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Re: Leimholzplatten aufdicken
Antwort auf: Leimholzplatten aufdicken ()

Hallo,

für eine Teakholz-Tischplatte benötige ich eine mind. 70mm starke Leimholzplatte. (Plattenendmaß 120cm x 60cm x ca.7cm) Eine sehr schöne Platte, 40mm stark und nach den Regeln der Kunst vor ca. 40 Jahren verleimt ist schon vorhanden. Im Netz habe ich jetzt preisgünstige 34mm Platten mit durchgehenden Lamellen entdeckt.

Das dürfte billiges Plantagenteak sein, weit weg von der Qualität des alten Holzes.

Kann ich die 2 Platten ohne größere Probleme in gleicher Faserrichtung aufeinanderleimen? Die Platte wird später über die Montage sehr stark abgesperrt aber ich habe ein richtig ungutes Gefühl dabei...

Teak arbeitet sehr wenig, insofern könnte das schon funktionieren, aber wie willst Du Pressdruck auf die ganze Fläche bekommen? Hast Du Zugang zu einer Furnierpresse? Die wär wohl genau richtig für das, was Du vorhast.

Meine 2. Frage: Teak ist ja ein sehr öliges Holz. Welcher Leim bietet sich da an? Soll ich versuchen die Flächen vor dem Verleimen zu entfetten? z.B. mit Aceton, Spiritus oder mit Waschbenzin?

Die Theorie sagt: Erstmal mit Lösungsmittel abwischen, ich würde Aceton nehmen. Weissleim kann dann funktionieren, muss aber nicht.

Mein Bootsbauer-Azubi hier im Haus sagt: Am besten Entfetten und mit Epoxidharz verkleben. Im Bootsbau nehmen sie nach seiner Aussage für Teak nur noch Epoxi, Entfetten machen sie manchmal, manchmal auch nicht, mit Epoxi haben sie auch ohne Entfetten eher keine Probleme bei der Haltbarkeit. PU Leim sollte auch klappen, quillt aber recht stark auf, die Fugen wirst Du bei PU wohl sehen. Bootsbauer sind genau die Leute, die man fragen sollte, wenn es um die Verarbeitung von Teak gehen. Bei 7000 EUR/Kubikmeter und mehr können sich gutes Teak ja nur noch Yachtbesitzer leisten. Boots- und Yachtbau ist so ziemlich der letzte Bereich, in dem noch regelmäßig mit gutem Teak gearbeitet wird.

Grüße Wolfgang

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