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Hand- vs. E-Werkzeug
Geschrieben von: Christian Aufreiter Antwort auf: persönliche Gegebenheiten (Oliver Montué)
Datum: Montag, 2. 9. 02, um 21:15
Hallo Holzwerker,
danke für eure interessanten Kommentare!
Wenn man vor der Entscheidung Hand-/E-Werkzeug steht, wird man sich wohl auch überlegen müssen, welches Material man bearbeiten möchte.
Wenn ich mir zB. eine einfache Unterbringungsmöglichkeit für die Garage oder den Abstellraum anfertigen will, wird normales, billiges Plattenmaterial wie MDF oder Spanplatte vollkommen ausreichen. Diese Werkstoffe wird man allerdings mit den traditionellen Werkzeugen und Methoden kaum bearbeiten können, auch sinnvolle Dinge wie Lochreihen wird man eher schlecht anfertigen können.Bei einem SCHMUCKMöbelstück wird man eher auf Lochreihen und Plattenwerkstoff verzichten, womit sich die Verwendung von Handwerkzeugen anbietet.
Es ist also zu befürchten, dass zumindest ein Hobbywerker wie wir/ich nie alle seine Werkzeugbedürfnisse (oder zumindest das, was er für sein Bedürfnis hält) stillen werden kann.
Für mich ist das Werkzeug alleine schon ein "begehrenswertes" Objekt. Und da mache ich keine Unterschiede: mit einem LN Hobel einen superfeinen Span zu hobeln, klingt für mich genauso reizvoll, wie mittels Kreissäge und Führungsschiene einen 2m langen, schnurgeraden Schnitt zu machen.
Wahrscheinlich geht es nicht immer nur darum, ein Werkzeug zu haben, weil man es dringend für ein Projekt benötigt, alleine die Tatsache es zu besitzen, kann das Herz eines - wie man im amerikanischen Raum zu sagen plegt - Tooljunkies - höher schlagen lassen.
Ich glaube, dass sich je nach Werkstoff, Verwendungszweck des Möbels, ... Hand- oder E-Werkzeuge unterschidlich gut einsetzen lassen: Wenn ich eine kleine Abschlussleiste exakt einpassen will, werde ich mit Genuss zur Japansäge greifen und wenn ich ein Bücherregal vor dem Lackieren noch schleifen muss (P120, P180, P240) werde ich mit nicht weniger Freude meinen Excenterschleifer auspacken, immer mit der Überzeugung, das für die jeweilige Anwendung beste, mir zur Verfügung stehende Werkzeug zu benutzen.
In diesem Sinn wünsche ich euch allen noch viel Freudem beim Werken, beim Bestaunen und Sammeln von Werkzeug!
Christian
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