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Re: Ein Vogelhaus
Antwort auf: Re: Ein Vogelhaus ()

Moin Franz!

Danke für den Hinweis und die netten Worte! Ich werde mich um eine Lasur bemühen. Ich dachte auch eher etwas in Richtung farbloser oder Bernstein farbener Dünnschichtlasur.

Alle Einzelteile mit gleicher Maserrichtung sind verleimt. Ich habe Soudal 30D mit Zusatz verwendet. Sollte also halten. Die Schrauben habe ich nur für alle Leisten genommen, die quer zur Maserrichtung des anderen Bauteils liegen. Du hast aber Recht, dass ich alle hätte verstiften können. Hinterher ist man immer schlauer. Ist auch immer die Frage was länger hält: Der Leim oder die Schraube. Die Löcher habe ich aber fast alle vorgebohrt. Daher ist nichts gerissen. Zudem verwende ich fast ausschließlich Spax. Und die gezeigten Rückwandschrauben haben eine Größe von 3x20. Da hätte es mich eher gewundert, wenn etwas reissen würde. Daher auch mein Gefluche im Eingangspost, dass ich nicht alle Bohrungen mittig vom Strich hin bekommen habe. Meine ganze Werkstatt besteht fast ausschließlich aus mit 3,5er Spax hergestellten Schraubverbindungen. Alles nicht vorgebohrt und alles nicht gerissen. Einzig in Stirnseiten von MDF Platten sollte man das unbedingt machen. Aber dazu muss jeder selber Erfahrungen sammeln. Die beim Vogelhaus verwendeten Nägel waren da problematischer.

Ja, die Fase ist im Bohrständer entstanden. Anstatt der Bohrmaschine steckt eine Metabo Frässpindel in der Halterung und verwendet wurde ein passender Fräser mit Anlaufrolle. Die Höhe kann man gut am Ständer einstellen und die Anlaufrolle erledigt den Rest. Ich habe mir dazu einen Bohrtisch mit ein paar mir wichtigen Features gebaut. Der ist aber noch nicht ganz fertig. Wenn ich damit fertig bin, stelle ich den gerne vor. Ich habe hier bereits meinen kleinen Aufbau mit dem Ständer gezeigt, finde es aber nicht wieder. Daher stelle ich das Bild hier nochmal ein:


Dieser Aufbau war nur "auf die Schnelle" zum Zeigen auf meine Werkbank gestellt. Aber so nutze ich meinen Ständer wie man sieht auch als Kopierfräse. Das geht ganz gut. So gut, dass man auch Gitarren damit bauen kann. Wobei ich damit in der neuen Werkstatt bisher nur Frässchalen gefertigt habe. Die sind aber so unspektakulär, dass ich davon kein Bild gemacht habe. Seitdem ich Thomas Stratmann in seinr Werkstatt besucht habe, war für mich klar, dass mein Frästisch auch seine Spindel über der Arbeitsfläche haben muss. Gängige Praxis ist es ja eine Oberfräse über Kopf unter seine Arbeitsplatte zu schrauben und dann Führungen zu bauen. Das sagt mir aber überhaupt nicht zu. Gerade weil mir schon einmal ein Kugellager in der Schutzbrille landete, versuche ich so gut es geht Kugellager zu meiden. Daher dieser Aufbau mit einem Führungsstift. Als Nebenwirkung sind die Fräser plötzlich wesentlich günstiger geworden.

Früher hatte ich auch eine Spindel von Suhner. Die ist vor einem Jahr beim Umzug irgendwie abhanden gekommen. Mir fehlt auch anderes Werkzeug, sodass ich glaube, dass ein ganzer Umzugskarton flügge geworden ist. Jedenfalls ist die mittlere Spindel von denen wieder auf meiner Wunschliste. Es ist mit Abstand der leiseste Fräsmotor, der mir bisher zu Ohren gekommen ist. Den habe ich so sehr gemocht, dass ich den sogar ausschließlich als Oberfräse mit dem Metabo Fräsvorsatz verwendet habe. Aber da ich auf meinem letzten Flohmarktgang für 12 Euro eine kleine Oberfräse mit Pistolengriff gefunden habe, diese hier gezeigte Oberfräse habe und dazu noch eine gehasste grüne Bosch, wird es sich noch ein Weilchen hinziehen, ehe sich diese schicke Spindel noch einmal gekauft wird.

Schicken Gruß,
Amadeus

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