Juuma Türenspanner - auch für Leimholzherstellung

Allgemeines Holzwerkerforum

Re: Spiralhobelmesserwelle, Diamantsägeblatt

Grüß Dich Johannes,

ich bin auch gerade dabei mir u.a. eine Hobelmaschine zu zulegen. Es wird in meinem Fall auch die A3 41 mit Spiralhobelwelle werden:

Felder stellt gewisse Vorteile in den Vordergrund:

1.) Lautstärke:
In einem Produktvideo vergleicht Felder zwei Maschinen mit und Ohne Spiralhobelwelle. Im Display des Messgerätes werden ca. 13 Dezibel weniger angezeigt. Felder selbst wirbt mit 10 db weniger. Ich hatte bei meinem Händler, allerdings nur mit Handy und App, ca. 5 - 7 db weniger gemessen. Das sind, da die Lautheit in Dezibel gemessen, logarithmisch und nicht linear hoch gerechnet werden, immer noch 30-40% weniger, ABER wie gesagt nur mit einem Smartphone gemessen.
2.) Volumen der Hobelspäne:
Ein Feldervertreter gab an, dass sich durch die kürzeren Späne das Volumen im Beutel um ca. 20 - 25% reduziert. Für den Hobbyschreiner sicherlich unerheblich.
3.) Hobelergebnis:
Ein wirklich wichtiger Punkt neben der Lautstärke ist das bessere Hobelergebnis. Dies wird damit begründet, dass die Hobelmesser aus Hartmetal sind und leicht aus dem Winkel sind und sich dadurch ein leicht ziehender Schnitt ergibt.
4.) Hobelmesser:
Felder gibt an, dass die Wendeplatten pro Schneide die 20fache Standzeit haben im Vergleich zum einfachsten Hobelmesser. Zum besseren Hobelmesser schätze ich sind es die etwa 4 - 5fache Standzeit.

Ich habe mich nach wirklich langer Überlegung für die Spiralhobelmesserwelle entschieden.

Meine Sicht der Dinge:
Zu 1.)
Ich versuche tatsächlich Vieles um die Lautstärkeentwicklung so gering wie möglich zu halten. Neben dem Austausch von Blechtür und Dämmung der Werkstatt wird auch dies eine Maßnahme sein, die hoffentlich dazu beiträgt keine Diskussion mit dem Nachbar zu bekommen. Manch einer entgegenet, dass die Absaugung ja auch so laut sei, daher wird diese bei mit auch Schallgedämmt werden.
Zu 2.)
Wie beschrieben, für mich nicht relevant. Eher für Profis.
Zu 3.)
Ich hatte mit einem Verkäufer gesprochen. Bei Weichhölzern sei das Ergebnis nicht besser, hingegen bei Harthölzern soll das Ergebnis wirklich besser sein. Jede Medaillie hat aber zwei Seiten. So sollen frische, nasse Hölzer u.U. dazu neigen, dass Fasern ausreißen und zwischen den Wendeplatten hängen bleiben können.
Zu 4.)
Die Wendeplatten sind, nennen wir es beim Namen, teuer!
Ich habe daher folgende Rechnung angestellt:
Bei der Hammer A3 41 sind in der ersten "Bezahnung" 63 Wendeplatten (4 Schneiden) enthalten. 10Stk.-Set 48€ (!!!)
Die normale Welle hat 3 Systemmesser (zwei Schneiden pro Messer). 3er Set HS-Messer 60€.

Einmal alle Wendeplatten wechseln kostet somit 63 x 4,8€= 302,40

Nun möchte man ja das Ergebnis haben, wenn beide Systeme im Bezug auf den Schneidenverbrauch zu vergleichen.

Vergleich:

Messerpreis x 2 (da nur zwei Schneiden) x 3 (Ausgleich für schlechtere Standzeit, Verkäufer meinte 4 - 5 fache, aber ich nehme zur Sicherheit nur "3" an) = 360€

Damit aber immer noch 60€ teurer im Vergleich zu dem Wendeplattensystem.

Extra Punkte:
Reinigungsaufwand, hier sollte einem klar sein, dass das Wendeplattensystem viel mehr Zeit beansprucht als bei Systemhobelmessern. Mit dem richtigen Harzlöser und etwas Zeit sollte das aber auch gehen. Felder meint etwa 20-25 Minuten. Ich rechne mal mit einer Stunde, für mich aber kein Problem - Hobbyschreiner.

Reinigungsset: Gibts für 166€ klingt teuer, die Summe der Einzelkomponenten ist aber auch so teuer und man hat nicht die Box und das Felder-Zahnbürstchen... Spaß beiseite. Das Set ist im Preis schon i.O. obwohl hier Felder sicher mehr verkaufen könnte, wenn der Preis etwas günstiger wäre (Preiselastizität). Ich habe mich aus einem anderen Grund dagegen entschieden. In dem Set ist ein Drehmomentschlüssel mit fester Einstellung '(5Nm) drin. Für den Preis des Drehmomentschraubendrehers bekomm ich aber auch einen einstellbaren - vielleicht kann ich den ja mal bei etwas anderem gebrauchen.

Das war meine Sicht der Dinge und das Meiste nur Theorie. Praxisberichte würden mich interssieren.

Noch kurz zu dem Diamantsägeblatt - einmal nen Nagel erwicht und 350€ weg, das hält auch das Sägeblatt wahrscheinlich nicht aus. Im Katalog wird 50% geringere Lautheit zu herkömlichen Sägeblättern angegeben. Inzwischen sind aber fast alle Sägeblätter auch "Geräuschgedämmt" - Vergleich habe ich bislang noch keine gefunden.

Schönen Gruß

Martin

[ Antworten ]

Beiträge zu diesem Thema

- -