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Re: Kleiderschrank Massivholz

Guten Abend!
Danke allen, die sich die Zeit genommen haben, zu antworten!
Erstmal vielen Dank für den Buchtip. Ich habe das Buch in meiner Buchhandlung bestellt. Es sollte morgen da sein. Ich muss gestehen, ich kannte das noch nicht, obwohl ich einige Bücher zum Thema Schreinern habe.
Ich will noch ein paar Dinge dazu schreiben:
Bzgl des Gewichtes habe ich mir auch Gedanken gemacht. Allerdings hat ein gekaufter Schrank aus Spannplatten o.ä. ja kein niedrigeres Gewicht (Dichte ist hier auch bei 0,6-0,7 und die Wandstärken sind bei ordentlichen Möbel auch nicht geringer). Von den Wellpappemöbel aus Schweden mal abgesehen. Ich komme bei grobem Überschlag auf ca. 250 kg für mienen Schrank. Das ist bei Massivmöbeln eben so und sollte noch klappen. Ich werde Metallverbinder verwenden, um den Schrank auch zerlegen zu können. Schwalbenschwanzverbindungen oder andere verklebte Varianten zwischen Boden/Deckel und Seiten scheiden also aus. Die Schubladen werde ich aber mit offenen Schwalbenschwänzen machen.
Meine Vermutung, dass eine Rahmen-Füllungsvariante Vorteile bringt, haben ja einige hier bestätigt, weshalb ich jetzt erstmal so plane. Das ist ja auch ein schönes Stilelement. Als Auflage für die Böden will ich Zahnleisten benutzen.
Ich habe schon einige Möbelstücke aus Buche gebaut. Das größte war bisher ein Bett. In der Tat habe ich so gut wie nie feststellen müssen, dass hier Leimbretter auseinader gegangen sind oder sich verzogen haben. Bei meinem Badezimmerschrank im Directoire-Stil sieht man das allerdings schon. Auch hier habe ich Füllungen aus 19 mm Buche verwendet. Ich habe den gesamten Schrank erst nach dem Zusammenbau gebeizt, und zwar kirschbaumfarben, und dann glanzlackiert. Nach einem halben Jahr sah man dann an einigen Stellen das noch ungebeizte Buchenholz, weil die Füllung geschrumpft ist. Bei diesem Schrank hier sind allerdings die Flächen, insbesondere die vier Türen, doch sehr groß (215 x 50 bzw. 215 x 40).
Zum Thema Material:
Ich werde fertig verleimte Platten vom Holzhändler hier in der Nähe benutzen. Durchgehende Lamelle bekommt man im Baumarkt ja gar nicht und die keilgezinkten sind dort meist aus so kleinen Stückchen gemacht, dass man die Maserung fast nicht mehr erkennt. Selbstverleimen ist mir ehrlich gesagt zu aufwendig. Ausserdem habe ich auch keine Dickenhobel. Da stell ich mir das eher schwierig vor, vernünftige Platten zu bekommen. Wenn man hier gute Qualität nimmt (A oder A+), dann sind diese Platten aus meiner SIcht durchaus ansehnlich. Ausserdem will ich den Schrank noch in diesem Jahr fertig haben :-)
Buche gefällt mir sowohl von seiner Struktur als auch von der Verarbeitbarkeit am besten. Ausserdem ist es preislich noch vertretbar. Hier würde ich ungern auf andere Materialien gehen.
Viele Grüße
Stefan

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