Juuma Ganzstahlzwingen

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Re: ich kann es noch *MIT BILD*

Hallo Mario,

Musikinstrumente bauen finde ich hoch interessant, ich stelle mir vor, das da eine breite Palette von Fertigkeiten gefragt sind, wie sie sonst kaum sich in einer Aufgabe bündeln, ich hatte mal Gedanken darüber, ob ich ein Hackbrett selber bauen sollte, ich fand damals nicht den richtigen Einstieg, Hackbrett deshalb, ich kann leider selbst kein Instrument spielen, da hatte ich die naive Vorstellung, beim Hackbrett könnte ich noch am ehesten einige Töne hervorbringen.

Zu Deinem Gitarrenhals, ich denke, das der Epoxydharz doch damit zu tun hat, dass Dein Teil einen schönen Glanz hat, schade warum stellst Du denn nicht einige Arbeitsschritte vor, ich würde sie mit Begeisterung lesen, würde auch unserem Forum gut tun, bin fast geneigt den alten Spruch "früher war das besser" hervor zu holen, ich bin schon froh, wenn wie in meinem Beitrag 3 Antworten sich einstellen, das war vor einigen Jahren eher anders.

Zu meinen Schalen, ich hab bei dem verregneten Wetter wie angekündigt eine zweite Schale aus Nussbaum gefertigt, wie immer die zweite Arbeit geht wesentlich schneller von statten, der Nussbaumklotz stellte sich anfangs optisch gut dar, als es aber dann an die Details ging, kam ein sehr rustikales Innenleben zum Vorschein, es war das erste Teilstück eines Stammes, den ich von einem Cousin aus Frankreich bekam.
Dummerweise entdeckte ich erst sehr spät einen tiefen feinen Riss, ich musste ausbessern, ausgerechnet an der Spitze des "Blattes".
Ich finde aber der rustikale Tatsch steht dem Teil noch ganz gut.

Meine Vorgehensweise hatte ich ja schon beschrieben, Fragen dazu gab es ja keine, so will ich es kurz machen, einen Tipp, eine 80'er Abranet-Schleifscheibe zu einer Rolle zusammen gerollt, ergibt eine passable Raspel, erstaunlich welchen Abtrag man damit erzielt, der große Vorteil, die Rolle passt sich den Formen an, da würde man mit einer starren Raspel nur Kratzer und Gräben erzeugen, überhaupt Abranet, ich stellte fest, das ich anfangs die Standzeit dieses Schleifmittels glatt unterschätzt hatte, zum Glück bin ich ja ein Mensch, der sich schwer tut was weg zu werfen, nun kommen die alten Scheiben wieder zum Einsatz und tun gute Dienste.

Noch eine Bemerkung, ich arbeite ja nun vor meiner Hütte, am Freitag regnete es den ganzen Tag, es war tagsüber so dunkel, ich nahm meine Tischlampe dazu, die Luftfeuchtigkeit dagegen war so hoch, es bildete sich kein Staub, der Abtrag klumpte regelrecht zusammen, ein seltsamer Sommer.

Hier die Bilder:

Die nach gearbeitete Ahornschale

Gruß Franz

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