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Re: Zinkensäge (mit Bildern)

Geschrieben von: Christof Hartge
Datum: Montag, 14. 10. 02, um 16:04

Antwort auf: Zinkensäge (mit Bildern) (Wolfgang Jordan)

Vielen Dank für dein Abbild einer "echten" Zinkensäge. Ich kann mir aber nicht vorstellen, daß die Abfolge Feinsäge-Laubsäge-Stecheisen wesentlich langsamer ist. Womit auch gesagt sein soll, daß du mit der Terminologie völlig recht hast. Was ich mir bauen möchte, ist eine Feinsäge mit einer Längsverzahnung, die auf Zug ausgelegt ist. Nebenbei: Mir bleibt es rätselhaft, warum die Quersverzahnung auf unserem Markt so dominiert. Man braucht sie doch viel seltener, ich jedenfalls.

Zum Werkzeug: Ich benutze japanische Schärffeilen, die haben einen flachen Rhombusquerschnitt. Würde ich Querverzahnung benutzen, würden die Feilen zwei Flanken gleichzeitig feilen, bei der Längsverzahnung feile ich abwechselnd, die eine oder die andere Flanke und arbeite mich so zum Zahngrund vor.

Zum Anreißen: Alles bitte jetzt unter der Voraussetzung, dass ich gerade mal 25 cm Zähnchen gefeilt habe.
Ich stelle die Schieblehre z. B. auf 2 mm und halte sie mit der unteren Maulseite an den ersten oder den vorigen Riß und lege dann die feinste Feile, wie ein Messer an die vordere Maulseite. Schieblehre mit einer Hand wegnehmen und Feile einmal leicht über die Kante des Bleches ziehen. Auf diese Weise wird das ganze Blatt durchmarkiert. Mit einem Winkelmesser reiße ich dann die Flanken der Zähne an, immer so, daß die Nadel genau in der Feilenmarkierung landet. Nun spanne ich das Blatt so ein, daß die Kante gerade soweit herausscheit, wie es zum feilen nötig ist. Idealerweise hat man dazu eine Feilkluppe. Ich benutze eine Klemmsia-Zwinge, die ich mitsamt dem Blatt dann horizontal in die Vorderzange einspanne. Das ergibt eine angenehme Arbeitshöhe und funktioniert auch. Eine Anleitung für eine selbstgebaute Kluppe aus Holz gibt Spannnagel, in "Der junge Schreiner".

Viele Grüße, Christof.

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