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Re: Trockenschliff
Geschrieben von: Andreas Winkler Antwort auf: Re: Stechbeitel schleifen lassen (Andreas N.)
Datum: Dienstag, 3. 7. 07, um 19:40
Hallo Andreas,
kenne die Iseli-Schleifmaschine aus der Berufschule, mir war nur der Name seitdem nicht mehr eingefallen.
Sie schleift schnell und im eingestellten Winkel, ist im Prinzip idiotensicher zu bedienen und das Eisen bleibt wirklich kühl. Dies wir durch ein "Beilegeteil" erreicht, das aus mehreren dünnen, zusammengenieteten Blechen besteht und die entstehende Wärme aufnimmt und abführt. Desweiteren wird das Eisen nicht hohl geschliffen, da man an der geraden Breitseite des Schleifscheibe schärft. Das erwähnte "Beilegeteil" gibt es in verschiedenen Breiten, auch die Rauhbankeisenbreite ist abgedeckt.
Die verlinkte Dewalt-Maschine kenne ich aus meiner Lehre, allerdings noch mit Elu-Plakette. Sie schlieft ebenfalls sehr gut und schnell, jedoch wird ein durchschnittlicher Siebtklässer ein Eisen viel zu stark andrücken. Bei dieser Maschine ist es mitunter schon schnell passiert, daß sich sichtbar ein Stück des Eisens verfärbt. Außerdem läßt sich der Winkel nur durch die Einspannlänge einstellen. Bei Siebtklässern oder Leuten, denen die Angelegenheit eigentlich egal ist, müßte man sich daneben stellen und aufpassen, sonst wir das nichts mit einem scharfen Werkzeug, eher mit einem kaputten.
Als Geselle habe ich dann Stemmeisen und Hobelmesser an einem ganz normalen Schleifbock geschliffen, mein Meister an der gekrümmten Oberseite der Scheibe, er hat es den Lehrlingen auch so gezeigt. Ich hab an der flachen Breitseite geschliffen, so als ob man einen Bohrer nachschärft (mache das bei Scharten oder extremer Stumpfheit auch heute noch auf diese Art). Wenn man nur etwas Gefühl hat, glüht - zumindest sichtbar - gar nichts aus.Gruß, Andreas
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