Schleifzylinder

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Re: ein kleines Pferd

Hallo Franz!
Sehr niedliches Pferdemotiv! das gefällt!
Hier noch ein paar Anregungen:

Es kommt ein wenig auf das Furnier an, aber die Maserrichtung quer zu gestalten ist manchmal in der Wirkung nicht so gut. Die Maser kann natürlich eine "Bewegung" unterstützen. Ich hätte hier darauf verzichtet und die gleiche Maserrichtung verwendet.

Wenn ich das richtig sehe bzw. verstehe, bohrst Du in Ecken "herum" um für das Sägeblatt einen Anfang zu haben!? Das ist nicht gut - nimm einen spitzen Dorn zum Anfertigen eines Loches. Wenn das Motiv fertig ist, kannst Du mit Wasser das Loch wieder zuquellen. Dann sieht man das nicht (evtl. Wasser UND Wärme).

Wenn ich Dich richtig verstehe, Legst Du die Teile einzeln wieder ein? Besorge Dir doch eine Rolle Furnierpapier (ungelocht). Damit kannst Du erst einmal in Ruhe alles "von links" zusammenstellen. Auch die evtl. Wirkung lässt sich von der Rückseite schon abschätzen.
Wenn du dann aufleimst, lasse die Pressung nicht zu lange auf dem Furnier! Es soll noch leicht feucht sein! Dann kannst Du die offenen Stellen leicht (!) mit (vielleicht 120er Papier) anschleifen. Der entstehende Schleifstaub füllt die Sägerillen aus und sie werden unsichtbar.
Nach dem "zuschleifen" kommen mehrere Lagen Zeitung auf das Furnier und es wird noch einmal kurz ( vielleicht eine Stunde ?) gepresst. Die trockene Zeitung zieht jetzt schnell die Feuchtigkeit aus dem Material. Da kann schnell weiterverarbeitet werden (ist jetzt vielleicht nicht sooo wichtig für Dich).

Bei so kleinen Objekten gibt es auch einen ganz "fiesen Trick": alles mit Pattex aufzukleben! Das Pattex bleibt ja weich und der Schleifstaub füllt alle Rillen (ich finde das nicht fachlich richtig, habe ich aber in mehreren Fällen so gesehen).

Am besten ist sowieso, sich mit Knochen- und Hasenleim zu beschäftigen. Fürs Ausprobieren reicht auch erst einmal Gelatine aus der Küche. Besorge Dir einen Babyflaschenwärmer für ein paar Euro und ein Bratenthermometer (damit Du messen kannst das die Gelatine nicht über 55 Grad kommt). Beim Furnieren ist Knochenleim einfach unschlagbar: Du kannst jederzeit Teile entfernen, wieder anlösen und verändern. Der ganze "Stress" beim Furnieren entfällt (wenn ich da an meine Lehrzeit denke war es eine furchtbare Hektik mit Heisspressen zu furnieren! Aber alle hielten sich für Fortschrittlich...).

für so kleine Objekte bekommt man auch "olle" Speisenwärmer (-Platten) geschenkt! Einfach mal im Bekanntenkreis fragen wer so etwas im Keller hat. für größere Flächen ist es aber angenehmer einen Heissluftföhn zu verwenden. Damit wärmst Du die Flächen und das Furnier an. Ein nasser Lappen hilft Dir, alles schön anzufeuchten. Auch das Furnier muss ordentlich nass - von der Vorderseite, dann wölbt es sich auch nicht hoch. Anfänger machen das alles viel zu trocken (Gilt natürlich nur für kleinere Objekte - Türblätter und Tischplatten schrumpfen natürlich stark. Das ist aber nichts für Anfänger). Das gilt übrigens auch für das aufleimen mit PVAC-Leim. Die Methode mit dem "Anbügeln" von angetrocknetem Weissleim kannst Du vergessen: Das fällt oft nach ein paar Jahren auseinander...

Auf jeden Fall ein schönes "Pferdchen" ! Du kannst schon einmal Stolz auf Dich sein! Die meisten scheitern schon beim aussägen an Ihrer eigenen Geduld...
Schöne Grüße
Ingo

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