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Re: Spiegelseite polieren?

Während des Schleifens mache ich nur eine Sichtkontrolle, versuche einfach, das Eisen kontinuierlich gerade vor- und zurück zu bewegen.

Einige neue Erkenntnisse:

- Mit dem Kell-Winkel sehe ich keinen Lichtstrahl, mit dem Vogel an manchen Stellen schon, aber sehr dünn! Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass der Vogel Haarwinkel einfach eine dünnere, präzisere Schneide hat.

- Wenn man das Eisen bewegt so dass die Auflage auf dem Stein in Richtung Schneide wandert, kann man nach Gehör erkennen, wann man die Schneide erreicht. Schliefen auf den Fläche des Eisens ist fast lautlos, an der Schneide entsteht ein feines Geräusch. Möglicherweise, weil die dünner werdende Schneide anfängt zu schwingen. Scheint nützlich zu sein, um die Schneidenverrundung zu vermeiden/minimieren.

- Mit dem polierenden Japanischen Wasserstein kann ich zwar die Spiegelseite bearbeiten, interessanterweise wird sie optisch unschöner als zuvor. Nicht dass sie ungenauer wird, aber ihr Aussehen wird irgendwie "wolkig".

- Ein Eisen habe ich erst mal verhunzt! Ein Schrägbeitel! Man muss sehr genau darauf achten, dass die schräge Schneide gerade über den Schleifstein zeigt, sobald man den Beginn der Schräge erreicht. Das muss ich jetzt rausschleifen!

- Ich habe jetzt mal Eisen von KaBe, Crown, Kirschen und Bracht getestet. Praktisch alle Eisen sind etwas hohl, so wie japanische Beitel, nur sehr viel schwächer. Kommt wahrscheinlich vom Aufspannen beim Schleifen während des Herstellungsprozesses

- Wenige schön: Ein Kirschen Eisen hat einen Bauch!

Und jetzt eine Frage:

Die Spiegelseite muss plan sein um das Eisen exakt zu führen. Soweit klar, aber warum muss sie poliert sein? Das verändert doch letztendlich nur die Reibung - eventuell könnte sie sogar grösser werden.

Gruss
Rolf

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