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Re: Die Hobelbank und ihre Eigenheiten

Geschrieben von: Bernhard
Datum: Dienstag, 3. 9. 02, um 13:18

Antwort auf: Re: Die Hobelbank und ihre Eigenheiten (Dieter Schmid)

Das Thema Vorspannung lässt mich nicht los:
Ich habe mittlerweile verschiedene Varianten zu lesen bekommen, wie die Vorspannung nachgestellt werden soll, einschließlich der Original Ulmia Beschreibung hier. Aber verstehen kann ich sie alle nicht.

Wir gehen doch davon, dass die Vorderzange zuerst rechts anziehen soll, also auf der Seite der Gewindespindel, nicht auf der Seite der Führungsspindel, die ja näher zur Stirnseite liegt. Hintergrund ist wohl, dass die rechte Seite die "wichtigere" Seite ist, weil eben näher an der Zugspindel und weil lange Bretter etc. eben auf der rechten Seite, evtl. auch mit Unterstützung eines Bankknechts, eingespannt werden. Richtig?

Wenn das so ist, dann bedeutet eine Vorspannung doch eine Schrägstellung der Vorderzange in der Weise, dass beim Zudrehen der Vorderzange zuerst die rechte Seite anliegt, wobei links noch ein Spalt offen ist. Mein (hoffentlich) gesunder Menschenverstand würde mir hierzu empfehlen, entsprechend eine Beilage auf der LINKEN (!!) Seite der Vorderzange beizulegen, um eben diesen Spalt sicherzustellen. (Herr Schmid: Genau so haben Sie es auch übrigens auf einer Skizze dargestellt, die Sie mir mal zugeschickt hatten. Sie erinnern sich?)
Wie soll das nun funktionieren, wenn die Beilage auf der rechten Seite eingebracht wird?

Und nochwas: ich habe die im ULMIA-Blatt beschriebene Methode gestern ausprobiert, mit einem ca 3mm Blättchen, ohne dass sich was positiv verändert hätte. Dazu kommt noch, dass sich diese besagte Schraube an der Führungsspindel zwar prima lösen lässt, aber fast nicht mehr anzuziehen ist, da es sich um eine Schraube mit Mutter handelt, wo die Mutter eigentlich (im eingebauten Zustand) nicht mehr zugänglich ist. Also Empfehlung: eher die Finger davon lassen. (Übrigens: In oben erwähnter Skizze war auch die Möglichkeit empfohlen, die beiden rechten der 4 Schrauben, mit denen die gesamte Mechanik von unten an die Platte verschraubt ist, zu lösen und unter Vorspannung wieder anzuziehen. Was ich aber auch nicht für sehr clever halte. Warum dann nicht alle Schrauben lössen, und die Mechanik einfach leicht schief einbauen? Aber dagegen wird es wohl auch Gründe geben.)

Schade, dass es Ulmia nicht mehr gibt, sonst könnte man die Frage direkt an Ulmia richten. Ich hoffe aber dennoch, dass hier noch einige fachkundige Kommentare kommen. Vielleicht gibt es ja auch einen ehemaligen ULMIA-Mitarbeiter, der dazu was sagen kann.

Bis dahin herzliche Grüße,
Bernhard Dirr

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