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Allgemeines Holzwerkerforum

es wird wieder gebastelt *MIT BILD*

Hallo

Hab in den letzten Tagen wieder angefangen zu basteln, während der Hitzeperiode war es selbst unter dem Kastanienbaum zu heiß zum arbeiten, nun regte sich wieder die Lust zum arbeiten, wie sollte es anders sein, als erstes eine Schale aus Nussbaum, alte Grundform, ein etwas andere Auslegung.

Erstaunlich, der Zeitaufwand wird jedes Mal geringer, aber im Hinblick auf mein Vorhaben, einige Teile auf einem Verkaufsstand auf unserem Hoffest anzubieten bringt mich dazu den Zeitaufwand zu minimieren und wenn man auch nur wenige Gedanken in diese Richtung in Gang setzt, man findet sofort Abläufe die den Zeitaufwand kräftig verringern, beim nächsten Male werde ich versuchen diese Gedanken umzusetzen.

Vor einigen Tagen beschäftigte ich mich mit den Thema Kugel, mir wurde irgend wann klar, das meine kleine Lineareinheit mit wenigen Umbauten eine Kugeldreheinrichtung hergeben würde, also versuchte ich es, war aber nicht ganz konsequent, ich wollte es mit fräsen versuchen, was zwar gelang, aber ein Drehling richtig eingespannt brächte besser Bedingungen.
Ich hab zwei Kugeln hergestellt, die aus Zwetschgenholz ist innen hohl, die Wandstärke beträgt etwa 25mm, die zweite aus Nussbaum ist wie gewachsen, wobei die Vollkugel die Holzmaserung schöner zur Geltung bringt.
Johannes solltest Du diese Zeilen lesen, beim Anblick der Trapezgewindespindel fällt mir ein, ich hab vor ein neuer Antrieb zu basteln, dazu benötige ich den Gewindebohrer, wenn Du ihn mir zurück schicken würdest.

Ich hatte einen Flyer von einem Saarbrücker Handwerker erhalten, er zeigt eine Schale aus Zwetschgenholz, bei er schön den Kontrast zwischen Kern und Splint zum Ausdruck gebrachte wurde, diese Art von Schalen hab ich schon öfters gesehen, die Frage die sich mir dabei stellte, es wird von Drechseln gesprochen, das kann ich mir nun nicht so richtig vorstellen, über Nachhilfe in dieser Frage wäre ich dankbar.

Nun wollte ich auch eine solche Schale herzustellen, allerdings mit meinen Möglichkeiten.
Das Problem dabei sah ich im unterschiedlichen Schwindverhalten von Splint und Kernholz bei den Brunusgehölzen wie bei Zwetschgen, der Splint schwindet wesentlich stärker als der Kern, im Gegensatz z.B. wie bei Nussbaum, wo es keine Unterschiede im Schwindungsverhalten gibt.
Denn eines würde ich bei der gezeigten Schale unterstellen, sie müsste aus Grünholz hergestellt werden, bei trockenem Holz hätten sich Risse eingestellt.
Also begann ich mit Grünholz, einen Ast hatte ich vom Mirabellenbaum, zuerst auf der Bandsäge, dann mit dem Woodvarver formte ich das Teil, im Rohzustand legte ich dann 3 Tage in eine Lösung eines Holzstabilisators, den ich mir bei Dictum erstanden hatte.
Dann wollte ich die schale fertig bearbeiten, dabei bekam ich dann aber Problem mit meinen Augen, offensichtlich reagierten meine empfindlichen Augen auf die Chemie.
Noch eine andere Schwierigkeit, das Holz läuft immer wieder an, die schönen Farben verdunkeln sich, also insgesamt ein Reinfall.
Ich lasse nun die Schalen mal eine Zeitlang stehen, vielleicht verflüchtigt sich die Chemie wieder.

Gruß Franz

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