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Re: Dickenhobel ohne vorherigem fügen am Abrichtho

Nach meinem Verständnis ist
Abrichten: Breitseite des Brettes plan/eben machen
Fügen: Schmalseite des Brettes auf einen bestimmten Winkel (fast immer 90°) in Bezug auf die Breitseite bringen und gerade hobeln.

Ich richte normalerweise ein Brett ab, dann füge ich es, so daß die Kante absolut fluchtet und 90° zur Breitseite ist.

(*) Anschließend wird das Brett durch den Dickenhobel geschoben um eine gleichmäßige Dicke zu erreichen.

Will man mehrere Bretter verleimen, so empfiehlt es sich jeweils zwei Bretter gleichzeitg zu fügen, sodaß sich Winkelungenauigkeiten aufheben.
Dazu klemmt man die Bretter z.B. mit den Oberseiten zueinander zusammen und fügt die Seiten, die später verleimt werden sollen gleichzeitig.

Wenn man einen großen Dickenhobel hat, kann man ggf. erst die verleimten Bretter auf Dicke hobeln statt den obigen Schritt (*) vorzuziehen.

Im Interesse einer geschlossenen Fuge, empfiehlt es, sich die Abrichte leicht hohl einzustellen, sodaß die unverleimte Fuge an den Ende schließt und in der Mitte ein paar Zehntel (je nach Länge) offen ist.
Aber viele wollen auch eine absolut gerade Kante haben - muß man selber abwägen.
Durch den Pressdruck schließt sich dann die Fuge auch in der MItte und die Enden gehen durch die Vorspannung nach dem Trocknen nicht wieder auf.
Das passiert im umgekehrten Fall (bauchige Bretter verleimen) gerne.

Wenn Du die Kante mit der Kreissäge vorbereitest geht das natürlich nicht. Es kann aber bei gutem geraden Schnitt eine passable Fuge entstehen.
So gut (fast unsichtbar) wie mit der Abrichte wird es aber nur sehr selten.

Uwe

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