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Meine Säge mit Griff von Klaus
Geschrieben von: Friedrich Kollenrott Antwort auf: Herstellung Sägegriff *VIELE BILDER* Teil 1 (Klaus Kretschmar)
Datum: Freitag, 15. 5. 09, um 00:52
ja, da hab ich mal Glück gehabt!
Ich durfte für Klaus und seine Griffbauaktivitäten das Versuchskaninchen machen. Ich habe einige ältere Rückensägen ganz verschiedener Herkunft, darunter drei von Spear & Jackson:
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die so richtig den Charme der 60er Jahre ausstrahlen. Ordentliche Sägen, aber wie die aussehen! Die obere mit dicken Messingrücken und 12 inch (300mm) Blattlänge hatte es Klaus angetan, die wollte er mit einem neuen Griff bestücken. Ich habe mir einen Griff nach "London pattern" gewünscht, das ist die Form mit flacher Unterseite, sowas gibt es heute gar nicht mehr, aber ich finde es passt gut zu einer robusten Gebrauchssäge. Ich habe meine Hand abgezeichnet und los gings.
Was dann bei Klaus passierte hat er beschrieben. Ich habe die Säge mit dem neuen Griff bekommen. An den Hörnchen oben und unten hat er absichtlich noch etwas mehr Fleich gelassen als unbedingt erforderlich, das habe ich dann auch benutzt und ein klein bißchen (vielleicht zwei mm) mehr Raum geschaffen. Außerdem habe ich festgestellt, dass offenbar der bei eigentlich allen alten Sägen zu findende Bogen in der Griffkontur vorne direkt über dem Rücken offenbar zum Herumgreifen mit dem letzten Glied des Zeigefingers gedacht ist (war mir vorher nie aufgefallen). Da habe ich die Kante minimal abgerundet. Und jetzt passt das Ding wie angegossen:
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Man glaubt es nicht. Der Griff erzwingt eine korrekte Haltung (drei Finger im Griffloch, der Zeigefinger seitlich am Griff) und passt wirklich perfekt an meine Hand. Macht einfach Spass, mit einem solchen Werkzeug zu arbeiten.
Ich habe zum Vergleich mal meine gleichgrosse Rückensäge Disston #4 in meiner Hand fotografiert:
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Das ist ja nun auch eine ausgezeichnete Säge. Aber der Griff ist zu dünn und vor allem das Griffloch für mich viel zu gross. Ich kann mit vier Fingern rein (das ist dann von der Führung der Säge her nicht so gut), drei Finger schlackern in dem viel zu großen Loch. Aufgefallen war mir das vorher nie, jetzt merke ich es deutlich und es stört schon ein bißchen. So ist das Bessere eben der Feind des Guten.
Wenn Klaus von seinen Sägegriffen leben müsste, würde ich ihn jetzt heftig empfehlen. Muss er aber nicht, da hat er Glück. Ob man irgendwann einen Griff bei ihm bestellen kann weiss ich nicht. Ich freu mich dass ich einen habe.
Vielen Dank, Klaus!
Frdrich
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