Das dauert länger, dafür spart man sich aber die Herstellung von passgenauen Hilfskonstruktionen (lohnt sich in der Regel nur bei Serienfertigungen). Außerdem kann man sich dabei in Ruhe um jedes einzelne Segment und um jede einzelne Leimfuge kümmern und darauf achten, dass sie überall schön geschlossen ist. Dabei kann man die Zwingen jeweils dort ansetzen, wo sie benötigt werden. Allerdings müssen geeignete Unterlagen (Hartholzleisten, Hartholzplättchen, ggf. auch Keile) verwendet werden, damit die Zwingen die Segmente nicht beschädigen. Wenn die Zwinge nur noch auf der Kante ansetzbar ist, würde ich eine Korpuszwinge nehmen. In diesem Fall könnte zudem eine Weichholzunterlage die bessere Wahl sein. Die verformt sich dann so, dass sie sich der Form des Hartholzes, das verleimt werden soll, ein wenig anpasst. Falls sich dennoch Zwingenabdrücke im Segment einstellen, lassen die sich nach der jeweiligen Verleimung mit einigen Tropfen Wasser (das eingedrückte Holz quillt dann) wieder beseitigen.

Meine Vorgehensweise wäre nun wie folgt:

Das erste Segment würde ich erst mal für sich allein auf dem Truhendeckel befestigen. Wenn diese Verleimung ausgehärtet ist, würde ich das zweite Elememt auf dem Truhendeckel befestigen und dabei gleichzeitig das erste und das zweite Segment in Längsrichtung miteinander verleimen. Wenn das ausgehärtet ist würde ich das dritte Segment ansetzen, usw...

[Alternativ dazu kann man die Segmente auch von beiden Seiten (von außen nach innen) verleimen. Dann muss allerdings das letzte Segment (in der Mitte) eingepasst werden (die Flachdübel lassen sich dann an dem letzten Segment nicht mehr einsetzen).]

Danach verputzen und Oberfläche behandeln.

Gruß
Bernd

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